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Ein durch das Erdbeben in Ecuador zerstörtes Haus

Volontärinnen erlebten Beben hautnah mit


Erlebnisbericht

    Aktuelles Video von Don Bosco TV


    Abrissarbeiten in San José

        Update 8. Juni

          Wiederaufbau mit Hürden - Schulstipendien für Kinder dringend notwendig


          Normalität - davon sind die Menschen in den vom schweren Erdbeben betroffenen Regionen Ecuadors noch weit entfernt. Nach den Aufräumarbeiten, der Errichtung von Notunterkünften sowie der Versorgung der Bevölkerung mit dem Notwendigsten (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, medizinische Betreuung, etc.) geht es nun (sehr) langsam an den Wiederaufbau. Und der ist mit vielen Hürden verbunden.

          Die Salesianer Don Bosco, seit vielen Jahren Projektpartner von Jugend Eine Welt in Ecuador, sind vor allem in der Hafenstadt Manta am Pazifik selbst vom Beben betroffen: Die Gebäude in San José - Schule und Jugendzentrum (Oratorium) - im Stadtteil Tarqui wurden schwer beschädigt und mussten fast komplett abgerissen werden. Der Wiederaufbau der Schule hat für die Salesianer oberste Priorität.

          "Das erste Angebot und der Entwurf eines Architekten entspricht leider nicht unseren Anforderungen", berichtet Gabriel Terán, der Leiter des Projektbüros der Salesianer. Auch die Kosten in Millionenhöhe sind enorm. Eine Entscheidung steht vorerst noch aus.

          Trotz fehlendem Gebäude setzen die Salesianer jedoch alles daran, den Schulunterricht ab dem 4. Juli wieder in Gang zu bringen - in improvisierten Klassenräumen in der Kommunität der Salesianer sowie in den noch vorhandenen Resten des alten Schulgebäudes. Etwa 1174 SchülerInnen haben sich bereits angemeldet (im Vorjahr waren es 1700). Ein großes Problem: Viele der Kinder bzw. deren Eltern können sich die Schulgebühren nicht leisten und haben um Stipendien angesucht. Die Kosten für ein Jahr liegen pro SchülerIn bei 1.039 US-Dollar (pro Monat USD 97,60 (x 10) plus Einschreibgebühr von USD 63). Terán: "Hier kann man mit einer finanziellen Unterstützung rasch und sehr wirksam helfen." Mit Spendensammlungen im ganzen Land - etwa in anderen Schulen der Salesianer - hat man bereits begonnen.

          Hilfspakete
          Die Salesianer in Manta haben unterdessen an die dortige Bevölkerung bereits mehr als 5000 Hilfspakete (vorwiegend Nahrungsmittel) verteilt. Viele der Bebenopfer leben im Moment in sehr provisorischen (Zelt-)Unterkünften. Über die Unis und Schulen der Salesianer in ganz Ecuador wurden auch sehr viele Sachspenden gesammelt. Zudem gibt es vor Ort auch zahlreiche Freiwillige, die aushelfen - etwa ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen. Die Uni der Salesianer hat zudem PsychologiestudentInnen und -professorInnen geschickt, um Opfer auch psychologisch betreuen zu können.

          Jugend Eine Welt unterstützt weiterhin seine Projektpartner beim Wiederaufbau und den anderen Hilfsmaßnahmen. Helfen auch Sie, damit wir helfen können.

          Spendenkonto Jugend Eine Welt

            Raiffeisen Landesbank Tirol

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            Kennwort: Ecuadorhilfe

            Update 1. Juni

              "Die Erdbebenopfer brauchen weiter dringend unsere Hilfe." Das berichten die Salesianer, die Projektpartner von Jugend Eine Welt vor Ort, rund sieben Wochen nach dem schweren Erdbeben in Ecuador. Tausende Familien leben demnach in den vom Beben betroffenen Küstenprovinzen Manabi und Esmeraldas weiterhin im Freien. Viele von ihnen haben kaum Lebensmittel und Wasser oder es fehlen ihnen die Mittel dazu, die notwendigsten Dinge zu kaufen.

