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"It's up to youth" - erste große Jugendkonferenz

    Was können wir zu einer friedlicheren Welt beitragen? Wie können wir Politik inklusiv gestalten? Und welchen Beitrag können Jugendliche für eine gerechtere Welt leisten?

    Diesen Fragen wurde auf der erstmals veranstalteten Jugendkonferenz der Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in Bonn von 25.-27.11.2016 nachgegangen. Die Konferenz dient als Austauschplattform für junge Leute, die bereits global- und gesellschaftspolitisch aktiv sind oder es werden wollen. Das Programm bot breite Beteiligungsmöglichkeiten, von Podiumsdiskussionen zu den großen Themen wie Frieden und Nachhaltigkeit, bis hin zu Zukunftswerkstätten, in denen die jungen Teilnehmenden unter Moderation ihre eigenen Projekte entwickeln konnten.

    Jugend Eine Welt war mit Sophia Stanger, die Koordinatorin des Bildungsteams von Jugend Eine Welt, auch dabei und zeigte, wie sich jede*r von uns dafür einsetzen kann, damit das Leben junger Menschen gelingt. Bei unserem Aktiv-Stand informierten wir die Teilnehmenden über Jugend Eine Welt, das Bildungsteam und Freiwilligeneinsätze. Außerdem fragten wir: Was ist toll in dieser Welt? Und was möchtest du ändern?

    Expertenrunde
    Zu den Expertinnen und Experten, die mit den jungen Leuten auf der Konferenz diskutierten, zählten unter anderem die Programmdirektorin der World Federation of UN Associations Irene Martinetti, die ehemalige Mitarbeiterin des Präsidenten der UN-Generalversammlung, Anna Cavazzini, die UN-Jugenddelegierte Katharina Buch und Eric Klausch, der Nachwuchspolitiker Felix Banaszak von Bündnis90/Die Grünen und der Gründer der "Hotline für besorgte Bürger", Ali Can.Verschiedene Kooperationspartner unterstützen die DGVN bei der Veranstaltung, darunter das Auswärtige Amt, UNICEF, OXFAM, PLAN International, UNESCO, UNRIC, ONE, UN Volunteers, Plant for the Planet und die Stadt Bonn.Ausführliche Informationen zur Jugendkonferenz gibt es unter up2youth.de

      Begegnungsabend in Wien mit Bischof aus Pakistan

        Jugend Eine Welt präsentierte Pakistan-Projekte

        Anlässlich des Österreich-Besuchs von Bischof Samson Shukardin der Diözese Hydarabad aus Pakistan lud die österreichische Aktion "SCP - Scholarships for Children Pakistan" am 23. September 2016 unter der Schirmherrschaft des Bankhauses Schelhammer & Schattera im Franziskanerkloster in Wien zu einem Abend der Begegnung ein, wo Vertreter verschiedener katholischer Organisationen und österreichische Hilfswerke mit Bezug zu Pakistan Ihre Projekte vorstellten und Gelegenheit zur Vernetzung hatten.

        Bischof Samson Shukardin selbst rief vor mehreren Jahren als junger Franziskaner mehrere Bildungsprojekte und Schulbauten mit Hilfsgeldern aus Österreich in und um Hydarabad ins Leben und stellte diese Projekte auf beeindruckende Weise an diesem Abend vor.

        JUGEND EINE WELT wies auf seine Projekte in Quetta und Lahore hin, ebenso wie auf die geleistete Notfallhilfe nach den Erdbeben 2005 und 2008 sowie nach den Überflutungen 2010. Unseren langjährigen Partner vor Ort, den Salesianerpater Peter Zago, kennt Bischof Shukardin auch persönlich gut. Besonders gefällt Bishof Shukardin das Engagement der Salesianer im Bereich der technischen Berufsausbildung, die er nun verstärkt auch in seinen Projekten forcieren möchte.

