Die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt engagiert sich seit der Gründung im Jahr 1997 im Kampf gegen Kinderarbeit. Neben der Unterstützung von Bildungs- und Sozialprojekten vor Ort in Ländern des Globalen Südens, bildet auch die Aufklärungsarbeit zum Thema Kinderarbeit und globale Lieferketten in Österreich einen wichtigen Teil der Arbeit zur Sensibilisierung der Menschen. Die von Jugend Eine Welt initiierte „Aktionsgruppe gegen Kinderarbeit“ erhielt nun den diesjährigen Florian-Kuntner-Preis in der Kategorie "Bildungsarbeit für Eine Welt".
Außergewöhnliches Engagement
Erzbischof Josef Gründwidl würdigte im Zuge der Preisübergabe das außergewöhnliche Engagement der insgesamt neun prämierten Initiativen, die im Sinne des 1994 verstorbenen Wiener „Weltkirche- und Friedensbischofs“ Florian Kuntner Frieden, Solidarität und Entwicklung fördern. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit der Erzdiözese Wien ausgelobt, 2026 bereits zum zwölften Mal. Auch heuer wurden wieder zahlreiche eindrucksvolle Projekte eingereicht, was die große Vielfalt und den Einsatz für eine gerechtere Welt eindrucksvoll unterstreicht.
Kinderarbeit stoppen
Ziel der von Jugend Eine Welt gegründeten "Aktionsgruppe gegen Kinderarbeit" ist es, junge Menschen in Österreich dafür zu sensibilisieren, dass Kinderarbeit und ausbeuterische globale Lieferketten eine schwerwiegende Verletzung der Menschenwürde darstellen. Den Einstieg in das Bildungsprogramm bildeten Kick-off-Veranstaltungen, die einen niederschwelligen Zugang zu den Themen ermöglichten. Darauf aufbauend fanden vertiefende Bildungsangebote statt. Regelmäßige Austausch- und Planungstreffen boten Raum für inhaltliche Vertiefung, Reflexion und gemeinschaftliche Entwicklung neuer Ideen.
„Der Florian-Kuntner-Preis ist für Jugend Eine Welt eine große Ermutigung, unseren eingeschlagenen Weg weiterzugehen: Bildung, Aufklärung und gemeinsames Handeln als starke Werkzeuge für mehr globale Gerechtigkeit. Denn Kinderarbeit ist kein fernes Problem, sondern eng mit unserem Konsum und globalen Lieferketten verbunden. Unser Wohlstand darf nicht auf der Ausbeutung von Menschen im Globalen Süden basieren. Umso wichtiger ist es, dass wir gerade in Österreich hinschauen, verstehen und Verantwortung übernehmen“, bedankt sich Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, im Namen des Teams für die Auszeichnung.