Spendenbutton

Bitte unterstützen Sie dieses Projekt.


Für nähere Informationen schreiben Sie uns.

Projekte in Sierra Leone


    Mit dem Kindernottelefon informiert Don Bosco Fambul über die Gefahren des Ebola-Virus.


    Hilfsprogramm gegen Ebola

      Reinhard Heiserer, Vorstandsvorsitzender von Jugend Eine Welt, mit dem Team des Mädchenhauses.


      Kontakt- und Beratungsstelle für Mädchen mit (sexueller) Gewalterfahrung

        Orden helfen Orden: Nothilfe Ebola-Epidemie in Sierra Leone


          Orden helfen Orden


          Medienberichte über den Kampf der Salesianer Don Boscos gegen Ebola


            Ebola-Bilanz und ein neuer Fall in Sierra Leone

              Mit Stand 3. Jänner 2016 wurden weltweit 28,637 Fälle der Ebola-Viruserkrankung und 11,315 Todesfälle gezählt. Davon 10.675 Erkrankungen/ 4.809 Todesfälle in Liberia; 3.804 Erkrankungen/2.536 Todesfälle in Guinea sowie 14.122 Erkrankungen/ 3.955 Todesfälle in Sierra Leone.

              Am 7.11.2015 wurde Sierra Leone, am 29.12.2015 Guinea und am 14. Jänner 2016 Liberia - und somit ganz Westafrika - für Ebola-frei erklärt.

              Doch immer wieder tauchen einzelne Erkrankungs- bzw. Todesfälle auf. So ist am 14. Jänner 2016 in Sierra Leone im Distrikt Tonkolili erneut ein Mensch an Ebola gestorben. Zwei Tests an der Leiche eines Jungen haben dies nach Angaben des Gesundheitsministeriums Sierra Leones bestätigt. Mittlerweile hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Fall bestätigt.

              Die Nachrichten kam nur wenige Stunden nach einer Erklärung der WHO, die international für Aufsehen gesorgt hatte: Auch in Liberia sei der Virus nun besiegt - und Westafrika damit Ebola-frei.

              Mit solchen Rückschlägen müsse man laut Experten immer wieder rechnen. Allerdings sei die Bevölkerung aber im Gegensatz zu Beginn der Ebolakrise nun ausreichend aufgeklärt und Isolationsstationen, Behandlungszentren sowie Labore sind nach wie vor in Sierra Leone vorhanden.

              Sierra Leone nach der Ebola-Epidemie – „Tausende sitzen auf gepackten Koffern“

                 

                (06. November 2015) Massenexodus junger Westafrikaner ist im kommenden Frühjahr zu befürchten. Präventive entwicklungspolitische Maßnahmen sind ein Gebot der Stunde. Weiter

                 

                Sierra Leone doch nicht Ebola-frei

                  (31. August 2015) Die Meldung, Sierra Leone sei Ebola-frei, kam zu früh: Am 30. August wurde ein neuerlicher Infektionsfall bekannt / Kritik an "Ebola-Profiteuren"! Weiter

                  Salesianerbruder Lothar Wagner und der kleine Ibrahim © L. Wagner

                  Erblindung, Gelenkschmerzen, Haarausfall: Zahlreiche Ebola-Überlebende leiden an „Post Ebola Syndrom“

                    (22. Juni 2015) Medizinische Hilfe in Sierra Leone völlig unzureichend / Salesianerbruder Lothar Wagner bringt vierjährigen Ibrahim zur Hilfe nach Deutschland - Interviewmöglichkeit! Weiter
                    Die Ebola-Waisenkinder in Westafrika beginnen langsam wieder zu lächeln.

                    Die Ebola-Waisenkinder in Westafrika beginnen langsam wieder zu lächeln

                      (18. März 2015) „In Liberia hat es seit mehr als 15 Tagen keine neuen Infektionen gegeben. In Sierra Leone fiel die Infektionsrate in den letzten Wochen auf 10 Fälle pro Tag. Und dank guter Obsorge, richtiger Behandlung der Symptome, besserer Nahrung für die Kranken und emotionaler Unterstützung konnte die Sterblichkeitsrate unter den Infizierten von 70 auf 40 Prozent gesenkt werden“, berichtet Fr. Jorge Crisafulli, der Provinzial der englischsprachigen Provinz der Salesianer Don Boscos in Westafrika.

