„Der kürzlich von der UNESCO veröffentlichte Weltbildungsbericht 2026 (UNESCO Global Education Monitoring Report 2026) unterstreicht: ‚Bildung überwindet Armut‘, aber nur dann, wenn wir auch die Hindernisse beseitigen, die Kinder davon abhalten, überhaupt lernen zu können“, verweist Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, auf aktuelle Daten zum weltweiten Bildungszugang für Kinder und Jugendliche. Denn laut dem Weltbildungsbericht 2026 besuchen 273 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule. Damit ist weltweit rund jeder sechste junge Mensch vom Bildungssystem ausgeschlossen. Zudem sind seit dem Jahr 2015 die Fortschritte beim Zugang zu Bildung deutlich ins Stocken geraten.
Gefahr von Schulabbruch groß
Denn laut dem Bericht der UNESCO genügt der formale Zugang zu Schulen nicht. Entscheidend ist, ob Kinder regelmäßig die Schule besuchen, dort auch bleiben und schließlich einen Abschluss machen. Vor allem in Ländern in Subsahara-Afrika sowie in Zentral- und Südasien ist die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler die Schule abbrechen, groß. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und reichen von mangelnden finanziellen Mitteln der Eltern über die fehlende Wertschätzung der Bedeutung von Schulbildung bis hin zu regionalen Gegebenheiten wie dem Ausbruch kriegerischer Konflikte oder dem Zwang zu Kinderarbeit, um die Familie über Wasser zu halten. „Besonders wirksam sind daher Maßnahmen, die finanzielle und soziale Barrieren gleichzeitig abbauen. Etwa kostenlose Schulmahlzeiten oder zusätzliche Fördermöglichkeiten wie Stipendien, Fahrtkostenzuschüsse, aber auch regelmäßige Gesundheitschecks. Oft sind gerade solche Zusatzangebote für die Eltern ausschlaggebend, ihre Kinder doch in die Schule zu schicken“, erzählt Heiserer und verweist dabei auf ein von Jugend Eine Welt unterstütztes Schulprojekt in Kulmasa, einem abgelegenen Dorf in der Savannah-Region im Norden Ghanas. Dort finanziert Jugend Eine Welt durch die Hilfe von österreichischen Partnern rund 600 Schülerinnen und Schülern einer Volksschule täglich eine warme Mahlzeit. „Seitdem dieses Zusatzangebot ermöglicht wurde, ist die Schulabbruchrate deutlich gesunken. Gleichzeitig hat die Zahl der Schulkinder deutlich zugenommen. Denn jede Mutter und jeder Vater ist froh, wenn das Kind in der Schule regelmäßig etwas zu essen bekommt und somit zu Hause mehr für die anderen Familienmitglieder übrigbleibt. Und jeder weiß aus eigener Erfahrung: Lernen ohne knurrenden Magen erhöht den Lernerfolg und die Freude am Lernen.“
Bildung braucht langfristige Unterstützung
Weiters unterstreicht die UNESCO in ihrem Weltbildungsbericht 2026 die Tatsache, dass nachhaltiger Bildungsfortschritt nicht durch einzelne kurzfristige Projekte entsteht, sondern durch langfristige Investitionen und ein funktionierendes und vertrauenswürdiges Zusammenspiel zwischen Institutionen bzw. Projektpartnern. Punkte, die auch der Programmarbeit von Jugend Eine Welt seit 29 Jahren zugrunde liegen. Beispielsweise erhalten Straßenkinder in von Jugend Eine Welt geförderten Bildungs- und Sozialprojekten in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa nicht nur einen Schulplatz, sondern zunächst Schutz, Unterkunft, Ernährung, Gesundheitsversorgung und psychosoziale Betreuung. Darüber hinaus wird den Jugendlichen in der Folge auch die Möglichkeit geboten, eine Berufsausbildung zu absolvieren, um später ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. „Wenn Kinder nicht oder nur unregelmäßig zur Schule gehen, sinken ihre Chancen auf eine qualifizierte Ausbildung und ein eigenes Einkommen. Bildung ist deshalb einer der wichtigsten Wege, diesen Kreislauf langfristig zu durchbrechen. Ganz dem Slogan von Jugend Eine Welt entsprechend: Bildung überwindet Armut!“, so Heiserer. „Ich bitte Sie daher: Unterstützen Sie unsere wichtige Arbeit und ermöglichen Sie mit Ihrer Spende Kindern einen Schulbesuch.“
Weiterführende Informationen:
Jugend Eine Welt: www.jugendeinewelt.at/bildung
Global Education Monitoring Report: https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000397618
Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!