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Schulstart: Millionen Kinder weltweit gehen nicht in die Schule

    Tausende Taferlklassler in Österreich starten nun ihre Schulkarriere - in vielen anderen Ländern ist Lesen und Schreiben zu lernen immer noch ein Privileg

    "A, B, C und 1, 2, 3, das lernst du in der Schule und hast viel Spaß dabei." Für knapp 84.000 Taferlklassler in ganz Österreich beginnt nun in den ersten beiden Septemberwochen der gerne von Erwachsenen so bezeichnete "Ernst des Lebens". Aufgeregt starten die Mädchen und Buben in ihre schulische Karriere, die für alle mindestens neun Jahre lang andauern wird.

    Was in Österreich seit Maria Theresias Zeiten eine Selbstverständlichkeit ist, das ist es im 21. Jahrhundert in vielen anderen Ländern der Erde noch nicht: Der (verpflichtende) Schulbesuch für alle Kinder. Lesen und Schreiben zu lernen ist für viele benachteiligte Kinder und Jugendliche ein Privileg. Doch Lesen und Schreiben zu können, ist eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Daran erinnert die UNESCO am bevorstehenden Weltalphabetisierungstag, dem 8. September.

    Millionen Analphabeten
    Laut dem jährlich erstellten Weltbildungsbericht der UNESCO waren es im Jahr 2015 weltweit immer noch 58 Millionen Kinder sowie 63 Millionen Jugendliche, die keinen Zugang zu einer Grund- und Sekundarschule hatten. Rund 781 Millionen Menschen weltweit gelten als Analphabeten (fast zwei Drittel davon sind Frauen). "Die Welt hat aber in ihrer Bestrebung hin zur 'Bildung für alle' Fortschritte gemacht", sagt UNESCO-Generalsekretärin Irina Bokova. Das im Jahr 2000 ausgerufene und 2015 ausgelaufene Weltaktionsprogramm "Bildung für Alle" hat doch viele Regierungen dazu veranlasst, ihre Ausgaben für Bildung zu erhöhen (1999 gingen weltweit 214 Millionen Kinder und Jugendliche nicht in eine Schule). Zumindest einem Viertel der Länder sei es gelungen, in den 15 Jahren des Aktionsprogramms die Analphabetenrate unter Erwachsenen um 50 Prozent zu senken.

    Das Weltaktionsprogramm wurde mittlerweile abgelöst durch die globale Bildungsagenda 2030. Diese wird innerhalb der Vereinten Nationen von der UNESCO koordiniert. Diese Agenda ist integraler Bestandteil der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs), die im Vorjahr festgelegt wurden. Bildung 2030 soll das Ziel 4 der SDGs umsetzen und "bis 2030 für alle Menschen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen".

    Bildung überwindet Armut
    Bildung ist eine Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Lebensqualität, für die Überwindung von Armut, für die Erreichung der Chancengleichheit der Geschlechter, die Verringerung der Kindersterblichkeit und des Bevölkerungswachstums, nachhaltige Entwicklung, und letztendlich für Frieden und Demokratie (UNESCO).

    Die Chance auf Bildung zu ermöglichen, das auch das Ziel vieler von Jugend Einer Welt unterstützter Projekte weltweit. Ob der (Neu-)Bau von Schulen, die Bereitstellung oder Verbesserung der für einen Unterricht notwendigen Materialien, das Angebot an speziellen (Berufs-)Ausbildungskursen für Jugendliche - all das sind für Jugend Eine Welt entscheidende Kriterien für eine Investition, um dem Ziel der Bildung für Alle näher zu kommen.

    Hier findet sich eine kleine Auswahl an von Jugend Eine Welt (mit-)finanzierten Schulprojekten:

    • Kinderdorf mit Nachhilfe-Schule


    Helfen auch Sie bitte mit, benachteiligten Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch zu ermöglichen!




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