                      Die Salesianer kümmern sich dort mit Unterstützung von Jugend Eine Welt um Ebola-Waisenkinder. Mehr als 200 Kinder im Alter zwischen 4 und 17 Jahren wurden im Interim Kinderschutzzentrum von Don Bosco Fambul in Sierra Leone aufgenommen. „Manche waren bei ihrer Ankunft sehr schwach und konnten weder sprechen noch gehen. Doch wir haben uns gut um sie gekümmert und sie mit reichhaltiger Nahrung versorgt. Nun beginnen sie langsam wieder zu lächeln. Das ist wunderbar!“, freut sich Fr. Crisafulli. Mittlerweile stehen die Salesianer vor neuen Problemen, was die Kinder betrifft, denn vielen wurde der Anspruch auf das Land, das sie von ihren Eltern geerbt haben, aberkannt. „Wir haben Rechtsanwälte angestellt, um ihre Rechte zu verteidigen“, berichtet Fr. Crisafulli.

                      Auch angesichts der erfreulicherweise sinkenden Infektionszahlen dürfen die furchtbaren Tragödien nicht vergessen werden, die Ebola verursacht hat. So starben in einem kleinen Dorf in Sierra Leone 83 der 240 BewohnerInnen. Viele Kinder werden von der Erinnerung an den Krankenwagen verfolgt, der ihre Eltern mitnahm und nie wiederkam. „Jetzt stehen wir vor einer neuen Aufgabe: Wir müssen uns darum kümmern, dass sich die Dörfer, die durch Ebola traumatisiert wurden, wieder erholen. In der nächsten Zeit wird die Erziehung und Fürsorge für Kinder in Risikosituationen sowie die Hilfe für die ärmsten Familien unsere Priorität sein“, so Fr. Crisafulli.

                      In Ländern wie Sierra Leone und Liberia, die schon vor der Epidemie mit vielen Problemen zu kämpfen hatten, wirken sich die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krankheit verheerend aus. Und auch wenn es mittlerweile weniger Ansteckungen gibt, ist Ebola noch lange nicht besiegt. In Sierra Leone treten immer wieder neue Fälle auf – auch in Distrikten, die schon als Ebola-frei galten.  „Tausende Menschen haben in den letzten Monaten ihre Liebsten verloren, Tausende haben unaussprechliches Leid erfahren. Wir helfen, wo wir können und werden alles tun, um unseren Don Bosco Projektpartnern auch in den nächsten Monaten tatkräftig zur Seite zu stehen!“, versichert Jugend Eine Welt Vorsitzender Reinhard Heiserer.

                      Bitte helfen Sie uns helfen:

                        Spendenkonto Jugend Eine Welt

                        Stichwort "Don Bosco Fambul"

                        Raiffeisen Landesbank Tirol

                        IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000

                        BIC/SWIFT: RZTIAT22

                          Jetzt spenden!
                          Br. Lothar Wagner SDB im Einsatz für die Opfer des Ebola-Virus.

                          Mitten im Sterben stehen

                            (10. März 2015) In der aktuellen Ausgabe des Magazins „konkret“ von missio berichtet Br. Lothar Wagner SDB, Direktor von Don Bosco Fambul in Freetown/Sierra Leone, berührend, wie er einen an Ebola erkrankten Burschen begleitet und ihm zur Seite steht. Zum Artikel

                            Salesianerbruder Lothar Wagner warnt vor verfrühtem Freudentaumel

                              (3. Februar 2015) Die Zahl der Ebola-Neuinfektionen gehen in Sierra Leone zurück. Im Interview mit domradio.de warnt Br. Lothar Wagner SDB jedoch vor zu viel Optimismus. Zum Interview

                              Bruder Lothar Wagner aus Sierra Leone schreibt an seine Förderer

                                (3. Februar 2015) In einem Brief an seine UnterstützerInnen berichtet Br. Lothar Wagner SDB, Direktor von Don Bosco Fambul in Sierra Leone, von einem Rückgang der Ebola-Infektionen. Doch diese Entwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Ende der Epidemie noch nicht in Sicht ist. Unterstützung wird weiterhin dringend benötigt. Zum Brief im Wortlaut