        Anna Dengel
        Auch der Pakistan-Österreichbezug durch ANNA DENGEL wurde von uns kurz vorgestellt: die junge Tiroler Ärztin kam 1920 nach Rawalpindi (damals Indien / heute Pakistan) und kümmerte sich vorwiegend um die medizinische Versorgung von Frauen, da diese durch religiöse und kulturelle Umstände von keinem männlichen Arzt behandelt werden durften. Rund 20 Jahre später gründete sie den Orden der Missionsärztlichen Schwestern mit Hauptsitz in London, der bis heute ihr Werk in zahlreichen Ländern erfolgreich fortsetzt.

        Mehr über Anna Dengel findet sich hier: www.freundeannadengel.at

          „Auch sie fürchtete sich vor dem Tod“

            Anlässlich der Heiligsprechung von Mutter Teresa am 4. September: Interview mit Pater Rosario Stroscio, dem Beichtvater von Mutter Teresa

            01. September 2016 - Für viele war sie es schon zu Lebzeiten - eine Heilige. Jetzt war es soweit: Am Sonntag, dem 4. September 2016, wurde Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997) - Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin - heilig gesprochen. Papst Franziskus leitete persönlich die Heiligsprechungsfeier auf dem Petersplatz in Rom. Die Feier gilt als einer der Höhepunkte des diesejährigen "Heiligen Jahr der Barmherzigkeit". Sie fand am Tag vor dem offiziellen Gedenktag der neuen Heiligen am 5. September statt, der zugleich auch der Todestag von Mutter Teresa ist.

            Jugend Eine Welt hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit, in Indien mit einem der letzten Beichtväter und gutem Bekannten von Mutter Teresa zu sprechen - mit dem 94-jährigen Salesianerpater Rosario Stroscio. Lesen Sie hier das Interview.

              Ein Fußball als Dankeschön

                Verabschiedung von Bischof Ludwig Schwarz als KOO-Vorsitzender

                "Die weltweite Ungleichheit zwischen Arm und Reich ist ein Skandal." Schon zu Beginn seiner Amtszeit als Vorsitzender der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission - kurz KOO - hat Bischof Ludwig Schwarz mit sehr direkten Statements aufhorchen lassen. Der emeritierte Bischof von Linz wurde in seinen 15 Jahren als Vorsitzender der KOO (2001-2016) auch nicht müde, die Mitverantwortung seiner Bischofskollegen, der Bundesregierung sowie aller Katholiken für die spirituellen und materiellen Nöte auch der fernen Nächsten zu betonen.

                In der letzten Juniwoche 2016 wurde Bischof Ludwig Schwarz im Rahmen der jährlichen Vollversammlung der KOO in Graz bei einer herzlichen Feier aus seiner Funktion als Vorsitzender verabschiedet. Sein Nachfolger als Vorsitzender, Bischof Werner Freistetter, sowie zahlreiche weitere Gäste dankten dabei dem Altbischof für dessen jahrelangen Bemühungen. "Die Kirche darf nicht aufhören, sich für gerechte Strukturen einzusetzen", betonte Schwarz wiederholt.

                Zur Verabschiedung eingestellt hat sich auch Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt. Bischof Ludwig Schwarz ist der Hilfsorganisation seit vielen Jahren verbunden und unterstützt die Arbeit von Jugend Eine Welt immer wieder. "Danke für den Einsatz für die EINE Welt und Gottes Segen für die Zukunft", bedankte sich Heiserer bei Schwarz und überreichte einen fairen Fußball sowie eine persönliche Fototafel.

                  Mexiko: Salesianer haben ihre Tore für Flüchtlinge weit geöffnet

                    In der Grenzstadt Tijuana ist die Zahl hilfesuchender Migranten massiv angestiegen

                    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Hoffnung auf ein besseres Leben, die Hoffnung auf ein Ende von Not, Verfolgung und Gewalt ist es, die wohl alle Flüchtlinge auf der Welt antreibt. Während Europa mit "seinem" Ansturm an Flüchtlingen kämpft, bleiben auch die USA weiterhin für viele Menschen das "Land ihrer Träume". Ein Traum, der oft auf den letzten Metern zerplatzt.

