273 Millionen Kinder und Jugendliche haben laut einer Studie der UNESCO keinen ausreichenden Zugang zu Bildung. Das bedeutet: Etwa jedes sechste Kind ist weltweit von fehlender oder unzureichender Schulbildung betroffen. Ausschlaggebend für die in den vergangenen Jahren wieder gestiegenen Zahlen sind unter anderem bewaffnete Konflikte, wirtschaftliche Krisen sowie starkes Bevölkerungswachstum in bestimmten Regionen. „Lesen und schreiben zu können ist kein Luxus, sondern ein fundamentales Menschenrecht. Dennoch bleibt Bildung für viele Kinder unerreichbar. Sei es aufgrund von Armut, Diskriminierung oder fehlender Infrastruktur“, betont Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, anlässlich des „Welttag des Buches“ am 23. April. „Darüber hinaus verschärft der Mangel an Schulgebäuden, Lehrmaterialien und qualifiziertem Personal die Situation weiter. Bitte unterstützen Sie mir Ihrer Spende unsere wichtigen Bildungsprojekte, damit alle Kinder auf unserer EINEN Welt eine Chance auf eine bessere Zukunft haben. Denn Bildung überwindet Armut!“
Jugend Eine Welt ermöglicht Zugang zu Bildung
Jugend Eine Welt erinnert anlässlich des „Welttag des Buches“ daher nicht nur an die Bedeutung von Literatur, sondern lenkt auch den Blick auf globale Bildungsungleichheiten sowie auf die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, diesen entgegenzuwirken. Gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos, langjährige Projektpartner der österreichischen Entwicklungsorganisation, setzt sich Jugend Eine Welt seit der Gründung im Jahr 1997 weltweit für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Im Fokus stehen dabei Bildungsprojekte, die nachhaltige Perspektiven schaffen.
Ein aktuelles Beispiel einer solchen, von Jugend Eine Welt finanzierten Bildungseinrichtung, befindet sich im südindischen Wyra, im Bundesstaat Telangana. In der ländlich geprägten Region sind insbesondere Kinder aus Dalit-Familien stark benachteiligt. Trotz gesetzlicher Verbote prägt das Kastensystem weiterhin den Alltag, mit gravierenden Folgen für den Zugang zu Bildung. Diskriminierung bei Schulaufnahmen, Vorurteile im Schulalltag und zusätzliche Kosten für Lernmaterialien stellen oft unüberwindbare Hürden dar.
Zehn neue Klassenräume, Schulbildung für 800 Kinder und Jugendliche
Hier setzt die von Jugend Eine Welt unterstützte Don Bosco-Schule Wyra an. Sie bietet Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und fördert aktiv ein inklusives Lernumfeld. „Um der steigenden Zahl an Schülern gerecht zu werden, wurde der Schulcampus zuletzt umfassend erweitert. Der neue, auf das bisherige Schulgebäude aufgesetzte, erste Stock beinhaltet zehn zusätzliche Klassenräume, zwei Sanitäranlagen, eine Bibliothek sowie einen Multifunktionsraum.“ erzählt Heiserer, der bei der Eröffnung persönlich vor Ort war. Darüber hinaus garantiert eine neu installierte 30-kW-Photovoltaikanlage ab sofort eine unabhängige und umweltfreundliche Energieversorgung. „Rund 800 Kinder und Jugendliche profitieren direkt von den verbesserten Lernbedingungen. Gleichzeitig entstehen Räume, die auch der lokalen Gemeinschaft zur Verfügung stehen und das soziale Miteinander stärken“, führt der Jugend Eine Welt-Geschäftsführer weiter aus. „Dieses Projekt zeigt, wie gezielte Investitionen in Bildung ganze Regionen verändern können. Es geht nicht nur um Schulräume, sondern um Würde, Chancengleichheit und Zukunft.“ Jugend Eine Welt ruft anlässlich des Welttages des Buches daher dazu auf, sich für globale Bildungsgerechtigkeit einzusetzen. „Denn jedes Kind hat das Recht auf Bildung – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status“, so Heiserer abschließend.