Zum Tag der Stiftungen am 1. Oktober 2026
„Ob ein neues Schutzzentrum für Straßenkinder in Nigeria, ein neues Krankenhaus für eine medizinisch völlig unterversorgte Region in Ghana oder die Absicherung eines Berufsausbildungszentrums in Kolumbien – dank unserer Stifterinnen und Stifter können wir solche Projekte und Programme nachhaltig und langfristig fördern“, sagt Reinhard Heiserer, Mitstifter und Vorstand der Jugend Eine Welt gemeinnützigen Privatstiftung. Gegründet im Jahr 2016, bietet die Stiftung engagierten Förderern und Philanthropen eine ideale Plattform, um über lange Zeit hinweg Gutes zu tun – sogar über die eigene Lebenszeit hinaus. „Der runde Geburtstag gibt Gelegenheit für eine Rückschau samt Ausblick in die Zukunft“, so Vorstand Heiserer, passend zum „Europäischen Tag der Stiftungen“ am 1. Oktober.
Armut weltweit bekämpfen, Bildung und Ausbildung ermöglichen, benachteiligte Kinder und Jugendliche fördern – das sind die grundlegenden Zwecke der Jugend Eine Welt gemeinnützigen Privatstiftung. Von ihr profitieren direkt geförderte Programme der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt in Afrika, Asien, Südosteuropa und Lateinamerika. Beständigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen ist dabei ein Grundprinzip der Stiftung. Gerade in Zeiten weltweiter multiplen Krisen mit ihren vielfach negativen wirtschaftlichen Auswirkungen hat sich dies sehr gut bewährt. „Die gemeinnützige Stiftung verfolgt langfristige Perspektiven und ist somit nicht so stark von aktuellen Entwicklungen oder wechselnden Gebermotiven betroffen“, erklärt Heiserer. So lassen sich etwa Bildungs- und Ausbildungsprogramme für Kinder und Jugendliche in Risikosituationen langfristig und nachhaltig unterstützen. Die Stiftung sei zudem prädestiniert dafür, in diesem Sinne Nachlässe und Schenkungen im Todesfall gut umsetzen zu können
Realisierte Großprojekte durch engagierte Stifter
Dank dem großzügigen Engagement von Stifterinnen und Stifter konnten in den vergangenen Jahren große Projekte, deren Umsetzung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, realisiert werden. Beispielsweise das neue Don Bosco-Kinderschutzzentrum Lagos in Nigeria, in dem nun gut 200 Buben und Mädchen, die zuvor ihre Tage und Nächte auf den gefährlichen Straßen der Mega-City verbringen mussten, ein sicheres Zuhause gefunden haben. Ein weiters Schutzzentrum im Landesinneren ist in Planung.
In der Kleinstadt Kulmasa im Norden der westafrikanischen Republik Ghana – eine der ärmsten Regionen des Landes – ist, verteilt auf mehrere Bauphasen, eine „Family Clinic“ errichtet worden, die der dortigen Bevölkerung – vor allem Schwangeren, Müttern und Kindern – endlich eine umfängliche medizinische Versorgung gewährleistet. Dazu ist ein Public-Health-Team regelmäßige in den Dörfern rund um Kulmasa unterwegs und bietet den Menschen unter „freiem Himmel“ Gesundheitsberatungen sowie kleine ambulante Behandlungen an. Die Clinic soll weiter ausgebaut, der laufende Betrieb langfristig sichergestellt werden.
In Ecuador wurde beispielsweise der Facheinsatz eines Landwirtschaftsexperten finanziert, der in den vergangenen Jahren eine nationale Organisation begleitete, die Bäurinnen und Bauern in Sachen nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft unterstützt. Die erfahrene ecuadorianische Organisation leistet so an der Schnittstelle zwischen lokalen Akteuren und internationalen Förderinstitutionen einen wertvollen Beitrag und kann durch internationale Vernetzung neue Partnerschaften erschließen.
