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        Gemeinsam gegen den Kinderhandel


        Zurzeit abgeschlossenes Projekt

          Wenn Sie nähere Informationen zu diesem derzeit ausfinanzierten Projekt wünschen oder an einer Finanzierung dieses Projektes Interesse haben, geben wir Ihnen dazu gerne persönlich Auskunft.

          In kurzer Zeit können wir den aktuellen Stand und Bedarf in dem nachstehenden Projekt erheben. Dieses Projekt ist nur eines aus der großen Zahl an Projekten, die uns aus den verschiedensten Ländern und zu den verschiedensten Themen vorgelegt werden. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen können.

          Mail: spenden@jugendeinewelt.at

          Tel: +43 (0)1 879 07 07

          Vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit von Jugend Eine Welt.

           

           

          Benin: Schutz gegen Missbrauch und Mädchenhandel

            Das große Ziel des vorliegenden Projekts ist der Kampf gegen den Kinderhandel, der in Benin weit verbreitet ist. Dies soll durch die Förderung und Stärkung der Mädchen erfolgen, für die Ausbeutung ein großes Risiko darstellt sowie der Frauen, die in sehr armen Dörfern auf dem Land wohnen.

             

            Die Dörfer sind relativ schwierig zu erreichen.

            Sie sind nur durch Erdpisten miteinander verbunden. In einige Dörfer gibt es überhaupt keine Zufahrtsstraßen und auch keine Verbindung mit der nächsten Stadt. Während der Regenzeit verschlimmert sich die Lage, da die Pisten zu Schlamm werden. Die Menschen leben dort hauptsächlich von der Subsistenzlandwirtschaft. Die Großfamilien leben häufig auf sehr engem Raum zusammen. Die durchschnittliche Kinderanzahl beträgt 5 Kinder pro Paar. Es gibt keine zuverlässigen Statistiken über die Anzahl der Bevölkerung, da häufig keine Geburtsurkunden ausgestellt werden. Die Frauen kümmern sich um den Haushalt und die Kinderbetreuung und arbeiten in der Landwirtschaft. Die Dörfer liegen zwischen 3 und 20 Kilometer auseinander.

            Das Projekt umfasst zwei Aktivitäten:

            • Eine Berufsausbildung in der Seifenerzeugung für 130 Frauen und Mädchen in den zwei Regionen Plateau und Ouemé.
            • Die Sensibilisierung für Kinderrechte, die Gesetze gegen Kinderhandel, die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder, Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder im Allgemeinen in 20 Dörfern der genannten Regionen.

             

            Bei der Auswahl der Dörfer wird dabei geachtet, dass jene ausgewählt werden, wo die Einwohner besonders von Armut betroffen sind und die Schulbesuchsrate sehr gering ist.

             

            Die Sensibilisierungskampagne ist Teil eines umfangreicheren Programms zum Kampf gegen Analphabetismus und für die landwirtschaftliche Bildung in den Dörfern. Die Dörfer wurden gemeinsam mit den Bürgermeistern der Gemeinden und dem Präfekten der Regionen Oueme und Plateau ausgewählt. Wichtige Indikatoren für den hier verwendeten Armutsbegriff sind die wirtschaftliche Armut (fehlendes Einkommen bzw. weniger als 1 USD/Tag), hohe Analphabetenrate, Ressourcenarmut und fehlende Infrastruktur.

             

            Kinderhandel und Kinderarbeit sind in Benin weit verbreitet. Es handelt sich dabei um eine Abänderung des ursprünglichen Systems, Kinder anderen Familienmitgliedern oder reicheren Familien „abzutreten“, um die Familien- oder Clanbande zu stärken und den Kindern eine Ausbildungsmöglichkeit zu geben, die sie im Dorf nicht hatten.

             

            Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Brauch zu einem wahren Handel von Minderjährigen entwickelt. Nach Schätzungen der UNICEF sind jedes Jahr 50.000 Kinder Opfer von Kinderhandel. Der Handel wird durch die geographische Lage des Landes und dessen Geschichte verstärkt. Die Opfer des Kinderhandels sind durch die Trennung von den Familien traumatisiert. Körperliche Verletzungen durch Missbrauchshandlungen kommen meistens hinzu. Die Ursachen für den Kinderhandel sind vielfältig und bedingen sich oft gegenseitig: Armut, eingeschränkter Zugang zu Bildung, fehlender Schutz gegen Ausbeutung von Kindern, schwache Institutionen.

             

            Der Schwerpunkt der Arbeit der Don Bosco Schwestern liegt seit mehr als zehn Jahren auf der Präventionsarbeit und dem Schutz der betroffenen Kinder. Die Schwestern unterstützen besonders arme Familien finanziell durch Einkommen generierende Projekte und Mikrokredite, bieten Alphabetisierungs- und Ausbildungskurse für Mädchen an, sprechen mit den Drahtziehern des Kinderhandels und auch mit den Familien in den Dörfern, betreuen Mädchen in Internaten. Weiters arbeiten die Don Bosco Schwestern zusammen mit dem Familienministerium, der Polizei und internationalen Organisationen zum Schutz der Kinder.


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