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    Tag des Kindes: 48 Straßenkinder in Sierra Leone wieder bei ihren Familien!

      Am 18. September werden in vielen Ländern die Sorgen und Rechte der Kinder in den Mittelpunkt gestellt - dieser "Tag des Kindes" ergänzt den "Weltkindertag", der in Österreich am 20. November begangen wird, an dem 1989 die UNO-Kinderkonvention beschlossen wurde.

      Jugend Eine Welt widmet den "Tag des Kindes" 2016 den Straßenkindern von Sierra Leone, die schon Anfang des Jahres im Fokus des "Tags der Straßenkinder" standen. Ihre Anzahl hatte sich in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Ebola-Epidemie, die 2014 und 2015 rund 3.600 Menschenleben forderte, vervielfacht.

      Dank der engagierten Arbeit von Don Bosco Fambul, der von Jugend Eine Welt seit Jahren unterstützten Partnerorganisation in Sierra Leone, konnten vor Kurzem 48 Straßenkinder wieder zu ihren Familien zurückkehren. Die Jungen im Alter von acht bis 15 Jahren hatten bis Anfang des Jahres auf den Straßen von Freetown gelebt. Seit Jänner nahmen sie an einem achtmonatigen Rehabilitationsprozess teil, bei dem sie und ihre Familien Schritt für Schritt wieder in die Lage versetzt wurden, gemeinsam ein normales, friedliches Leben zu führen.

      "Nirgends ist ein Kind so gut aufgehoben wie in der eigenen Familie", ist Jugend Eine Welt Vorsitzender Reinhard Heiserer überzeugt. "Wir freuen uns gemeinsam mit den 48 Kindern und ihren Familien, dass sie wieder zueinander gefunden haben und gratulieren unseren Projektpartnern herzlich zu diesem Erfolg!"

      Wie erfolgreiche Reintegration gelingt
      Um eine erfolgreiche - dauerhafte - Reintegration von Straßenkindern in ihren Familien zu ermöglichen, setzt Don Bosco Fambul komplexe, gut aufeinander abgestimmte Maßnahmen ein: Zu Beginn werden die grundlegende Bedürfnisse des Kindes erfüllt - Nahrung, Kleidung, ein sicherer Platz zum Schlafen, medizinische und psychologische Hilfe. In der Folge erhalten die Kinder zahlreiche Angebote, die ihnen Spaß machen, ihre sozialen Fähigkeiten stärken und sie dazu motivieren, freiwillig immer wieder zu kommen: Sport, Spiele, Musik, Theater spielen, Tanzen, gelebte Spiritualität. Selbstverständlich stehen auch Schulstunden auf dem Programm. Vor allem aber lernen die Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße oft massive Gewalterfahrungen machen mussten, anderen Menschen wieder zu vertrauen und schöpfen Hoffnung, dass sich ihr Leben zum Guten wenden kann.

      Die Familien werden einbezogen
      Bevor eine Familie ihr Kind zurückbekommt, wird sie mehrfach von Sozialarbeitern besucht. Am Ende dieses Prozesses steht eine schriftliche Vereinbarung mit Don Bosco, in der die Familie verspricht, künftig ein sicheres Lebensumfeld für das Kind gewährleisten. Sie muss garantieren, dass es genügend Nahrung und Kleidung erhält, zur Schule gehen darf und keine Körperstrafen eingesetzt werden. Zudem muss die Familie damit einverstanden sein, dass sie von den Don Bosco Sozialarbeitern regelmäßig Besuch erhält - solange bis das Kind die Sekundärschule abschließt.

      Neues Pilotprojekt startet in Kürze
      Das erfolgreiche Reintegrationsprogramm von Don Bosco Fambul soll in Zukunft noch ausgeweitet werden: Derzeit sind 5 Salesianer und 25 Sozialarbeiter sowie weitere Mitarbeiter täglich von acht Uhr abends bis drei Uhr früh in fünf Stadtteilen von Freetown unterwegs, um Straßenkinder zu kontaktieren und ihre spezielle Situation ein Jahr nach der Ebola zu erheben. Ab Oktober soll ein neues Pilotprojekt mit 30 Straßenkindern durchgeführt werden, die sich in Hoch-Risiko-Situationen befinden. Wenn alles gut geht, sollen die meisten von ihnen bereits Ende des Jahres wieder bei ihren Familien sein.


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