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    LOVE - EIN KURZFILM VON RAÚL DE LA FUENTE ÜBER KINDERPROSTITUIERTE IN SIERRA LEONE

      Volles Haus bei der von Jugend Eine Welt veranstalteten Österreich-Filmpremiere von "LOVE" im Wiener TOP-Kino

        Ein wahrlich volles Haus gab es bei der Österreichpremiere von LOVE am 13. April 2018: Im großen Saal des Wiener Top-Kinos war kein freier Platz mehr zu haben. Über 100 Zuschauer waren bei der Präsentation des Kurzfilmes über Kinderprostituierte im westafrikanischen Sierra Leone mit dabei.

        Im Zentrum der Dokumentation steht das Schicksal der heute 17-jährigen Aminata, die nach dem Tod ihrer Mutter jahrelang ihren eigenen Körper verkaufen musste, um überleben zu können. Ihr Leben schien gefangen in einer Spirale aus Armut, Angst, Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der Bürgerkrieg und die Ebola-Epidemie haben eine verwaiste und völlig verarmte junge Generation hinterlassen. Viele junge Menschen sehen nur einen einzigen Ausweg, um zu überleben, essen zu können und die Kosten für eine Schulbildung aufzubringen - die Prostitution.Der Film zeigt, wie es dem von Jugend Eine Welt seit vielen Jahren unterstützten Kinderschutzzentrum "Don Bosco Fambul" seit 2016 gelungen ist, Aminata und mehr als 140 weitere Mädchen aus der Prostitution zu befreien.

        Im Mädchenhaus von Don Bosco Fambul haben Aminata und die anderen jungen Frauen ein sicheres neues Heim gefunden, das ihnen ein Aufwachsen in einer familiären Atmosphäre ermöglicht. Bildung und Ausbildung eröffnen ihnen hier völlig neue Lebensperspektiven. Heute liegt ihre Zukunft wieder in ihren eigenen Händen und ihre Träume sind in greifbare Nähe gerückt. (Zur Projektseite)


        Den inneren Frieden wiederfinden

        Beim Premierenforum nach dem Film berichteten Salesianerpater Jorge Crisafulli, Direktor des Kinderschutzzentrums "Don Bosco Fambul" sowie Filmproduzent Alberto López von Misiones Salesianas in Madrid über die Entstehung des Filmprojektes und das riesige Problem von Kinderprostitution und Menschenhandel in Westafrika. In den Slums von Freetown gibt es mindestens 1.500 Mädchen, die ihren Körper verkaufen. Geschätzte 150 Millionen minderjährige Mädchen sind es weltweit. "Wir können nicht gleichgültig diesen Schicksalen gegenüber sein. Es reicht nicht, diese Mädchen zu bemitleiden - wir müssen etwas Konkretes für sie tun", sagt Pater Crisafulli. Im Mädchenschutzhaus "Plus" von Don Bosco Fambul bekommen sie nicht nur etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf, sondern auch medizinische Behandlung und psychosoziale Betreuung. "Und vor allem geben wir ihnen ihren inneren Frieden zurück und das Gefühl, wieder träumen zu können."

        Armut provoziert Ungerechtigkeit
        Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer wies darauf hin, dass Armut sehr viel Ungerechtigkeit provoziere. Dem Kampf gegen Kinderprostitution und Menschenhandel in Westafrika widmen sich auch die Kooperationspartner der Filmpremiere, wie UN-Expertin Pascale Reinke-Schreiber und Katharina Schreiber von der Austrian Development Agency bekräftigten. Menschenhandel und damit verbundene Prostitution seien nicht nur ein Problem in Westafrika, sondern auch bei uns in Österreich, erklärte Sr. Anna Mayrhofer von Solwodi (Solidarität mit Frauen in Not): "Das Angebot gibt es ein paar Kilometer hinter der Grenze - die Nachfrage ist hier."

        "Danke, dass Ihr das Risiko eingegangen seid, Euch mit diesem Thema auseinanderzusetzen", beschloss Reinhard Heiserer die Filmpräsentation und lud alle Gäste zu vertiefenden persönlichen Gesprächen mit den ExpertInnen.

        Für alle, die nicht dabei sein konnten - hier (unten) gibt es den Film zum Nachsehen.

        "LOVE" - der Film


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