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Pax Christi – der Name ist Programm und ein gemeinsames Ziel

    Pax Christi Österreich und die Regionalstelle von Jugend Eine Welt in Tirol teilen sich nicht nur die Räumlichkeiten im Haus der Begegnung, sondern auch einige gemeinsame thematische Schwerpunkte, weshalb sie sich in Zukunft bei verschiedenen Anliegen gegenseitig unterstützen. U. a. durch die Veröffentlichung des untenstehenden von Pax Christi Österreich verfassten Appells.

     

    Dr. Jussuf Windischer, Generalsekretär Pax Christi Österreich, 18. November 2011

    Jugendliche Palästinenser in israelischen  Gefängnissen –

    Dringender notwendiger Appell

     

    Gemäß den zuletzt von der israelischen Gefängnisverwaltung und von „Defense for Children International– Palästina“ veröffentlichten Zahlen waren Ende September  2011 164 palästinensische Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren in Gefängnissen, darunter 35 kleinere Kinder zwischen 12 und 15.  76 wurden verurteilt, 88 werden jedoch in Untersuchungshaft gehalten.

     

    Jährlich werden ungefähr 700 palästinensische Kinder aus der Westbank an israelischen Militärgerichten abgeurteilt, nachdem sie von der israelischen Armee, Polizei oder Sicherheitsagenden gefangen genommen, verhört und ins Gefängis gebracht wurden. Glaubhafte Berichte und Klagen  über Folter und Misshandlung während des Arrests wurden und werden beharrlich wiederholt. Die meisten dieser Kinder sind angeklagt, Steine geworfen zu haben.

     

    Die Misshandlung fängt im Augenblick der Gefangennahme an und viel Kinder berichten, dass sie erschreckende nächtliche Übergriffe  in den  Wohnhäusern ihrer Familie erlebt haben, bevor sie gefesselt – oft mit großen Schmerzen - und ihnen die Augen verbunden wurden.Wenige Eltern werden informiert, wohin ihre Kinder gebracht werden.

     

    Bei der Ankunft in Verhörzentren werden die Kinder und Jugendlichen alleine verhört uind scheinen kaum über ihre Rechte informiert zu werden, vor allem vom Recht auf Verweigerung einer  Selbstbezichtigung. Die überwiegende Mehrheit der palästinensischen Kinder wird in Gefängnissen innerhalb von Israel festgehalten.

     

    Hiermit werden Menschenrechte verletzt, zusätzlich Artikel 76 der 4.Genfer Konvention, welche eine Verschleppung von Gefangenen aus den besetzten Gebieten verbietet.

     

    Was tun? Weitererzählen, dass es so etwas gibt. Proteste bei der israelischen Botschaft deponieren. Produkte von PalästinenserInnen kaufen – diese gibt’s im Büro von „Jugend Eine Welt“ und in den Büros von „Pax Christi“.


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