              "In vielen Orten sind die Straßen noch immer vom Schutt blockiert, was den Wiederaufbau behindert", sagt Father Mark Hyde, Direktor der Mission der Salesianer. Allein von den Salesianern wurden bisher an die 7000 Familien, etwa in Manta, unterstützt. Ein weiteres Problem sei, dass an die 100.000 Kinder weiterhin nicht die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen - viele Gebäude wurden zerstört, die Organisation eines Unterrichtes ist mit vielen Hindernissen verbunden.

              "Es fühlt sich an, als ob man ein Baby wäre", erzählt Jorge Ferrin, eine Einwohner von Manta, der durch das Beben praktisch alles verloren hat: "Du hast keine Kleidung und brauchst jemanden, der auf dich schaut und dich unterstützt."

              Update 19. Mai

                Genau einen Monat nach der großen Erdbebenkatastrophe haben am Mittwoch erneut zwei Beben mit der Stärke 6,8 Ecuador erschüttert - dieselben Küstenregionen wie am 16. April. Das Epizentrum des ersten Bebens lag vor der Pazifikküste, jenes des zweiten rund 60 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Esmeraldas in einer Tiefe von gut zehn Kilometern.

                Nach bisherigen Informationen dürften die Folgen der Beben relativ glimpflich geblieben sein. Von zumindest einem Todesopfer sowie Dutzenden Verletzten wurde bisher berichtet. In machen Regionen flüchteten die Menschen in Panik aus ihren Häusern, zeitweise fiel auch der Strom aus. Insgesamt gab es seit 16. April etwa 1500 Nachbeben mit ansonst harmlosen Auswirkungen.

                Jugend Eine Welt unterstützt Projektpartner Salesianer Don Boscos

                  Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 hat am 16. April Ecuador erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag in den Küstenprovinzen Manabi und Esmeraldas. Die Erdstöße wie auch die Nachbeben waren im ganzen Land zu spüren. Mehr als 600 Menschen starben, Tausende wurden verletzt.

                  Die Zerstörungen in den unmittelbar vom Beben betroffenen Küstenregionen ist beträchtlich. Städte wie Portoviejo, Manta, Perdernales und Musine sind teilweise fast völlig zerstört. In schwer zugänglichen Regionen nahe des Epizentrums sind ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. Noch Tage nach dem Beben wurde noch nach Überlebenden gesucht.

                  Nach Schätzungen brauchen derzeit gut 100.000 Menschen direkte Hilfe mit alltäglichen Dingen wie Wasser und Essen. An die 30.000 bebenopfer leben derzeit in Notunterkünften. Zudem sind in den Bebenregionen rund 280 Schulgebäude beschädigt, teilweise gänzlich.

                  Lassen Menschen nicht allein

                  Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt ist seit 20 Jahren durch seine Projektpartner, die Salesianer Don Boscos, mit dem Land tief verbunden. Wir fördern zum Beispiel Straßenkinder-, Bildungs- und Ausbildungsprojekte. Speziell in den Regionen Ecuadors, die nun schwer getroffen wurden.

                  Jugend Eine Welt wird seinen Projektpartnern mit allen Mitteln helfen. "Wir lassen die Menschen in Ecuador in dieser schweren Stunde nicht alleine, bitte helfen Sie uns helfen", sagt Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt.

                    Hafenstadt Manta: Gebäude der Salesianer schwer beschädigt

                    "Dank Gottes Schutz haben wir Salesianer keine Todesfälle zu betrauern", berichtet Gabriel Terán, der Leiter des Projektbüros der Salesianer. Von den im ganzen Land verteilten Einrichtungen der Salesianer sind speziell die Gebäude in der Hafenstadt Manta am Pazifik schwer in Mitelidenschaft gezogen worden. Die Gebäude in San José - Schule und Jugendzentrum (Oratorium) - sind massiv beschädigt (Fotos) und müssen zu einem großen Teil abgerissen werden (der Beginn der Arbeiten ist in einem aktuellen Video von Don Bosco TV zu sehen).

