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Dieses Projekt wird unterstützt durch das Land Tirol.

    Zurzeit abgeschlossenes Projekt

      Wenn Sie nähere Informationen zu diesem derzeit ausfinanzierten Projekt wünschen oder an einer Finanzierung dieses Projektes Interesse haben, geben wir Ihnen dazu gerne persönlich Auskunft.

      In kurzer Zeit können wir den aktuellen Stand und Bedarf in dem nachstehenden Projekt erheben. Dieses Projekt ist nur eines aus der großen Zahl an Projekten, die uns aus den verschiedensten Ländern und zu den verschiedensten Themen vorgelegt werden. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen können.

      Mail: spenden@jugendeinewelt.at

      Tel: +43 (0)1 879 07 07

      Vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit von Jugend Eine Welt.

       

       

      Benin: Schutz und Betreuung für Teenagermütter

        In der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Benin, Cotonou, sind die Projektpartnerinnen von JUGEND EINE WELT, die Don Bosco Schwestern, im Armenviertel Zogbo angesiedelt. Gemeinsam mit den Bewohnern des Viertels suchen sie nach Strategien zur Verbesserung ihrer Lebenssituation, vor allem der von Armut und Ausgrenzung betroffenen Kinder und Jugendlichen. Der Schwerpunkt der Arbeit der Don Bosco Schwestern liegt auf der Unterstützung und Förderung von Mädchen und jungen Frauen, die von Missbrauch und Gewalt betroffen sind.

         

        Frauen sind für die Entwicklung eines Landes ein wesentlicher Faktor: Schulbildung der Kinder, Hygiene, Kinderrechte und ihre eigenen Rechte können ohne die aktive Teilnahme der Frauen nicht gelöst werden. Dennoch wird ihre Meinung in vielen Familien nicht geschätzt und berücksichtigt, ja nicht einmal zugelassen. Noch schlimmer ist, dass sie häufig Opfer von Gewalt sind, was nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch verletzend und erniedrigend. Die Gewalt beinhaltet auch sexuellen Missbrauch. Wenn eine Frau es wagt, das Thema anzusprechen, muss sie in der Mehrzahl der Fälle noch mehr Gewalt erleiden und kann nicht einmal davon träumen, Anzeige zu erstatten oder die zuständigen Behörden zu informieren.

         

        Frauen erstatten nur in sehr seltenen Fällen von Gewalt Anzeige. Sie kennen ihre Rechte und die Gesetzeslage nicht. Außerdem wissen sie oft nicht um die Einrichtung zu ihrem Schutz, die sie in Anspruch nehmen könnten. Hinzu kommen die Angst und die vorherrschende Meinung nach der alle Konflikte oder Probleme in der Familie geregelt werden müssen. Die Gewaltausübenden wissen, dass sie keine Anzeige riskieren und ahnen nicht einmal, dass ihr Vergehen gesetzlich verboten ist und Strafen nach sich ziehen würde. Es handelt sich also darum, einerseits gegen die Ignoranz und die Angst der Frauen zu kämpfen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Aggressoren anzuzeigen ohne dass sie selbst sich damit in Gefahr begeben und andererseits die Gesellschaft, vor allem Männer, in Hinblick auf die Gesetze und die strafrechtliche Verfolgung zu sensibilisieren.

        Projektbeschreibung:

        Das Projekt „Haus der Sonne – Schutz und Betreuung für Teenagermütter“ beinhaltet zwei Hauptaufgaben:

        • Zum einen die Eröffnung und das Betreiben eines Aufnahmezentrums für Teenagermütter und ihre Kinder, wo ihnen Schutz und Betreuung geboten wird.
        • Zum anderen die Sensibilisierung der lokalen Gesellschaften um sexuelle Gewalt zu verhindern.

         

        Derzeit leben im „Haus der Sonne“ 10 Teenagermütter mit ihren Kindern. Für deren Betreuung stehen zwei PsychologInnen, zwei Kinderbetreuerinnen sowie drei SozialarbeiterInnen für die jungen Mütter (jeweils tagsüber, nachts und am Wochenende) zur Verfügung.

         

        Die Psychologin spricht mit den Teenagermüttern über ihre Lebensumstände und hilft ihnen dabei, ihre schwierige Situation in den Griff zu bekommen. Ebenso klärt sie die jungen Mütter über ihre Rechte auf und versucht ebenso deren Mütter über die Gefahren zu informieren, denen sie und vor allem ihre Töchter aufgrund der sexuellen Gewalt ausgesetzt sind. Der Psychologe ist vor allem für die Zusammenarbeit mit den umliegenden Polizeistationen vom Markt Dantokpa gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der Schwestern Don Boscos zuständig. Ebenso ist der Psychologe bei den wöchentlichen Kontroll-Gängen auf dem Markt Dantokpa dabei, die ebenfalls von den Schwestern Don Boscos bereits seit mehreren Jahren organisiert werden.

         

        Eine der beiden Kinderbetreuerinnen ist eine Kinderkrankenschwester. Die beiden Betreuerinnen geben den Kindern psychologische Hilfe und stellen eine durchgehende Betreuung mit Aktivitäten wie Spielen usw. sicher. Ebenso stehen sie den Teenagermüttern mit Ratschlägen für die Erziehung der Kinder zur Verfügung.

         

        Die SozialarbeiterInnen versuchen die familiäre Situation zu klären um die Wiedereingliederung der Teenagermütter in ihre Familien zu ermöglichen. Ebenso sind die SozialarbeiterInnen für die Sensibilisierung in Schulen gemeinsam mit der Psychologin zuständig. Die Sensibilisierungsaktivitäten werden natürlich auch innerhalb der Gesellschaft, vor allem am Markt Dantokpa, durchgeführt.

        Projektziele:

        • Schutz von Teenagermüttern vor sexueller Gewalt
        • Betreuung mit psychologischer und medizinischer Hilfe
        • Unterstützung der jungen Mütter bei der Erziehung
        • Aufklärung von Mädchen und jungen Müttern über ihre Rechte
        • Wiedereingliederung der Teenagermütter in ihre Familien
        • Sensibilisierung der Gesellschaft gegenüber dem Tabu-Thema Gewalt an Mädchen und Frauen

        Projektaktivitäten:

        • Wöchentliches Zusammentreffen aller Teenagermütter mit der Koordinatorin, den PsychologInnen und den SozialarbeiterInnen. Hier werden aktuelle Probleme und Anliegen besprochen und Lösungen dafür gesucht.
        • Wöchentliche Gespräche der Psychologin mit den Teenagermüttern.
        • Betreuung der Kinder und Unterstützung der jungen Mütter bei der Erziehung
        • Aufklärung der familiären Situation der Teenagermütter zum Zwecke der Wiedereingliederung in ihre Familien
        • Vermittlung von Praktika für die Teenagermütter
        • Herstellung von Sensibilisierungsmaterialien
        • Sensibilisierungsaktivitäten in drei Schulen
        • Zusammenarbeit mit der Polizei, mit Verantwortlichen des Marktes Dantokpa und staatlichen Organisationen in Benin im Rahmen der Sensibilisierungsaktivitäten
        • Ausbildung von Partnern und anderen Akteuren am Markt um das notwendige Wissen zu vermitteln und um die Sensibilisierungsarbeit zu fördern.
        • Ausbildung für die MitarbeiterInnen des „Hauses der Sonne“ um die Sensibilisierungsaktivitäten vor allem in Schulen noch besser durchführen zu können.


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