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Appell von Malala Yousafzai an die Staatsoberhäupter


Vollständiger Text des Appells

    kick off Veranstaltung von „action/2015“ in Pakistan ©pda/action2015. 
Adeline Ogunlade Memorial Home College, Abeokuta, Nigeria
    kick off Veranstaltung von „action/2015“ in Pakistan ©pda/action2015. 
Adeline Ogunlade Memorial Home College, Abeokuta, Nigeria
    kick off Veranstaltung von „action/2015“ in Pakistan ©pda/action2015. 
Adeline Ogunlade Memorial Home College, Abeokuta, Nigeria

    Weltweiter Start von action/2015

      Große zivilgesellschaftliche Kampagne „action/2015“  startet in mehr als 120 Ländern / Malala Yousafzai: „2015 muss das Jahr sein, in dem die Welt aufwacht!“


      (15. Jänner 2015) Heute, am 15. Jänner startet eine der größten zivilgesellschaftlichen Kampagnen, die je ins Leben gerufen wurden: Mehr als 1000 Organisationen in über 120 Ländern, darunter die österreichische Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, haben sich in der internationalen Koalition „action/2015“ zusammengeschlossen. Gemeinsam appellieren sie an die Staatsoberhäupter in aller Welt, mit Entschlossenheit gegen extreme Armut, Ungleichheit und den Klimawandel vorzugehen. 

      Mit zwei entscheidenden Gipfeltreffen in New York und Paris ist 2015 diesbezüglich ein Schlüsseljahr: Im September soll die UN-Generalversammlung die neuen „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ beschließen, die die Millenniumentwicklungsziele ablösen und für alle Länder der Welt gelten sollen. Im Dezember wird über ein neues Weltklimaabkommen verhandelt.
      Sollten die beiden Gipfeltreffen scheitern, könnte sich die Zahl der in Armut lebenden Menschen auf 1,2 Milliarden im Jahr 2030 erhöhen. Damit würde weltweit jeder Dritte seinen Lebensunterhalt mit weniger als 1,70 Euro (2 US-Dollar) pro Tag bestreiten müssen, wie eine Studie der Universität Denver errechnete. Würden hingegen 2015 ehrgeizige Ziele beschlossen und entsprechende Maßnahmen gesetzt, könnte die Anzahl der in extremer Armut lebenden Menschen von heute rund einer Milliarde auf 360 Millionen im Jahr 2030 reduziert werden.

      Friedensnobelpreisträgerin Malala unterstützt „action/2015“

      Malala Yousafzai, die ihr Leben für das Recht auf Bildung riskierte, unterstützt die neue Kampagne „action/2015“, die sie bereits anlässlich der Entgegennahme ihres Nobelpreises ankündigte. Damals appellierte sie in einem offenen Brief an die Regierungen: „2015 muss das Jahr sein, in dem die Welt aufwacht. (…) Lassen Sie diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen!“  Zum Start der neuen Kampagne versichert sie: „Ich werde mich unermüdlich dafür einsetzen, die Staatsoberhäupter der Welt aufzurufen, diese Gelegenheit zu ergreifen, um jedem Kind eine kostenlose Primar- und Sekundarschulbildung angemessener Qualität zu garantieren. Das ist mein Ziel, und ich hoffe, dass meine Stimme gehört wird, denn es ist die Stimme von Millionen Kindern, die zur Schule gehen wollen.”

      Tausende Jugendliche gehen für eine bessere Welt auf die Straße

      In den nächsten Tagen finden weltweit zahlreiche Aktivitäten zum Start von „action/2015“ statt  - vom Libanon über Liberia und Norwegen bis Südafrika, Bolivien und Sri Lanka. Viele davon werden von Fünfzehnjährigen angeführt. So erhält UN Generalsekretär Ban Ki-Moon ebenso Besuch von fünfzehnjähriger AktivistInnen wie Regierungsmitglieder in Nigeria, Norwegen,Tansania und Großbritannien. In Costa Rica ist eine Massenkundgebung von jungen Leuten auf Fahrrädern geplant, ebenso in Bangladesch, wo 1000 RadfahrerInnen Spruchbanner zum Parlament bringen, um das Jugendliche eine Menschenkette bilden werden. In Indien kommt es in 15 Bundesstaaten zu Treffen von Jugendlichen und politischen Führungspersönlichkeiten;  in mehreren Städten gehen tausende Kinder, die verschiedenen Glaubensrichtungen angehören, gemeinsam auf die Straße. Im Libanon wird eine Menschenkette in Form einer 15 in der Innenstadt von Beirut gebildet.

      „2015 steht die Welt an einem historischen Scheideweg“, so Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt. „Es geht um die Zukunft unserer Kinder und der nachfolgenden Generationen, die ein Recht auf ein Leben ohne Armut und in einer intakten Umwelt haben. Es ist hoch an der Zeit, dass tausende junge Menschen selbst auf die Straße gehen und dafür kämpfen. Jeder, jede Einzelne ist aufgerufen, sie dabei tatkräftig zu unterstützen.“

      Weitere Informationen finden Sie auf www.action2015.org 

       


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