„Haiti steckt in einer Humanitären Krise. Oft haben die Menschen keinen Strom, kein Wasser. Die Nahrungsmittel sind teuer, die Arbeitslosigkeit hoch“, berichtet Don Bosco-Schwester Pierre Myrlene Felix bei ihrem Besuch in Wien. Die langjährige Jugend Eine Welt-Projektpartnerin leitet auf Haiti das Pädagogische Büro der Don Bosco Schwestern. Rund 25.000 Kinder Kinder und Jugendliche werden in ihren Einrichtungen auf der Karibik-Insel betreut und erhalten so eine wichtige Schul- und Berufausbildung.
Gewalt bestimmt Alltag in der Port-au-Prince
Vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince ist die Lage weiterhin äußerst angespannt. Bewaffnete Banden kontrollieren 80% der Stadt und bestimmen den Alltag durch Gewalt, Entführungen und Blockaden. Dazu kommt, dass Haiti seit 2021 keine Staatspräsidenten hat und von Premierminister Alix Didier Fils-Aimé geführt wird.
Wichtige Bildung trotz unsicherer Lage
Die Don Bosco-Schwestern mussten drei Standorte in Port-au-Prince aufgrund zu hoher Sicherheitsrisiken vorübergehend zusperren. In den anderen – von der Polizei gesicherten Stadtteilen – erhalten die Kinder und Jugendlichen in einer sicheren Umgebung wichtigen Unterricht. „Haitianer sind von Grund auf hoffnungsvolle und mutige Menschen. Dementsprechend nehmen sie die derzeit auf Haiti vorherrschenden Zustände auch an. Gerade die Jugendlichen wissen: Nur mit Bildung kann ich der Armutsspirale entfliehen, denn ein Beruf ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft“, erzählt Sr. Pierre Myrlene.
Hoffnungsträger Jugend
Die Don Bosco-Schwestern arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen, geben ihnen Schutz und Hoffnung. „Die jungen Menschen sind unsere wichtigste Ressource für eine bessere Zukunft. Wir versuchen ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen, die ihnen erlaubt später ein regelmäßiges Einkommen zu generieren und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wir wollen sie auch zum Bleiben bewegen. Denn viele Jugendliche wollen aufgrund der aktuellen humanitären Situation weg von Haiti“, so Sr. Pierre Myrlene Doch dieses Engagement benötigt auch Hilfe von außen. „Es fehlt an Computern, an erneuerbarer Energie. Wir sind Jugend Eine Welt sehr dankbar, dass sie uns seit so vielen Jahren bei unseren Bildungsprojekten unterstützen.“