                    Der Stadtteil Tarqui, in dem San José liegt und für den die Salesianer zuständig sind, wurde generell besonders hart getroffen. Hilfskräfte sprechen von der "Zone Null". Wassermagel und eine mögliche Seuchengefahr waren zunächst die akkutesten Probleme, so Gabriel Terán

                    In den vom Beben am meisten zerstörten Gebieten sind Teams der Salesianer aus Manta unterwegs, um Hilfsmaßnahmen für die Menschen zu koordinieren. So werden etwa Hilfspakete an Familien verteilt, bestehend aus Reis, Nudeln, Zucker, Bohnen, Kirchererbsen, Öl, Tunfisch, Sardinen und Wasser. Die Lebensmittelpakete sind jeweils für eine sechsköpfige Familie für eine Woche lang zusammengestellt. Um Familien jetzt und dann beim Wiederaufbau zu unterstützen, benötigen "wir internationale Hilfe und Solidarität".

                    Einsturzgefährdet ist auch die Schule Maria Auxiliadora der Don Bosco Schwestern in Manta. Mehr als die Hälfte der gesamten Anlage muss abgerissen werden. Die Schwestern selbst leisten aktiv Nothilfe: Gemeinsam mit SchülerInnen und VolontärInnen werden Spenden verteilt und Essen wird gekocht. Im Schulgelände sind rund 200 Menschen notuntergebracht, diese schlafen im Freien.


                    Abbruch und Wiederaufbau


                    Rund drei Wochen nach dem Beben hat der Wiederaufbau teilweise schon begonnen. Die Abbrucharbeiten in San José haben bereits begonnen. Eine eigene Kommission aus Ingenieuren und Statikern von der Universität der Salesianer (Universidad Politécnica Salesiana)haben zuvor die Schäden untersucht.

                    Ein aktuelles Problem in Manta ist für die Salesianer der Schulbetrieb: Das neue Schuljahr sollte im Mai beginnen, doch im Schulgebäude sind im Moment nur wenige Räumlichkeiten für den Unterricht nutzbar. Der Unterricht wird deshalb erst im Juli beginnen, voraussichtlich wird es dann auch mobile Klassenzimmer geben. Zudem haben viele Familien der SchülerInnen nicht nur ihr Haus verloren, sondern die Eltern auch ihre Arbeit. Damit dürften auch die Schulgebühren nicht mehr bezahlt werden können, Stipendien für betroffene Kinder werden benötigt.

                    In Guayaquil- Ecuadors größte Stadt weiter im Süden - haben alle Einrichtungen der Salesianer das Beben praktisch unversehrt überstanden. "Darunter auch das von Jugend Eine Welt zuletzt unterstützte Gemeindezentrum in Nigeria", berichtet Pater Marco Paredes. Doch in der Umgebung seine viele Häuser eingestürtzt. Paredes: "Während des Bebens war ich im Viertel Nigeria unterwegs - Menschen sind auf die Straße gelaufen, um auf ihren Knien zu beten."

                      Aktuelle Projekte in Ecuador

                        Stipendienprogramm an technischer Schule San Rafael

                        Esmeraldas an der Nordküste Ecuadors ist bekannt für seine afro-ecuadorianische Kultur. Aber es ist auch bekannt für die große Armut in der dortigen Bevölkerung.

                        Jugend Eine Welt unterstützt am technischen Kolleg San Rafael, von den Salesianern Don Boscos 1999 gegründet, ein Stipendienprogramm für Burschen und Mädchen aus sozial schwachen Familien. An der Schule bietet man Ausbildungen in Informatik, Elektronik und Industriemaschine-Mechanik.

                        Mehr zum Projekt findet sich hier.

                        In ganz Ecuador unterstützt Jugend Eine Welt das Projekt GolA.S.O., das Teil des Straßenkinderprojektes Chicos de la Calle ist.

                        In Guayaquil, Cuenca und Quito sowie einer Reihe weitere Orte unterstützt Jugend Eine Welt den Ausbau von Schulen und Ausbildungsstätten, Heimen und speziellen Straßenkinderprojekten.


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