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Nachruf: Ein Leben für die Yanomami – Einsatz bis zuletzt

    Die aus Österreich stammende Don Bosco Schwester Maria Wachtler ist im September 2016 in Venezuela gestorben.

    "Venezuela ist jetzt nicht mehr das reiche Land, jetzt ist es anders." Mit diesen Worten endete einer der letzten Briefe, den Maria Wachtler jüngst an Jugend Eine Welt geschrieben hat. Jetzt kann sie über das Leben "ihrer" Yanomami nicht mehr berichten: Die aus dem Burgenland stammende österreichische Missionarin Sr. Maria Wachtler FMA ist am Montag, dem 5. September 2016, im Alter von 81 Jahren in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, gestorben. In jenem Land, in dem Sr. Maria über Jahrzehnte gelebt und gewirkt hat.

    "Mit großem Bedauern und zugleich tief empfundener Dankbarkeit teilen wir die Nachricht vom Ableben Sr. Wachtlers mit", sagt Reinhard Heiserer, Vorstandsvorsitzender von Jugend Eine Welt: "Lange Zeit und bis zuletzt haben wir Sr. Maria und ihr Werk für das Volk der Yanomami am Oberen Orinoco unterstützt, auch mit den Spenden vieler Österreicher, vor allem aus dem Burgenland." Die letzten Wochen hat Sr. Maria nicht mehr bei den Yanomami verbringen können, sondern lebte in Caracas. Nach der am Dienstag zelebrierten Begräbnismesse wird Sr. Maria verbrannt. Ihre Asche soll an die Yanomami übergeben werden, die den Totenritus für sie durchführen wie für Stammesangehörige. So, wie es sich Sr. Maria selbst gewünscht hat.

    Lebenslauf
    Maria Wachtler wurde 1935 in Zanegg in Westungarn geboren und wuchs in Neusiedl am See auf. Schon als Kind wusste sie, dass sie einmal Ordensschwester werden wollte. 1953 war es soweit: Maria trat den Don Bosco Schwestern bei. Von 1956 bis 1964 wirkte sie als Kindergärtnerin in Innsbruck. 1965 wurde sie auf Mission nach Venezuela geschickt: zum Volk der Yanomami am Alto Orinoco.

    Unermüdlich
    "Lachen, mit denen, die lachen und weinen, mit denen, die weinen." Dieser Satz von Schwester Maria drückt viel von ihrer Lebenserfahrung, ihrer Mission und Liebe zum Volk der Yanomami aus, mit dem sie über fünf Jahrzehnte tief verbunden war. Gemeinsam mit anderen Don Bosco Schwestern baute sie am Oberen Orinoco unter anderem ein funktionierendes Unterrichtssystem auf, sorgte für eine medizinische Grundversorgung und verfasste das erste Grammatikbuch der Yanomami-Sprache. Unermüdlich trieb sie Geld für Boote, Außenbordmotoren, Schulen und Krankenstationen auf.

    "Sie war eine bemerkenswerte Ordensfrau, die in aller Bescheidenheit enorm viel geleistet hat", so Heiserer. Der Staat Venezuela würdigte ihre Arbeit mit einer Briefmarke. In Österreich wurde sie unter anderem mit dem ROMERO-Preis ausgezeichnet. Die Wertschätzung für Sr. Maria Wachtler sowie die Unterstützung für ihr Werk ist Jugend Eine Welt "auch über ihren Tod hinaus ein Anliegen."

    Mehr zu und über Sr. Maria Wachtler findet sich hier.


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