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Welttag der Humanitären Hilfe: Bildung kann nicht warten

    75 Millionen Kinder in Krisenregionen können nicht zur Schule gehen / Jugend Eine Welt bittet dringend um Unterstützung für Don Bosco Hilfsprojekte im Südsudan

    Am 19. August, dem Welttag der Humanitären Hilfe, wird zur Solidarität mit Millionen Menschen aufgerufen, die Nothilfe benötigen. Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt macht aus diesem Anlass auf den chronisch unterfinanzierten Bereich der Bildung in der humanitären Hilfe aufmerksam - nur zwei Prozent der internationalen Nothilfegelder wurden in den vergangenen Jahren für Bildungsprojekte aufgewendet. Dem steht ein enormer Bildungsbedarf gegenüber: In 35 von Krisen betroffenen Ländern können derzeit geschätzte 75 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen. "Nur die Hälfte aller Flüchtlingskinder hat die Chance auf Grundschulbildung, nur ein Viertel kann eine weiterführende Schule besuchen. Das bedeutet nicht nur, dass diese Kinder ihrer individuellen Zukunftschancen beraubt werden, es hat auch katastrophale Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Länder", so Jugend Eine Welt Vorsitzender Reinhard Heiserer. "Zudem sind Jugendliche ohne Bildung und ohne Perspektive besonders gefährdet, von extremistischen Gruppierungen rekrutiert zu werden."


    Positiv bewertet die Hilfsorganisation den im Frühjahr 2016 ins Leben gerufenen globalen Bildungsfonds "Education cannot wait", in dessen Rahmen die EU zusagte, noch heuer vier Prozent ihrer humanitären Hilfe für den Bildungsbereich bereitzustellen. Doch auch das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein und ändere wenig an der harten Realität vor Ort, bedauert Heiserer. Noch nicht einmal in Flüchtlingslagern ist derzeit der Schulbesuch aller Kinder gewährleistet - so können nur 56 Prozent der Kinder in äthiopischen Flüchtlingslagern und nur 43 Prozent der Kinder in pakistanischen Lagern zur Grundschule gehen. Mit Sekundarschulbildung schaut es noch schlechter aus: In Kenia, Pakistan und Bangladesch gehen weniger als fünf Prozent der geflüchteten Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren zur Schule.

    Don Bosco sichert Bildung in Krisenregionen - auch im Südsudan

    Ob im syrischen Aleppo oder in der umkämpften Region Juba im Südsudan - die Don Bosco-Projektpartner von Jugend Eine Welt stehen der Not leidenden Bevölkerung zur Seite, auch wenn viele internationale Hilfsorganisationen schon längst abgezogen sind. Aktuell bittet Jugend Eine Welt dringend um Hilfe für Bildungsprojekte im Südsudan, wo mehr als 900.000 Kinder und Jugendliche auf der Flucht sind. 1,8 Millionen Minderjährige - 51 Prozent aller Kinder im schulpflichtigen Alter - können nicht zur Schule gehen. Vor kurzem traf ein dringender Hilferuf der Don Bosco Schwestern ein, die in vier Schulen in Gumbo, Wau und Tonji rund 4.000 SchülerInnen betreuen: "Es fehlt an allem! Wir brauchen Schulmaterial, Kreide, Bücher, aber auch Medikamente und vor allem Geld für Nahrungsmittel ... Gott sei Dank wird gerade nicht gekämpft, aber alle haben Angst und alle haben Hunger, weil Nahrungsmittel so teuer sind und viel geplündert wurde. Unser Ziel ist, dass jedes Kind zumindest einmal täglich essen kann, wenn es zu uns in die Schule kommt." Auch die Salesianer Don Boscos im Südsudan benötigen dringend Unterstützung. In ihrer Niederlassung in Gumbo geben sie sechshundert Flüchtlingsfamilien Unterkunft, Nahrung und Schutz.


    Bitte unterstützen Sie mit Jugend Eine Welt die Don Bosco Nothilfe im Südsudan:

    Spendenkonto Jugend Eine Welt
    Kennwort "Südsudan"
    Raiffeisen Landesbank Tirol
    IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000
    BIC/SWIFT: RZTIAT22
    oder Online






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