                                Br. Lothar Wagner SDB bedankt sich für die Unterstützung im Kampf gegen Ebola

                                  „Ebola wird nicht am Schreibtisch geheilt“

                                    (9. Jänner 2015) In einem Interview mit Radio Vatikan übte Salesianerbruder Lothar Wagner, Leiter des von Jugend Eine Welt unterstützten Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul in Freetown/Sierra Leone am 9. Jänner neuerdings scharfe Kritik an der internationalen Ebola-Hilfe, insbesondere durch die UNO. Er bedauerte das schwindende Medieninteresse an der Epidemie: „Dass die Medien nicht mehr über Ebola berichten, ist für mich schleierhaft und nicht nachvollziehbar. Vor allem weil die die Situation heute, im Januar 2015, weitaus schwieriger ist als im vergangenen August, als die Medien noch darüber berichtet haben! (…) Auch wenn die apokalyptischen Vorhersagen nicht eingetroffen sind, ist die Situation nach wie vor dramatisch. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir jeden Tag bis zu vierzig neue Infektionen haben, vor allem hier in Freetown, der Hauptstadt. In den Armutsvierteln hier ist die Situation nach wie vor außer Kontrolle. Die Menschen meiden Kontakt; das ist nach wie vor hier eine Ausnahmesituation.“

                                    Die Lage von jungen Menschen, um die sich die Bruder Lothar und sein Team besonders kümmern, habe sich wegen Ebola massiv verschlechtert. Schulen seien weiterhin geschlossen, Kinder landen reihenweise auf der Straße. Auch die Zahlen von sexuellem Missbrauch seien angestiegen. Das Mädchenhaus der Salesianer Don Boscos sei an den Grenzen seiner Kapazitäten.

                                    Obwohl sich Bruder Lothar von der internationalen Gemeinschaft vergessen fühlt, ist er für die großartige Unterstützung durch zahlreiche Spender und Spenderinnen dankbar – auch aus Österreich. Und die Hilfe bleibt weiterhin dringend nötig, denn leider ist ein Ende der Ebolakrise noch lange nicht in Sicht. „Wir stehen kurz vor einer Hungersnot“, so Bruder Lothar. „Die Preise sind enorm; Menschen haben ihre Arbeit verloren. Es ist jetzt an der Zeit, rechtzeitig Aktivitäten einzuleiten, damit wir nach der Ebolakrise nicht in eine Hungerkrise schlittern, und damit es nicht zu Unruhen kommt. Ich warne ausdrücklich davor, den Blick dieser ganze Krise nur auf die Ebolapandemie zu lenken. Es gibt schwerwiegende Nebenwirkungen, die wir jetzt unter Kontrolle kriegen müssen.“

                                    Das gesamte Interview finden Sie hier.

                                    Br. Lothar Wagner SDB

                                    Ordensmann übt heftige Kritik an Ebola-Hilfe der UNO

                                      Salesianerpater Wagner: "Totalversagen der internationalen Gemeinschaft" - "Vor allem Nichtregierungsorganisationen und Kirchen arbeiten hart"

                                      (24. Dezember 2014) Heftige Kritik an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und den Hilfsmaßnahmen der internationalen Gemeinschaft für Ebola-Opfer hat der deutsche Ordensmann und Leiter eines Ebola-Therapiezentrums in Sierra Leone, Lothar Wagner, geäußert. "Anstatt sich für das Totalversagen der internationalen Gemeinschaft zu entschuldigen, behauptete der UN-Chef, dass seine Strategie in der Ebola-Bekämpfung nun Wirkung zeige", sagte der Salesianer-Bruder am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freetown.

                                      "Das war schon reichlich harter Tobak in Angesicht der Tatsache, dass es vor allem Nichtregierungsorganisationen sowie Kirchen gewesen sind, die hier hart gearbeitet haben und es immer noch tun", so Wagner wörtlich. Es gehe der UN anscheinend nur noch darum, "irgendwie ohne großen Imageschaden aus dieser Krise zu kommen".

