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Zurzeit abgeschlossenes Projekt

    Wenn Sie nähere Informationen zu diesem derzeit ausfinanzierten Projekt wünschen oder an einer Finanzierung dieses Projektes Interesse haben, geben wir Ihnen dazu gerne persönlich Auskunft.

    In kurzer Zeit können wir den aktuellen Stand und Bedarf in dem nachstehenden Projekt erheben. Dieses Projekt ist nur eines aus der großen Zahl an Projekten, die uns aus den verschiedensten Ländern und zu den verschiedensten Themen vorgelegt werden. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen können.

    Mail: spenden@jugendeinewelt.at

    Tel: +43 (0)1 879 07 07

    Vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit von Jugend Eine Welt.

     

     

    Guinea: Die Arbeit der Salesianer Don Boscos in Conakry

      Ganz im Sinne Don Boscos unterhalten die Salesianer in Conakry /Guinea eine Druckereifachschule, um jungen Menschen eine gute Ausbildung geben zu können. Seit 1935 war die erzbischöfliche Druckerei in den Händen der Spiritaner bevor sie 1958 unter dem damaligen Präsidenten Sekou Touré verstaatlicht wurde. Lansana Conté, der jetzige Präsident, hat die Druckerei an die Erzdiözese zurückgegeben. 1986/1987 bat der Erzbischof die Salesianer darum, die Druckerei zu übernehmen.

      Conakry

      Mehrere Jahre bestand ein Problem der Druckerei darin, dass Aufträge für kirchliche Zwecke nur teilweise oder gar nicht bezahlt wurden. Unter Leitung von Pater Leandro Hernandez SDB, einem jungen Salesianer aus Costa Rica, wurde die Druckerei saniert. Seit Mitte 1999 ist die Druckerei schuldenfrei. 14 Angestellte erhalten regelmäßig ihren Lohn. Weitere 6 Personen helfen ehrenamtlich in der Druckerei mit. Nur noch 10% der Arbeiten werden für kirchliche Zwecke ausgeführt. Es werden sowohl Bücher, wie auch Zeitschriften, Visiten- und Einladungskarten gedruckt. Ein Facharbeiter wurde 3 Jahre in Deutschland ausgebildet.

      Der Bischof hatte die Salesianer im Jahre 1990 gebeten, die Pfarrei “Josef, der Arbeiter” zu übernehmen. Die Pfarrei zählt 120 Familien. Schwerpunkt der Pastoral ist die Jugendarbeit. So gibt es Pfadfindergruppen für Jungen und Mädchen, Gruppen für Katechese und Katecheten und eine Gruppe von jungen Leuten, die sich der Gestaltung der Liturgie widmen. Eine Gruppe besucht gemeinsam mit den Missionarinnen der Nächstenliebe dreimal wöchentlich das Gefängnis von Conakry, um dort medizinische und seelsorgliche Hilfe zu leisten.

      Eine Gruppe von jungen Leuten möchte gerne in EDV ausgebildet werden. Pater Leandro hat ihnen angeboten, abends mit ihnen an den Computern zu arbeiten, wenn sie als Gegenleistung eine Zeitschrift für die Pfarrei herausgeben. Die Zeitschrift heißt Sonson-Sansi, was soviel heißt wie “Saatkorn”. Da die Pfarrkirche durch die lange Zeit der staatlichen Nutzung unter Präsident Sekou Touré sehr verkommen war, hat sich der Leiter der Salesianerniederlassung, Pater Bindelli,   entschlossen, mit dem Neubau einer Kirche zu beginnen und finanzielle Mittel für den Rohbau und den Anstrich zusammengetragen. Es ist ein Bau entstanden, in dessen Nebenräumen auch Platz für die Jugendarbeit ist.

      Kankan/ Dabadougou

      Kankan ist die zweitgrößte Stadt 700 km  östlich Conakrys und Hauptstadt des Bezirks Haute Guinée. 8 km von Kankan entfernt wurde in dem Dorf Dabadougou die erste Niederlassung der Salesianer in Guinea gegründet. Sie übernahmen ein ehemals im Besitz des Staates befindliches Gebäude, das bis zur Unabhängigkeit den Weißen Vätern gehört hatte. Seit 1994 ist Kankan eine eigene Diözese, unter der Leitung von Monseigneur Vincent Koulybali. In der Berufsschule wird in Schreinerei, Elektrik, Automechanik und allgemeiner Mechanik ausgebildet.

      In jedem Ausbildungszweig lernen 30 Schüler. In einer Zulassungsprüfung werden die Kenntnisse in Französisch und Mathematik überprüft. Das Abschlusszeugnis der Schule gilt als staatlich anerkanntes “Certificat d‘Aptitude Professionnelle”. Da die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in der Schreinerei zurückgegangen ist, hat der zuständige Ausbilder einen zusätzlichen Kurs für Analphabeten eingerichtet, in dem diese mit Basiskenntnissen der Schreinerei vertraut gemacht werden. Jeder Schüler muß sich selbst eine Unterkunft in Dabadougou oder in Kankan suchen.

