Schwabenkinder

Schwabenkinder

Ein sozialkritisches Volksstück und Kinderdrama von Claudia Lang


Als „Schwabenkinder“ bezeichnete man arme Bauernkinder aus Tirol und Vorarlberg, die von März bis Oktober zu wohlhabenden Bauern ins „Schwabenland“ als Viehhüter, Knechte oder Mägde geschickt wurden. Staat und Kirche tolerierten diesen Missstand, wobei der Klerus nur um den Glaubensabfall der Kinder und den Verfall von Sitte und Moral fürchtete. Letzteres war auch berechtigt, da Mädchen sehr oft von Bauern und Knechten sexuell belästigt wurden und nicht selten im Herbst schwanger heimkehrten. Die Kinder mussten hart arbeiten, bekamen meisten gute, reichhaltige Kost und als Lohn ein „Häs“ (Kleidung) und ein paar Gulden. Oft aber kehrten größere Kinder nicht mehr in die Heimat zurück.

Preis: EUR 13.00