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Dossier Kinder und Krieg zum Downloaden


ehemalige Kindersoldatinnen in Sri Lanka, Foto: Mathias Silveri
ehemalige Kindersoldatinnen in Sri Lanka, Foto: Mathias Silveri

Kindersoldaten weltweit

    Weltweit gibt es etwa 250.000 Kindersoldaten. Minderjährige werden vom Militär und Rebellengruppen rekrutiert und in bewaffneten Konflikten als Kindersoldaten eingesetzt. Doch nicht nur Kinder und Jugendliche im Kampfeinsatz sind massiv von den Auswirkungen kriegerischer Konflikte betroffen.

    Gewalt, Flucht und Angst traumatisieren junge Menschen schwer. In jungen Jahren haben Kinder, die in Bürgerkriegsgebieten oder politisch unstabilen Regionen leben, oft schon mehr Grauen erlebt, als wir uns vorstellen können.

    In den von Jugend Eine Welt unterstützten Don Bosco Projekten werden diese Kindersoldaten aufgefangen. In speziellen Reintegrationsprogrammen werden sie psychologisch, therapeutisch und pädagogisch betreut. Den Kindersoldaten, die Krieg hautnah miterlebt haben wird in den Don Bosco Zentren geholfen, ihre Traumata zu verarbeiten.

    Sie erhalten die Chance auf ein glückliches, selbstbestimmtes Leben. Helfen Sie uns dabei!

    Wer gilt als KindersoldatIn?

      Als „Kindersoldaten“ bezeichnet man alle Kinder unter 18, die in jeglicher Form in Streitmächten oder bewaffneten Gruppierungen mitwirken. Sei es als Soldaten, Köche, Gepäckträger, Kuriere oder Begleiter solcher Gruppen – die Kinder müssen nicht zwangsläufig bewaffnet sein.

      Vom Kind zum Soldaten, zur Soldatin

        Kinder werden auf verschiedene Weise rekrutiert und als SoldatInnen eingesetzt: manche werden zwangsverpflichtet oder entführt, andere wiederum werden willkürlich aufgegriffen und gezwungen sich bewaffneten Gruppen anzuschließen. Kinder aus armen Familien sind besonders betroffen. Da sie sich meistens auf den Straßen aufhalten werden sie einfacher das Ziel von Zwangsrekrutierung. In manchen Ländern werden auch Schulen umzingelt und die SchülerInnen zwangsrekrutiert.


        Kinder schließen sich aber auch selbst bewaffneten Truppen an. Dies geschieht meistens aus ihrer wirtschaftlichen Lage heraus: Hunger und Armut führen sie dazu. Sie glauben,  dass es die einzige Möglichkeit ist, regelmäßige Mahlzeiten, Kleidung und medizinische Betreuung zu erhalten. Kinder wissen nicht, was sie erwartet und ihr Gutglauben wird für  kriegerische Zwecke missbraucht.  In einem Umfeld, das von Gewalt geprägt ist, fühlen sich die Kinder manchmal sicherer, wenn sie selbst auch eine Waffe in der Hand haben. Außerdem verleiht ihnen die Waffe  ein Gefühl von Macht, das sie dafür einsetzen können, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.

        ehemaliger Kindersoldat in Sri Lanka, Fotos: Matthias Graben / WAZ FotoPool

        Ein ehemaliger Kindersoldat berichtet: Vom Spielplatz an die Front

          Von 1983 bis 2009 tobte in Sri Lanka ein grausamer Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen der 75.000 Todesopfer forderte. Viele Kinder wurden in dieser Zeit als Soldaten zwangsrekrutiert. Eines dieser Kinder war der heute neunzehnjährige Marwin. Eineinhalb Jahre kämpfte er für die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE).

          Begonnen hat alles für den damals 15 Jahre alten Marwin auf einem Spielplatz in seinem Dorf. LTTE-Kämpfer entführten ihn und brachten ihn in ein Ausbildungslager. Dort begann seine militärische Ausbildung und sein Leben als Kindersoldat. Eineinhalb Jahre später gelang ihm die Flucht und landete mit seinem Bruder bei den Salesianern Don Boscos. Marwin erhielt hier eine Ausbildung zum Schreiner und ist heute Ausbildner für Jugendliche.

          Die ganze Geschichte über Marwins Leben als Kindersoldat finden Sie hier.


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