                                      Der UN-Generalsekretär hatte am vergangenen Wochenende Ebola-Behandlungszentren in Westafrika besucht. Dabei hatte er erklärt, er sehe die Weltgemeinschaft auf gutem Weg, die Epidemie in Westafrika unter Kontrolle zu bringen. Es bleibe noch viel zu tun, aber er sei inzwischen "vorsichtig optimistisch".

                                      Wagner ist Leiter von "Don Bosco Fambul"; es ist nach seinen Angaben das größte Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche, die von Ebola betroffen sind. Wagner erläuterte, es seien die Menschen in Sierra Leone, die "mit ihren bescheidenen Möglichkeiten den Kampf gegen Ebola gewinnen werden. UN-Hilfen sind bisher sehr zögerlich, beschämend und halbherzig". Der Salesianer warf der internationalen Gemeinschaft zudem mangelnde Koordination vor. "Es hat sich gezeigt, dass die vielen Beauftragten sowie Kommissionen im Kampf gegen die Ebola eher hinderlich, als förderlich waren."

                                      Der Ordensmann wies Berichte zurück, nach denen das Therapiezentrum von der UN und der britischen Regierung finanziert werde: "Fakt ist: Wir haben UN-Gelder weder angefragt noch erhalten. Das Zentrum wird durch den Generaloberen der Salesianer Don Boscos komplett finanziert."

                                      Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/66878.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

                                       

                                      Weihnachtsgruß von Br. Lothar Wagner SDB aus Sierra Leone

                                        Weihnachtsgruß (PDF)

                                        Sierra Leone - kein Ende der Ebola-Epidemie in Sicht

                                          (16. Dezember 2014) Laut Salesianerbruder Lothar Wagner, Leiter der Kinderschutzorganisation Don Bosco Fambul in Sierra Leone und Projektpartner der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, ist noch lange kein Ende der Ebola-Epidemie in Sicht. Im Gegenteil, mit bis zu 100 Neuinfektionen täglich verschärft sich die Situation immer weiter. Die Regierung sei völlig überfordert, es gäbe viel zu wenige Labore, Ärzte und Logistiker, landesweit  stünden nur 300 Behandlungsbetten zur Verfügung. Weiter

                                          Br. Günter Mayer

                                          Br. Günter Mayer: Zeit nach Ebola wird für Westafrika noch schlimmer

                                            (18. November 2014) Der in Westafrika tätige Salesianerbruder Mayer kritisiert im Gespräch mit der Katholischen Presseagentur Österreich die Internationale Gemeinschaft. Weiter

                                            mobile Waschstationen gegen Ebola in Sierra Leone. ©ANS

                                            Don Bosco Fambul stellt Sozialministerium 20 mobile Waschstationen zur Verfügung

                                              (11. November 2014) In einer Zeremonie mit dem Sozialminister Moijueh Kaikai wurden die 20 mobilen Waschbecken von Don Bosco Fambul an die Regierung übergeben. Die Waschbecken werden an strategisch wichtigen Plätzen in Freetown aufgestellt und sollen u.a. auch als Hinweis dafür dienen, dass Hygiene der beste Schutz vor Ebola ist. Sozialminister Moijueh Kaikai betonte während der Zeremonie die große Bedeutung der Arbeit von Don Bosco Fambul und den wichtigen Einsatz der Organisation für Kinder und Jugendliche in Sierra Leone.

                                              Die Salesianer Don Boscos helfen in Sierra Leone den Opfern von Ebola.

                                              80 Neuinfektionen pro Tag

                                                (24. Oktober 2014) Die Don Bosco Projektpartner von Jugend Eine Welt berichten, dass die Ebolaepidemie mittlerweile völlig außer Kontrolle geraten ist. Täglich stecken sich 80 Menschen mit dem Ebolavirus an. Gleichzeitig gibt es in den drei Behandlungszentren nur 500 Betten. Insgesamt sind auch 1.569 Kinder unter Quarantäne, 153 Kinder haben einen Elternteil verloren und 521 Kinder wurden zu Waisen. Die Zahl der Fälle dürfte jedoch weitaus höher sein, da viele Erkrankungen aus Angst vor einer Stigmatisierung nicht gemeldet werden.

