
Die Tiroler Don Bosco Schwester Sr. Hanni Denifl engagiert sich seit September 2009 mit ihren Mitschwestern in Cotonou (BENIN) in der Betreuung und Ausbildung von Mädchen, die von sexuellem Missbrauch und Kinderhandel betroffen sind.
Die Don Bosco Schwestern arbeiten im Armenviertel Zogbo der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Benin, Cotonou. Gemeinsam mit den Bewohnern des Viertels suchen sie nach Strategien zur Verbesserung ihrer Lebenssituation, vor allem der von Armut und Ausgrenzung betroffenen Kinder und Jugendlichen. Der Schwerpunkt der Arbeit der Don Bosco Schwestern liegt auf Mädchen und jungen Frauen.
Projektziele:
Verbesserung des sportlichen Freizeitangebots für die Internatsschülerinnen, die Hauptschül- erinnen, die Mädchen der Alternativschule und die Kinder des Oratoriums.
Der multifunktionale Sportplatz soll folgenden Zwecken dienen:
• Bildung von Mannschaften
• Teilnahme an sportlichen Wettbewerben
• Verbesserung des Turnunterrichts
• Raum für Spiele während den Pausen und in der Freizeit
Folgende Sportarten werden angeboten: Basketball, Handball,Volleyball, Fußball.
Projekthintergrund:
1992 wurden die ersten Don Bosco Schwestern nach Benin entsandt. Auf dem großen Areal im nördlich gelegenen Stadtteil Zogbo, nahe am See Nakoué gelegen, entstanden zunächst eine Berufsschule und ein Internat. In Zogbo leben circa 70.000 Personen, Tendenz steigend. Viele Menschen kommen von ländlichen Gebieten auf der Suche nach Arbeit in die Stadt Cotonou und siedeln sich in Zogbo an. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung ist unter 20 Jahre alt. Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sind kaum oder nicht ausreichend vorhanden. Der Großteil der Menschen lebt in extremer Armut und lebt von der Landwirtschaft oder dem Fischfang für den Eigenbedarf.
Sehr schnell erkannten die Don Bosco Schwestern die Misere eines weit verbreiteten gesellschaftlichen Phänomens, des Kindersklavenhandels. Das Internat wurde zu einem Heim zur Aufnahme für gehandelte, ausgebeutete und misshandelte Kinder. Die Ordensschwestern setzen sich für den Schutz und die Reintegration von Vidomegons (verkauften, als Arbeitskraft ausgebeuteten Kindern – meist Marktverkäuferinnen) ein. Inzwischen leiten sie ein mehr als 15-köpfiges Team an SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen, PsychologInnen, LehrerInnen, Krankenschwestern, etc.
Das Centre Laura Vicuna besteht aus 3 Einrichtungen:
• ein Internat für Straßenmädchen
• ein Berufsausbildungszentrum, in dem auch Alphabetisierungskurse angeboten werden
• eine Volks- und Hauptschule für arbeitende Mädchen und andere marginalisierte Mädchen, die ansonsten keine Chance auf Schulbildung hätten.
Begünstigte dieses Projekts sind alle Kinder und Jugendlichen, die in eines der Bildungs- und Ausbildungsprojekte des Centre Laura Vicuna integriert sind:
• 540 Jugendliche (Mädchen und Burschen) aus den ärmsten Familien des Viertels Zogbo sowie Kinder und Jugendliche aus dem Internat
• 65 Mädchen, die an Alphabetisierungskursen teilnehmen
• 150 Mädchen und Jugendliche, die eine Berufsausbildung machen
80 Prozent der direkt Begünstigten sind Mädchen.
Unterstützen Sie das Heim für Opfer von Kindersklavenhandel!