Wie die Stiftung funktioniert
Bei der Jugend Eine Welt gemeinnützigen Privatstiftung kann man sich jederzeit auf verschiedene Weise fördernd einbringen. Eine Form ist die Zustiftung von Geldmitteln zum Kapitalstock, was das Potenzial der Stiftung langfristig stärkt. Die eingebrachten bzw. verwalteten Mittel werden in nachhaltige und ethisch vertretbare Finanzprodukte investiert. Die Zinserträge aus der Kapitalstockveranlagung dienen der Stiftung zur Erfüllung ihrer Förderzwecke.
In die Stiftung können auch zweckgewidmete Mittel zur Erfüllung eigener Förderschwerpunkte oder vorliegender Projekte eingebracht werden. Damit können im Rahmen des vorgegebenen Stiftungsschwerpunktes vom Förderer, der Förderin jeweils eigene Visionen zur Gestaltung einer gerechteren Welt rasch und zuverlässig in die Tat umgesetzt werden. Sie können eigene Projekte aus dem Bereich des Stiftungszwecks selbst vorschlagen oder ein von der Stiftung ausgewähltes fördern.
Dafür werden von der Stiftung nach Absprache und erteiltem Auftrag eigene gewidmete Themenfonds errichtet. Aus solchen Fonds fließen dann – bis die Fondssumme erschöpft ist - jährlich Beträge in das vom Stifter bzw. Stifterin auserkorene Projekt. Damit kann dieses in seinem Betrieb mit einem Sockelbetrag an Zuwendungen langfristig unterstützt und sichergestellt werden. Auch die einmalige Zuwendung an ein ausgewähltes Projekt ist so möglich.
Von Bargeld bis Immobilien
Förderwillige Personen haben durch die Jugend Eine Welt Privatstiftung einen Erfüllungsgehilfen für die Umsetzung ihrer Anliegen und müssen sich nicht selbst um Administration und Bürokratie bei der Verwaltung von Spendenmitteln kümmern. Diese notwendige Mittelverwaltung, Projektbegleitung, Förderabrechnung und -dokumentation sowie die Kontrolle übernimmt die Stiftung.
Zuwendung zum Stiftungskapital oder Themenfonds können jederzeit zu Lebzeiten oder auch im Todesfall getätigt werden. In einem unverbindlichen und vertraulichen Informationsgespräch können wenn gewünscht vorab alle Anliegen vorgestellt und mit den Möglichkeiten abgestimmt werden. Heiserer: „Viele potenzielle Stifter:innen denken zuerst nur an Barvermögen, aber es kann natürlich jede Vermögensart eingebracht werden.“ Von Wertpapieren, Kunstwerken, Sammlungen, Immobilien, Musikrechten, Oldtimer bis hin zu Kryptowährungen wie Bitcoin. Die Stiftung bemüht sich um die bestmögliche Verwertung derartiger Zuwendungen, damit der höchstmögliche Erlös dem gewünschten Förderanliegen bzw. Projekt zugutekommt.
Philanthropisches Geben stärken
„Gemeinnützige Stiftungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen, in unterschiedlichen Bereichen wie Bildung, Soziales, Klima- und Umweltschutz“, hält der Verband für gemeinnütziges Stiften fest. Um das „philanthropische Geben“ in Österreich weiter zu stärken, wurde jüngst gemeinsam mit rund 20 gemeinnützigen Organisationen – darunter Jugend Eine Welt – eine neue Initiative gestartet. Unter dem Motto „PHIL GELD. PHIL GUTES.“ sollen noch mehr Menschen dazu inspiriert werden, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.
Anlässlich des „Tag der Stiftungen 2026“ lädt der Verband heuer erstmals zu einem zweitägigen Kongress (30.09./01.10.) in Wien ein, dessen Motto „Power of Cooperation“ lautet. Für Stiftungsvorstand Reinhard Heiserer steht schon vorab fest: „Ich empfinde große Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber jenen Menschen, die einen Teil ihres Vermögens für zivilgesellschaftliche Anliegen, wie unsere Entwicklungszusammenarbeit mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendförderung, bereit stellen.“
Weitere Informationen zur Jugend Eine Welt Privatstiftung unter www.jugendeinewelt.org