                                                Die dramatische Ausbreitung von Ebola wird durch die unzureichenden Quarantänemaßnahmen erleichtert. Viele Menschen pflegen ihre kranken Angehörigen zu Hause, werden also nicht isoliert. Bei Todesfällen durch den Ebolavirus dauert es oft viel zu lange bis die Toten sicher abtransportiert werden können. Insgesamt sind die Quarantänemaßnahmen, trotz der unermüdlichen Arbeit von Polizei und Armee, völlig unzureichend. Internationale Hilfe wird dringend benötigt.

                                                 

                                                Lothar Wagner, Salesianer Don Boscos und Direktor von Don Bosco Fambul sowie Moijeh Kaikai, Sozialminiser von Sierra Leone. Copyright: Don Bosco Fambul

                                                Ebola in Sierra Leone: Immer mehr verzweifelte Kinder am Notruf-Telefon – Kinderkrankenhaus geschlossen

                                                  (6. Oktober 2014) Don Bosco Fambul fordert dringend mehr Labore und Isolationsstationen. Mehr dazu finden Sie hier: Weiter

                                                  Desinfektionsstation in einem Armenviertel

                                                  Die Lage in Sierra Leone wird sich vor Ende des Jahres nicht verbessern

                                                    (1. Oktober 2014) Die Jugend Eine Welt Partnerorganisation Don Bosco Fambul rechnet nicht damit, dass sich die Lage in Sierra Leone vor Ende des Jahres verbessern wird. „Mit der Ankunft von gutem Schutzmaterial sowie mobilen Laboren und Krankenhäusern mit qualifiziertem Personal aus Deutschland ist nicht vor Ende des Jahres zu rechnen. Die nächsten drei Monate werden alle Kräfte abverlangen. Wir bekommen nun die Quittung für zu langes Zögern der Internationalen Gemeinschaft sowie der lokalen Regierung", so Br. Bruder Lothar SDB, Direktor von Don Bosco Fambul. Wie angespannt die Lage ist, zeigt die Situation in der Hauptstadt Freetown. Aus den drei Stadtteile Waterloo, Angola Town und Kroo Ba werden besonders viele Verdachts- und Ebolafälle gemeldet werden. Don Bosco Fambul fordert daher diese Gebiete unter Quarantäne zu stellen. Die Städte Port Loko, Moyamba und Bombali wurden aus diesem Grund bereits unter eine 21-Tage-Quarantäne gestellt.

                                                    Besonders betroffen sind von der Ebola-Epidemie Kinder und Jugendliche. Nach den Zahlen des Sozialministeriums, UNICEF und der Don Bosco Child Line 116 sind 310 Kinder durch Ebola zu Waisen geworden, 679 Kinder sind unter Quarantäne. Weiters gibt es 94 Verdachtsfälle bei Kindern und 54 Kinder sind in Behandlung. Besonders für dieses Kinder und Jugendlichen ist Hilfe von der internationalen Gemeinschaft dringend notwendig. „Es geht nicht nur um die Bekämpfung der Epidemie, sondern auch um psycho-soziale Unterstützung für junge Menschen und damit um die Zukunft des Landes", erklärt Bruder Lothar SDB.

                                                    Die Don Bosco Child Line 116, die einzige Telefonhotline in Sierra Leone, informiert weiter über die Gefahren von Ebola und leistet Aufklärungsarbeit. Derzeit rufen jedoch hauptsächlich Kinder und Jugendliche an, die durch die Epidemie Vollwaisen wurden, unter Quarantäne stehen oder die von ihren Familien ausgestoßen wurden. Um die hohe Zahl an Anrufen bewältigen zu können wurde die Zahl der Telefonleitungen von fünf auf zehn erhöht.

                                                    Ständiges Fiebermessen in Don Bosco Freetown.

                                                    Nach Ebola-Ausgangssperre in Sierra Leone: Seife verteilen reicht nicht!

                                                      (22. September 2014) Don Bosco Fambul fordert mindestens 5.000 Betten für Ebola-Infizierte. Weiter!

                                                      Br. Lothar Wagner SDB leitet die Hilfsmaßnahmen in Sierra Leone.

                                                      Don Bosco in Westafrika: "Ebola zerstört auch den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft."