                    In die mexikanischen Millionenstadt Tijuana - gelegen im Norden des Landes unmittelbar an der Grenze zu den USA - strömen täglich aberhunderte Menschen aus allen Regionen der Welt, um von hier aus in ihr "Traumland" zu kommen. Viele bleiben jedoch in den Elendsvierteln der Stadt hängen.

                    Seit fast dreißig Jahren kümmern sich in Tijuana die langjährigen Projektpartner von Jugend Eine Welt - die Salesianer Don Boscos - in ihren über die Stadt verteilten Einrichtungen (Jugendzentren, Schulen, Ausbildungsstätten, Sportplätzen) um benachteiligte Kinder und Jugendliche. Geholfen wird natürlich auch vielen der gestrandeten Migranten - sei es mit Essen, Kleidung oder Unterkunft. Jetzt stößt man aber langsam an die Grenzen der Kapazität.

                    "Zuerst waren es täglich 20 bis 30 Leute, die wir mitverköstigt haben", berichtet Fr. Felipe Pascencia, Rektor des Proyecto Salesiano Tijuana. Dann waren es bis zu 170 Gäste täglich im Speisesaal und "aktuell sind es jetzt hunderte Menschen." Da der Platz längst nicht mehr ausreicht, wurden sogar Räumlichkeiten der Salesianer selbst in Unterkünfte umfunktioniert. Pascencia: "Vielfach sind ganze Familien mit ihren Kindern zu versorgen, ehrenamtlich Helfer anderer Kirchengemeinden unterstützen uns, einige Mahlzeiten werden auch in öffentlichen Küchen zubereitet."

                    Die durch den Ansturm entstandenen Mehrkosten konnten bislang mit Spenden abgedeckt werden. "Wir sind gerne bereit, den Menschen in ihrer schwierigen Situation zu helfen - sie sind ja unsere Brüder und Schwestern, die uns brauchen", sagt Fr. Felipe Pascencia.

                    Mehr als hundert Volontäre aus Österreich in Tijuana

                    Seit Mitte der 1990er-Jahre haben im Proyecto Salesiano Tijuana weit mehr als 100 österreichische Volontäre von Jugend Eine Welt gearbeitet. Und so mitgeholfen, dieses wichtige Netzwerk der Salesianischen Jugendarbeit aufzubauen. "Im Schnitt hatten wir jährlich bis zu fünf Volontäre in Tijuana im Einsatz", sagt Johannes Ruppacher, Geschäftsführer von VOLONTARIAT bewegt.

                    Tijuana ist von sozialen und ökonomischen Gegensätzen geprägt. Unmittelbar neben Reichtum findet sich bitterste Armut. Das Proyecto Salesiano mit seinen insgesamt sieben Zentren ermöglicht benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitaktivität und bietet eine breite Palette an unterschiedlichen (Berufs-)Ausbildungen.

                      Neuer Bischof in Haiti

                        7. Juni 2016 - Erfreuliches gibt es aus Haiti zu berichten: Papst Franziskus hat Fr Sylvain Ducange, SDB - langjähriger Projektpartner von Jugend Eine Welt - nun zum Titularbischof von Novae und zum Weihbischof der Erzdiözese Port-au-Prince ernannt.

                        Ducange - geboren 1963 in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince - war von 2010 bis 2016 Provinzial der Salesianer in Haiti. In dieser Zeit fiel ihm die schwere Aufgabe zu, nach dem schweren Erdbeben auf Haiti im Jahre 2010 zahlreiche Wiederaufbauprojekte in Gang zu setzen. Alle von Jugend Eine Welt unterstützten Maßnahmen wurden gemeinsam mit Fr Sylvain Ducange abgewickelt.

                        Wir gratulieren herzlich!

                        Aktuelle Projekte auf Haiti finden sich hier

                          Massi war „on the road“, diesmal in Indien

                            Arbeit mit ehemaligen Straßenkindern, Meditation- und Yogakurse sowie viele tolle Abenteuer "on the road". Das alles hat "Massi" während seines mehr als fünf Monate dauernden Aufnethalt in Indien gemacht und erlebt. Jetzt hat Massi seine Erlebnisse und Abenteuer wieder in ein Buch "gegossen".

