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Hunger und Krieg im Südsudan


Weitere Berichte über die Lage im Südsudan sowie die Hilfe der Don Bosco Partner von Jugend Eine Welt finden sich hier

    Hilferuf aus dem Südsudan: Humanitäre Luftbrücke ein Gebot der Stunde

      G7 Gipfel: "komplettes Versagen von Vernunft und Menschlichkeit" / Jugend Eine Welt und Don Bosco helfen vor Ort / Schwester Ruth Mora: "Wir brauchen dringend Nahrung, Wasser und Saatgut, wir brauchen Flugzeuge!"

      29. Mai 2017 - Das Scheitern des G7-Gipfels in Bezug auf die Bekämpfung der katastrophalen Hungerkrise in Ostafrika wird zahlreiche Menschenleben kosten und ist ein "komplettes Versagen von Vernunft und Menschlichkeit", so Reinhard Heiserer von der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt.

      Weder wurden in Taormina finanzielle Zusagen gemacht, noch wurden diplomatische Offensiven angekündigt, um etwa den kriegerischen Konflikt im Südsudan einzudämmen, wo mehr als 5,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Heiserer: "Noch nie waren Hilfe und Solidarität der Zivilgesellschaft so wichtig wie in diesen Tagen, um den qualvollen Hungertod unzähliger Menschen abzuwenden, die von der hohen Politik im Stich gelassen werden. Wir bitten dringend um Spenden für unsere Nothilfeprojekte in Ostafrika. Gleichzeitig appellieren wir an die Österreichische Bundesregierung, zusätzliche Hilfsmittel für Hungerhilfe zur Verfügung zu stellen und sich politisch verstärkt in Ostafrika zu engagieren."

      "Bitte schickt Flugzeuge!"
      Insbesondere müsse dringend eine internationale Luftbrücke in die Hungergebiete im Südsudan eingerichtet werden, denn aufgrund der bedrohlichen Sicherheitslage und der einsetzenden Regenzeit sei der Transport von Hilfsgütern auf dem Landweg immer schwerer möglich.

      "Bitte leitet unseren Hilferuf weiter: Wir brauchen dringend Nahrung, Wasser und Saatgut, wir brauchen Flugzeuge!", wandte sich Don Bosco Schwester Ruth Mora vor kurzem an die Partnerorganisation Jugend Eine Welt in Österreich. Trotz der katastrophalen Sicherheitslage bleiben die Don Bosco Schwestern und Salesianer Don Boscos weiterhin im Südsudan und versorgen an mehreren Standorten tausende Kinder bzw. Notleidende mit Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe. Zudem betreiben sie Bildungszentren und landwirtschaftliche Programme.

      Spezialnahrung für hungernde Kleinkinder
      "Das größte Problem ist der Hunger, die Flüchtlinge kommen mit leeren Händen und immer mehr Menschen sind völlig von Nahrungsmittelhilfe abhängig. Keiner kann sich den Kauf von Essen leisten, weil die Inflation so hoch ist. Nicht einmal in den überfüllten Lagern gibt es genug zu essen und genügend Wasser", beklagt Sr. Ruth. Doch während in den Lagern wenigstens niemand an Hunger stirbt, sind außerhalb der Lager zahlreiche Menschen in Lebensgefahr. Daher versorgen die Don Bosco Schwestern derzeit Flüchtlinge und Notleidende außerhalb der Camps mit Spezialnahrung, die u.a. besonders nahrhaftes Moringa-Pulver enthält, das in Gumbo angebaut wird.

      Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen unterernährte Kleinkinder: "In zwei Tagen haben wir 300 Kinder abgewogen, von denen 200 im Alter zwischen drei und sechs Jahren unterernährt und 170 nahe am Verhungern waren," berichten die Jugend Eine Welt Projektpartner.

      Während die Situation in Gumbo relativ ruhig ist, eskaliert die Gewalt in anderen Landesteilen, auch in der Nähe von Don Bosco Standorten wie Wau. Zudem hat die Regenzeit begonnen, die Straßen sind zunehmend unpassierbar und auch die Gefahr der Cholera steigt. Verstärkte Lufttransporte, die bisher nur vereinzelt durchgeführt wurden, wären deshalb ein Gebot der Stunde.

      Bildung zentral für den Frieden
      Ein zentrales Anliegen der Don Bosco Schulen im jüngsten Staat der Welt ist es, das friedliche Zusammenleben der einzelnen Volksgruppen langfristig zu fördern. Sr. Ruth Mora sagt: "Wir sind hier, um die Hoffnung der Menschen zu stärken und sie dabei zu unterstützen, besser zusammenzuleben. Das wird Zeit brauchen, aber wir bleiben an ihrer Seite. Wir laufen nicht davon, auch wenn die Zeiten jetzt sehr schwer sind. Unser Einsatz im Bereich der Bildung und der Integration aller ethnischen Gruppen ist ein wichtiger Beitrag, damit hier wieder Frieden entstehen kann. Bildung ist zentral."

      Bitte helfen Sie uns helfen!


      Jugend Eine Welt Spendenkonto
      Kennwort: Hungerhilfe
      IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000


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