                                                        (11. September 2014) Immer mehr Menschen sind in Westafrika an Ebola erkrankt. In Guinea, Sierra Leone und Liberia haben die Regierungen mehr als 4.200 Ebolaerkrankungen und 2.288 Toten gemeldet. Die Zahl dürfte jedoch um das zwei- bis vierfache höher sein, denn fehlendes medizinisches Personal und fehlende Spitalsbetten zwingen die Verwandten von Ebolapatienten sie daheim zu pflegen. Dadurch kann sich der Virus noch rascher ausbreiten.

                                                        Die Folgen der Ebola-Epidemie haben für die Menschen in den einzelnen Staaten auch verheerende wirtschaftliche und soziale Folgen. Die Fortschritte, die beim Wiederaufbau der vom Brügerkrieg zerstörten Länder Sierra Leone und Liberia gemacht wurden, sind in Gefahr. Die Wirtschaft leidet unter der Epidemie, Schulen müssen geschlossen bleiben und aus Furcht vor einer Ansteckung mit Ebola zerbrechen soziale Bindungen. Die langfristigen Folgen dieser wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Ebola-Epidemie sind noch nicht abzusehen.

                                                        In Liberia breitet sich die Krankheit rasend schnell aus und die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet tausende neue Krankheitsfälle in den nächsten Wochen. Die Don Bosco Projektpartner von Jugend Eine Welt in Liberia unterstützen den Kampf gegen Ebola mit allen Kräften. Durch Theaterstücke auf öffentlichen Plätzen und durch Flugblätter sollen die Menschen über Ebola informiert werden. Zahlreiche Familien werden auch mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikel versorgt.

                                                        Auch Sierra Leone ist schwer von der Ebola-Epidemie betroffen. Don Bosco Fambul, die NGO der Salesianer Don Boscos in Freetown, hat ein Zentrum für 60 Kinder eingerichtet, die durch Ebola ihre Eltern verloren haben oder aufgrund der Krankheit verstoßen wurden, weil sich die Verwandten auch nach einer Heilung vor einer Ansteckung fürchten. Die Registrierung der Kinder läuft über die Don Bosco Telefonhotline 116 in Abstimmung mit dem Sozialministerium.

                                                        Bisher gibt es in Ghana noch keinen Fall von Ebola. Die Don Bosco Projektpartner von Jugend Eine Welt stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsministerium und können jederzeit eine Aufklärungskampagne im Radio, Fernsehen und Tageszeitung starten.

                                                        Jugend Eine Welt unterstützt die Nothilfemaßnahmen und die Aufklärungsarbeit der Salesianer Don Boscos in Westafrika. Bitte helfen Sie mit einer Spende.

                                                        Br. Lothar Wagner bei der Haus zu Haus Kampagne.

                                                        Viertägige Ausgangssperre in Sierra Leone geplant

                                                          (8. September 2014) In Sierra Leone plant die Regierung im Kampf gegen Ebola vom 18. bis 21. September 2014 eine viertägige Ausgangssperre zu verhängen. 21.000 MitarbeiterInnen der Regierung und von Nichtregierungsorganisationen sollen in dieser Zeit nach Ebola-Patienten suchen. Br. Lothar Wagner SDB, Direktor von Don Bosco Fambul in Freetown, spricht sich, ebenso wie die britische Delegation im der Task Force des Präsidenten, gegen diese Maßnahme aus: „Die Soldaten, Polizisten und Regierungsangestellten sind zu schlecht ausgebildet, um diese Maßnahme professionell und systematisch durchzuführen.“ Befürchtet wird, dass es bei Schwierigkeiten zu Panikreaktionen von Seiten der Beamten und Polizisten kommen könnte und dadurch Unruhen ausgelöst werden. „Viele Menschen sind an Malaria, Cholera, Typhus oder Tuberkulose erkrankt, da die Meisten Krankenhäuser geschlossen sind. Nun fürchten diese Menschen auch noch als Ebola-Kranke stigmatisiert zu werden. Mit der Kooperationsbereitschaft dieser Menschen kann man daher nicht rechnen“, berichtet Br. Lothar Wagner SDB.