                            Massi, das ist der Künstlername des ehemaligen Mitarbeiters von Jugend Eine Welt, Massimiliano Schiliro. Der aus Gavi im italienischen Piemont stammende 35-Jährige bezeichnet sich selbst als "Reisender und Mutermacher". Mehr als ein Jahr lang war Massi etwa vor seinem Italien-Tripp durch Südamerika unterwegs. Er legte dabei über 45.000 km per Bus, Zug, Schiff und zu Fuß zurück , war über "Couch Surfing" bei 56 Familien untergebracht. Bei einer Reihe von Vorträgen auch in Österreich berichtete Massi über seine gemachten Erfahrungen - und präsentierte diese schließlich in seinem Buch "Massi on the road in Sud America".

                            "Massi on the road in India" ist nun sein neuestes Werk, in dem Schiliro über seine Reise durch Indien vom September 2013 bis Februar 2014 berichtet. Für die Produktion bzw. Finanzierung des Buches hat sich Massimo etwas Besonders einfallen lassen: "Anstatt das Geld direkt an Entwicklungsprojekte zu spenden, die ich in Indien besucht habe, investiere ich es in Bücher, welche die Spenden vervielfältigen werden: ich werde voraussichtlich mit dem Verkauf des Buches meherer Tausend Euro sammeln können. Ich habe in diesen Jahren auf Reise so viel bekommen: das ist meine Art etwas zurückzugeben!"

                              Porträtfoto Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga 
Buchcover „Solidarisch leben in einer globalisierten Welt“  von Kardinal Rodríguez Maradiaga  
Porträtfoto Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga
                              Porträtfoto Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga 
Buchcover „Solidarisch leben in einer globalisierten Welt“  von Kardinal Rodríguez Maradiaga  
Porträtfoto Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga

                              Auszeichnung für Kardinal Rodríguez Maradiaga

                                Mit einem besonderen Preis wird der Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras ausgezeichnet: Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga erhält den "Ordo-Socialis-Preis 2015". Der Preis der wissenschaftlichen Vereinigung Ordo Socialis wird am 5. März 2016 im deutschen Bad Honnef, dem Sitz der Vereinigung, überreicht.

                                Kardinal Rodríguez Maradiaga (Jahrgang 1942) - bekannt etwa durch sein weltweites Eintreten für die Entschuldung von Entwicklungsländern, die Bekämpfung der Armut und das Engagement für die Verlierer der Globalisierung - bekleidete unter anderem von 2007 bis 2015 das Amt des Präsidenten von Caritas International und ist Koordinator des 2013 von Papst Franziskus geschaffene Kardinalsrat.

                                Der Salesianer Don Boscos, der unter anderem auch in Innsbruck studiert hat, ist seit langem auch mit Jugend Eine Welt verbunden. Auf Einladung von Jugend Eine Welt war Kardinal Rodríguez Maradiaga etwa vor elf Jahren in Wien zu Besuch.

                                Der Preis

                                Kardinal Rodríguez Maradiaga wird bei der Preisverleihung persönlich anwesend sein und einen Vortrag zum Thema "Papst Franziskus und die Soziallehre - neue Impulse für die Zukunft der Kirche" halten.

                                Der "Ordo-Socialis-Preis" wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch ihr Wirken für die Verbreitung und Verwirklichung wichtiger Themen der christlichen Soziallehre einsetzen. ORDO SOCIALIS ist eine wissenschaftliche Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die christliche Gesellschaftslehre zu fördern und damit für Freiheit und Gerechtigkeit in der Welt einzutreten. Mehr Info findet sich unter www.ordosocialis.de

                                Das im Don Bosco Verlag erschienene Buch "Solidarisch leben in einer globalisierten Welt" von Kardinal Rodríguez Maradiaga ist im Webshop von Jugend Eine Welt erhältlich.


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