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Wer ist ein Straßenkind?

    Mit dem Begriff „Straßenkinder“ werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bezeichnet, für die die Straße zum Lebensmittelpunkt geworden ist. UNCICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, unterscheidet zwei Gruppen von Straßenkindern:

    Kinder „auf“ der Straße

    Sie verbringen den Großteil des Tages auf der Straße, arbeitend oder herumstreunend, haben aber noch mehr oder weniger regelmäßigen Kontakt zu ihren Familien und kehren häufig für die Nacht nach Hause zurück.

    Kinder „von“ der Straße

    Sie leben und schlafen auf der Straße und haben den Kontakt zu ihren Familien und ihrem ehemaligen sozialen Umfeld weitgehend abgebrochen.In Wirklichkeit sind die Übergänge fließend. Aus Kindern „auf“ der Straße werden leicht Kinder „von“ der Straße, wenn sie sich im Lauf der Jahre immer mehr von ihren Familien abwenden oder von diesen verstoßen werden, weil sie z.B. mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Manche Straßenkinder mieten sich für eine Nacht ein Zimmer, wenn sie genügend Geld aufgetrieben haben oder übernachten bei Bekannten. Freundescliquen, die wie eine Ersatzfamilie wirken und wo größere Kinder die kleineren beschützen, können für Straßenkinder sehr wichtig werden. Leider spielen Drogen in diesen Cliquen meist eine große Rolle. Sie helfen den Kindern, das harte Leben auf der Straße zu ertragen, machen es für sie aber noch schwerer, von der Straße „herunterzukommen“.

    Sierra Leone: Leben auf der Straße (Sprache: Englisch)


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