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    Handys, Schokolade, Zucker, Baumwolle: in zahlreichen Produkten steckt Kinderarbeit

      Jugend Eine Welt ruft anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit am 12. Juni zum Kauf von Produkten aus fairem Handel auf

      Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit weist die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt darauf hin, dass in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs Kinderarbeit stecken kann - in Handys, Textilien, Schuhen, Spielsachen, Natursteinen und Teppichen ebenso wie in Schokolade, Zucker, Baumwolle, Palmöl, Reis oder Fisch. Konsumenten - insbesondere auch Großverbraucher wie Vereine, Kantinen oder Kirchengemeinden - sollten nach Möglichkeit zu Produkten aus fairem Handel greifen.

      "193 Staaten, darunter Österreich, haben 2015 im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele versprochen, Kinderarbeit bis zum Jahr 2025 ein Ende zu setzen und so rasch wie möglich gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit vorzugehen. Doch noch immer werden mindestens 128 Produkte in 74 Ländern von Kindern hergestellt, oft unter lebensgefährlichen Bedingungen und mit minimaler oder keiner Bezahlung", so Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt. "Wir appellieren an Wirtschaftsbetriebe bzw. den Handel, Transparenz in ihren Lieferketten einzufordern bzw. faire Produkte verstärkt in ihr Angebot aufzunehmen."

        Es geht auch anders
        So hätten Kunden von großen Mobilfunk-Anbietern wie "Drei" oder "A1" bis jetzt nicht die Möglichkeit, sich für ein "Fairphone" zu entscheiden, während "T-Mobile" es im Angebot hat. Heiserer: "Für immer mehr Menschen ist heute das beste Produkt nicht jenes, das die meisten Zusatzfunktionen hat und am meisten glänzt, sondern eines, das solide funktioniert, leicht reparierbar ist, günstige Ersatzteile hat und sowohl ökologisch wie auch ethisch vertretbar ist. Entsprechende Initiativen sollten von allen Seiten gefördert und weiterentwickelt werden." Jugend Eine Welt selbst ist Mitträger von FAIRTRADE Österreich und der Clean Clothes Kampagne.

        Kinderarbeiter brauchen Alternativen
        Die Hilfsorganisation fördert in zahlreichen Ländern schwerpunktmäßig Don Bosco-Projekte, die Kindern und Jugendlichen den Ausstieg aus missbräuchlichen Arbeitsverhältnissen ermöglichen und ihnen über Schul- und Berufsausbildung eine zweite Chance geben. So auch in der Demokratischen Republik Kongo, dem wichtigsten Herkunftsland der für Mobiltelefone nötigen Rohstoffe Coltan und Kobalt. Nahe der Kleinstadt Rubaya in der Region Nord-Kivu hat Don Bosco eine kleine Schule neben einer Coltan-Mine errichtet, die von rund 80 "Minenkindern" besucht wird. "Die Jungen arbeiten in den Minen, die Mädchen machen Essen und arbeiten leider häufig als Prostituierte. Die meisten Kinder stammen aus armen, entwurzelten Familien oder kommen aus Flüchtlingslagern, wo sie keine Perspektive für sich sehen", berichtet Jugend Eine Welt-Projektpartner Pater Dominique Kubuya. Nun soll mit Hilfe aus Österreich auch ein kleines Mädchenhaus neben der Mine errichtet werden, in dem Mädchen, die schlimme Gewalterfahrungen machen mussten und häufig von ihren Familien verstoßen wurden, Schutz finden.

        Bitte helfen Sie uns helfen!
        Jugend Eine Welt bittet um Spenden, um Kindern den Ausstieg aus missbräuchlicher Kinderarbeit zu ermöglichen:

        Jugend Eine Welt Spendenkonto
        IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000
        SWIFT/BIC: RZTIAT22
        oder online auf www.jugendeinewelt.at

        Ausgewählte Produkte, in denen Kinderarbeit steckt und einzelne Herkunftsländer:


          Gold (21 Länder, darunter Äthiopien, Ecuador, DR Kongo)
          Ziegel (18 Länder, u.a. Afghanistan, Bangladesch, Indien)
          Baumwolle (17 Länder, u.a. Aserbaidschan, Ägypten, Türkei)
          Zuckerrohr (17 Länder, u.a. Bolivien, Guatemala, Uganda)
          Kaffee (16 Länder, u.a. Kolumbien, Mexiko, Tansania)
          Tabak (16 Länder, u.a. Argentinien, Indonesien, Kenia)
          Fisch (9 Länder, u.a. Kambodscha, Ghana, Philippinen)
          Reis (9 Länder, u.a. Burma, Indien, Kenia)
          Steine (8 Länder, .a. Ägypten, Indien, Nepal)
          Textilien (7 Länder, u.a. Bangladesch, Nepal, Vietnam)
          Kakao (6 Länder, u.a. Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria)
          Diamanten (6 Länder, u.a. Angola, Liberia, Sierra Leone)
          Tee (6 Länder, u.a. Malawi, Uganda, Vietnam)
          Schuhwerk (5 Länder, u.a. Bangladesch, Indien, Indonesien)
          Feuerwerkskörper (5 Länder, u.a. El Salvador, Indien, Peru)
          Teppiche (5 Länder, u.a. Afghanistan, Iran, Pakistan)
          Bananen (Belize, Ecuador, Nicaragua, Philippinen)
          Cashewnüsse (Brasilien, Guinea, Vietnam)
          Palmöl (Indonesien, Malaysia, Sierra Leone)
          Vanille (Madagascar, Uganda)
          Elektroartikel (China)
          Koltan (Demokratische Republik Kongo)
          Mode-Accessoires (Philippinen)
          Kartoffel (Libanon)
          Seide (Indien)
          Spielwaren (China)
          Haselnüsse (Türkei)

          Quelle: List of Goods Produced by Child Labor or Forced Labor, United States Department of Labor 2016; Auswahl: Jugend Eine Welt



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