      Nur 15% der Schüler sind aus Kankan. Die Salesianer leisten insofern Hilfe, als sie mit den Dorfältesten sprechen und sie bitten, bei der Suche nach Wohnmöglichkeiten behilflich zu sein. An tatsächlichen Kosten entstehen jedoch 18,00EUR pro Schüler und Schuljahr. Diese setzen sich zusammen aus den Gehaltskosten, aus den Unterhaltskosten für Maschinen und Werkhallen und aus den Kosten für didaktisches Material und für Strom und Wasser.

      Die Ausstattung der Werkstätten ist sehr unterschiedlich: Die Autowerkstatt ist nur unzureichend ausgestattet. Man hat keine Dieselmotoren als Modell, nur einige alte Toyota-Benzinmotoren. Ebenso fehlen technische Bücher.

      Die Schreinerei ist der Ausbildungszweig, der vom Maschinenbestand und von der angeschlossenen Produktion her am besten ausgestattet ist. Sie wird von Didier Sangaré geleitet, der einen sehr professionellen Katalog mit Fotos von Möbeln aus seiner Produktion für potentielle Auftraggeber angefertigt hat.

      Die Elektrikerwerkstatt dagegen ist sehr schlecht ausgestattet. Der zuständige Volontär, ein ehemaliger Absolvent der Salesianerschule in Cuenca  (Ecuador) zählt auf, dass es nur Kabel verschiedener Durchmesser, wenige Werkzeuge und 2 Motoren gibt, an denen die Arbeit an Elektromotoren geübt werden kann. Die aus anderen Salesianischen Elektrowerkstätten bekannten Tafeln für die Erstellung von Schaltungen und die verschiedenen Meßgeräte fehlen ganz.

      Die allgemeine Mechanik ist mit älteren Maschinen recht gut bestückt. Dreh- und Fräsarbeiten für Metall können ebenso durchgeführt werden wie Blecharbeiten.

      Kankan-Missira

      Schon seit 1990 möchten die Salesianer in Missira in einem Neubaugebiet, das zur Stadt Kankan gehört, ein Jugendzentrum mit Berufsausbildung errichten, um  ein eigenes Werk zu haben und um mehr Jugendliche zu erreichen als auf dem Dorf. Vor allem glauben sie, in Missira die Zielgruppe bedürftiger Jugendlicher aus den Elendsvierteln der Großstädte besser erreichen zu können. Der Bischof sieht diesen Plan kritisch. Er meint, es sei Aufgabe der Kirche, die für die Armen eine Option ausgesprochen hat, die Dörfer nicht zu vernachlässigen. Dies aber befürchtet er, wenn die Salesianer ihren Schwerpunkt von Dabagougou auf Missira verlagern.

      Mit Hilfe der Missionsprokur wurde auf dem neuen, 4 ha großen Grundstück, ein Haus für ein Jugendzentrum gebaut sowie ein zementierter Basketballplatz. Von den Geldern der Prokur wurde auch eine Umzäunung des Grundstücks mit Betonpfeilern und Stacheldraht bezahlt. Ein Wächter und ein Gärtner arbeiten bereits in Missira. Man hat 160 Akazien angepflanzt. Ein Brunnen für die Bewässerung ist vorhanden. Zur Zeit wird daran gearbeitet auf dem Basketballterrain eine Art Schuppen für eine Mehrzweckhalle einzurichten. Die Pfeiler dazu wurden eingerammt. Die Arbeiten werden von Salesianerbruder Hernán Cordero geleitet, der sie fachmännisch überwacht. Auch er ist ehemaliger Schüler aus der technischen Schule der Salesianer in Cuenca. Man möchte rechts und links von der Mehrzweckhall je drei kleinere Räume anbauen, die für Gruppenarbeiten, aber auch als Lagerräume benutzt werden können.

      Siguiri

      135 km von Kankan entfernt gibt es seit 1991 eine weitere Niederlassung der Salesianer in Siguiri, in der aber nur ein Salesianerpater, P. Jose Humberto Fonseca SDB und ein Volontär tätig sind. 25 Jugendliche werden hier im ersten Lehrjahr in Mechanik und Schreinerei ausgebildet. Wenn sie ihre Ausbildung fortsetzen wollen, müssen sie nach Dabagougou gehen. Es werden in besonderem Maße School Drop-outs aufgenommen. In Siguiri gibt es auch eine kleine Produktion, die auf Grund der Nachbarschaft von Bauxit und Diamantenförderung Aufträge, besonders für die Erstellung von Möbeln erhält.

      Jede Hilfe für diese Projekte der Salesianer Don Boscos ist willkommen. Viele Kinder und Jugendliche in den Jugendzentren und Berufsbildungszentren der Salesianer sind auf Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie uns, etwas für die Jugend in Guinea zu tun!


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