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Buen Vivir - Neue Töne aus Lateinamerika

    Das Recht auf ein gutes Leben - Eine Begegnung mit Alberto Acosta und Grupo Sal

    am 16. Mai 2014 um 20:00 Uhr

    im Foyer des C3-Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien

    Vorverkauf: € 16.-, Reservierungen unter office@oefse.at oder 01/3174010-100; Abendkasse: € 18 bzw. Stehplatz € 12.-


    „Sumak Kawsay“, auch bekannt als „Buen Vivir“, ist eine Lebensanschauung der indigenen Andenvölker, die in den letzten Jahren vermehrt internationale Aufmerksamkeit erregt. Der Grund dafür liegt in der Aufforderung lateinamerikanischer Politiker, zentrale Aspekte dieser Lebensweise auch in industrielle Gesellschaften zu integrieren. Das Konzept des „Buen Vivir“ zielt auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen. Es fordert – im Sinn einer neuen „Ethik der Entwicklung“ - ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Wirtschaftswachstum als zentralem Entwicklungskriterium.

    Der Ökonom und ehemalige Energieminister Ecuadors Alberto Acosta hat sich zum Ziel gesetzt, das Konzept des „guten Lebens“ publik zu machen und weltweit für eine Veränderung des Lebensstils einzutreten. Als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Grundsätze des „Buen Vivir“ als Staatsziel in die Verfassung Ecuadors aufgenommen wurden. Kurz danach folgte Bolivien diesem Vorbild. Acosta ist Mitbegründer der bekannten Yasuní-ITT–Initiative. Diese bot der internationalen Gemeinschaft an, einen Teil des Erdöls, das sich im ecuadorianischen Yasuní-Biosphärengebiet befindet, nicht zu fördern, wenn dafür ein finanzieller Ausgleich geschaffen wird. Die Initiative zum Schutz des Klimas, der Regenwälder und mehrerer indigener Völker wird heute weltweit diskutiert.

    Um die Diskussion über das „Buen Vivir“ auch im deutschsprachigen Raum anzuregen und zu befeuern, präsentiert die lateinamerikanische Musikgruppe Grupo Sal gemeinsam mit Alberto Acosta ein neues Programm, das einen informativen, aber auch künstlerischen Zugang zu der Frage nach einem Guten Zusammenleben ermöglicht. Wie funktioniert Buen Vivir? Welche Perspektiven sind damit verbunden? Gibt es Möglichkeiten, dieses indigene Konzept auch in unsere westliche Lebenswelt einzubinden? Ist es mehr als ein schöner Traum, dass das Erdöl im Boden bleibt?

    Grupo Sal:  Seit über 30 Jahren versteht sich Grupo Sal als Kulturbotschafter Lateinamerikas. Im Zusammenspiel der leidenschaftlichen Intensität der lateinamerikanischen Musik und de politischen und gesellschaftlichen Visionen Acostas will Grupo Sal mit künstlerischen Mitteln zu einer wichtigen Debatte beitragen. „Buen Vivir“ hat immer auch mit Kultur zu tun!

    Die Veranstaltung am 16.Mai in Wien, die in Kooperation mit der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt und anderen zivilgesellschaftlichen PartnerInnen wir dem Klimabündnis stattfindet, soll Denkanstöße bieten und Lust machen, über die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft in einer globalisierten Welt und einer bedrohten Umwelt zu diskutieren. Über eine Gesellschaft, die neue, andere Werten in den Mittelpunkt stellt:  Ein gutes gemeinschaftliches Leben, eine solidarische Ökonomie, den Schutz der Natur und den Erhalt der Umwelt.

    Ein gutes Leben –  für ALLE! Jugend Eine Welt fördert zahlreiche Hilfsprojekte in ECUADOR

    Mehr als 50% der Jugendlichen im Ecuador im Alter zwischen 10 und 17 Jahren arbeiten und tragen damit zum Familieneinkommen bei. Ihre Welt ist geprägt von unsteten Familienverhältnissen, Alkohol und Gewalt und viele landen auf der Straße. Die von Jugend Eine Welt geförderten Don Bosco Hilfsprojekte geben benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Zukunft. So ermöglicht die Fußballschule Golaso in der Millionenstadt Quito auf der Straße lebenden Kindern unbeschwerte Stunden abseits ihres oft tristen Alltags. Langsam bauen sie Vertrauen zu den Don Bosco MitarbeiterInnen auf und viele nehmen weiterführende  Angebote wie  medizinische Versorgung oder Schul- bzw. Berufsausbildung an. 

    Da in Ecuador Studienplätze für Jugendliche aus nicht begüterten Familien fehlen, fördert Jugend Eine Welt auch eine Universität, die mittlerweile Zweigstellen in Quito, Cuenca und Guayaquil hat.

    Gesundheit für die Achuar!

    Das Leben der Achuar-Bevölkerung, die im Süd-Osten von Ecuador im Kanton Taisha in praktischer Isolation vom Rest des Landes lebt, ist von extremer Armut geprägt.  Insbesondere die Gesundheitsversorgung leidet sehr darunter.  Häufig führen  Lungenentzündungen oder Durchfallerkrankungen, aber auch der mangelhafte Zugang zu sauberem Wasser  zum Tod.
    In Zusammenarbeit mit dem ecuadorianischen Gesundheitsministerium und mit Unterstützung von Jugend Eine Welt betreiben die Salesianer Don Boscos eine Krankenstation und bilden Gesundheitsbeauftragte aus, die  in 45 Achuar-Gemeinden unterwegs sind. Die Ausstattung der Krankenstation wurde in den letzten Jahren ständig verbessert – so wurde ein Zahnambulatorium errichtet.

    Bitte helfen Sie uns helfen:
    Spendenkonto Jugend Eine Welt

    Raiffeisen Landesbank Tirol

    IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000,

    BIC/SWIFT: RZTIAT22

    Grupo Sal


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