LOVE - Ein Kurzfilm von Raúl De La Fuente über Kinderprostituierte in Sierra Leone.
Im Zentrum der Dokumentation steht das Schicksal der heute 17-jährigen Aminata, die nach dem Tod ihrer Mutter jahrelang ihren eigenen Körper verkaufen musste, um überleben zu können. Ihr Leben schien gefangen in einer Spirale aus Armut, Angst, Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der Bürgerkrieg und die Ebola-Epidemie haben eine verwaiste und völlig verarmte junge Generation hinterlassen. Viele junge Menschen sehen nur einen einzigen Ausweg, um zu überleben, essen zu können und die Kosten für eine Schulbildung aufzubringen - die Prostitution.Der Film zeigt, wie es dem von Jugend Eine Welt seit vielen Jahren unterstützten Kinderschutzzentrum "Don Bosco Fambul" seit 2016 gelungen ist, Aminata und mehr als 140 weitere Mädchen aus der Prostitution zu befreien.
Im Mädchenhaus von Don Bosco Fambul haben Aminata und die anderen jungen Frauen ein sicheres neues Heim gefunden, das ihnen ein Aufwachsen in einer familiären Atmosphäre ermöglicht. Bildung und Ausbildung eröffnen ihnen hier völlig neue Lebensperspektiven. Heute liegt ihre Zukunft wieder in ihren eigenen Händen und ihre Träume sind in greifbare Nähe gerückt.
Den inneren Frieden wiederfinden
In den Slums von Freetown gibt es mindestens 1.500 Mädchen, die ihren Körper verkaufen. Geschätzte 150 Millionen minderjährige Mädchen sind es weltweit. "Wir können nicht gleichgültig diesen Schicksalen gegenüber sein. Es reicht nicht, diese Mädchen zu bemitleiden - wir müssen etwas Konkretes für sie tun", sagt Salesianerpater Jorge Crisafulli, Direktor des Kinderschutzzentrums "Don Bosco Fambul". "Und vor allem geben wir ihnen ihren inneren Frieden zurück und das Gefühl, wieder träumen zu können." Im Mädchenschutzhaus "Plus" von Don Bosco Fambul bekommen die Minderjährigen nicht nur etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf, sondern auch medizinische Behandlung und psychosoziale Betreuung.