                                                          Neuerliche Forderungen nach internationaler Unterstützung – bisherige Hilfe der Staatengemeinschaft nur halbherzig

                                                          Don Bosco Fambul fordert eine bessere Vorbereitung der Ausgangssperre und internationale Unterstützung. Wichtig wäre der Einsatz von UN-Soldaten, Seuchenexperten, Ärzten und Krankenpflegern. Umfassende Hilfe von Seiten der Vereinten Nationen wird dringend gebraucht, auch beim Aufbau von Krankenhäusern mit genügend Aufnahmekapazität, der Lieferung von Schutzmaterialien und Medikamenten. Die bisherige Maßnahmen der Vereinten Nationen seinen nur halbherzig gewesen und immer um Monate zu spät gekommen.

                                                           

                                                          Br. Lothar Wagner, der Leiter von Don Bosco Fambul, im Einsatz gegen Ebola.

                                                          Zentrum für von der Ebola-Epidemie betroffene Kinder eröffnet

                                                            (04. September 2014) Die Salesianer Don Boscos haben in Sierra Leone ein Zentrum eingerichtet in dem Kinder und Jugendliche aufgenommen werden, die von der Ebola-Epidemie betroffen sind. Sie haben entweder ihre Eltern durch die Ebola-Epidemie verloren oder waren selber am Virus erkrankt und können nun aus Furcht und Angst vor Ansteckung nicht mehr nach Hause können. Schätzungen gehen davon aus, dass es landesweit 200 Kinder gibt, die ihre Eltern durch Ebola verloren haben. Im Kinderzentrum werden diese Kinder sozialpädagogisch und psychologisch betreut und erhalten Zugang zu Bildung. Die Regierung hat Don Bosco Fambul um Hilfe bei der Registrierung von betroffenen Kindern gebeten. Die Don Bosco Child Line 116 ist landesweit bekannt und erreichbar und wird die Registrierung der Kinder durchführen und Kontakt zu lokalen Partnerorganisationen halten.

                                                            Schwieriger Einsatz für Kinder und Jugendliche

                                                            Die Arbeit in den Projekten der Salesianer Don Boscos gestaltet sich zunehmend schwieriger. Viele Krankenhäuser sind geschlossen und so erhalten 18 Kinder und Jugendliche, die von Don Bosco Fambul betreut werden und HIV-infiziert sind, keine Medikamente. Das Gefängnis Pademba in Freetown ist völlig überfüllt. In dem Gefängnis, das für 350 Menschen errichtet wurde, sind über 1.900 Menschen untergebracht. Die Essensrationen sind gering und die medizinische Versorgung katastrophal. Don Bosco Fambul kümmert sich im Gefängnis Pademba um 110, meist sehr kranke, Jugendliche.

                                                            Für die MitarbeiterInnen von Don Bosco Fambul gestaltet sich die Arbeit schwierig, da Furcht vor einer Ansteckung mit dem Ebola-Virus groß ist. In den Don Bosco Einrichtungen, wie dem Kinderzentrum oder dem Mädchenhaus, werden daher dringend Insolationsstationen benötigt, um die MitarbeiterInnen, Kinder und Sicherheitskräfte schützen zu können. Die Materiallieferungen verzögern sich jedoch, da zahlreiche Fluglinien Sierra Leone nicht mehr anfliegen. Dennoch sollte es gelingen die Isolationsstationen bis Ende der Woche einzurichten.

                                                             
                                                            Logo der Don Bosco Kampagne gegen Ebola

                                                            Westafrika: Die Salesianer Don Boscos im Einsatz gegen Ebola

                                                              (4. September 2014) Die Jugend Eine Welt Projektpartner in der englischsprachigen Provinz Westafrika (AFW) setzen sich in Nigeria, Liberia, Ghana und Sierra Leone für die von Ebola betroffenen Menschen ein. Die aktuellen Zahlen sind erschreckend. In Liberia wurde 1.386 Ebola-Erkrankungen gemeldet, 754 Menschen starben bereits. In Sierra Leone wird von 1.050 Erkrankungen und 392 Todesfällen ausgegangen. In Nigeria scheint die Lage unter Kontrolle zu sein und Ghana ist bisher das einzige Land der Provinz, in dem kein Ebolafall gemeldet wurde. Die Salesianer Don Boscos gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer der Erkrankten und verstorbenen weitaus höher sein dürfte, da viele Fälle nicht bei den Behörden gemeldet werden oder Erkrankte aus Angst vor Stigmatisierung kein Krankenhaus aufsuchen.

                                                              Ebola-Epidemie auch eine gesellschaftliche Herausforderung

                                                              Der Ebola-Ausbruch stellt auch eine  große wirtschaftliche und soziale Herausforderung  für die Menschen dar. Viele Krankenhäuser sind geschlossen, Ärzte und Krankenschwester erscheinen nicht zum Dienst aus Angst sich mit dem Ebola-Virus anzustecken. Weiters steigen die Preise für Grundnahrungsmittel und Desinfektionsmittel. Ausgangssperren wurden verhängt, um die steigende Kriminalitätsrate in den Griff zu bekommen.

                                                              Hilfsmaßnahmen in Westafrika

                                                              Trotz der schwierigen Situation in der englischsprachigen Provinz Westafrika unterstützen die Don Bosco Projektpartner die Menschen in den betroffenen Ländern.

                                                              Ghana
                                                              In Ghana organisierte das Don Bosco Youth Network (DBYN) in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium eine landesweite Informations- und Präventionskampagne, um die Menschen mittels SMS, Videos, Plakate uvm. über die Gefahren von Ebola aufzuklären.

                                                              Nigeria
                                                              In Nigeria konzentrieren sich die Salesianer Don Boscos auf die Aufklärung der Bevölkerung in Lagos, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

                                                              Liberia
                                                              Die Situation in Liberia verschärft sich zunehmend. Einschränkung bei der Bewegungsfreiheit erschweren die Nothilfemaßnahmen der Don Bosco Projektpartner von Jugend Eine Welt. Die Salesianer Don Boscos haben trotz dieser schwierigen Situation ein Hilfsprogramm für 500 Familien ins Leben gerufen, die Nahrungsmittel und Hygieneartikel (Desinfektionsmittel, Schutzkleidung usw.) erhalten.

                                                              Sierra Leone
                                                              Dramatisch ist auch die Lage in Sierra Leone (siehe Berichte unten). Die Regierung hat die Don Bosco Projektpartner von Jugend Eine Welt gebeten die immer größer werdende Zahl an Ebola-Waisen aufzunehmen. Ein Kinderzentrum für 120 Kinder wurde eingerichtet und in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und anderen NGOs wird die Aufnahme der Kinder organisiert. Sie erhalten im Zentrum psychologische Betreuung, Beratung, Bildungsangebote uvm. Ziel des Programms ist es die Kinder wieder in ihre erweiterte Familie zu integrieren.


                                                              Jugend Eine Welt unterstützt die Nothilfemaßnahmen und die Aufklärungsarbeit der Salesianer Don Boscos in Westafrika. Bitte helfen Sie mit einer Spende.

                                                               

                                                              Salesianerbruder Lothar Wagner, Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul, Copyright Don Bosco Bonn
Bruder Lothar besucht Kranke, Copyright Don Bosco Bonn
                                                              Salesianerbruder Lothar Wagner, Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul, Copyright Don Bosco Bonn
Bruder Lothar besucht Kranke, Copyright Don Bosco Bonn

                                                              Ebola in Sierra Leone: Hilferuf an die Internationale Gemeinschaft

                                                                Bruder Lothar Wagner: „Wir brauchen Seuchenexperten und Medikamente!“

                                                                (19. August 2014)  Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, die mit dem Kinderschutzzentrum Don Bosco Fambul in Freetown/Sierra Leone in ständigem Kontakt steht und seine Hilfsprojekte unterstützt, erreichte von dort ein dringender Hilferuf: „Wohlwollende Empfehlungen an die total überforderten Regierungen sind in der aktuellen Krisensituation nicht genug. Wir brauchen keine endlosen Debatten, sondern direkte und unmittelbare Materialhilfen an die Menschen – und das so schnell wie möglich!“, so der Direktor von Don Bosco Fambul, Salesianerbruder Lothar Wagner.
                                                                Er fordert die internationale Gemeinschaft und die Weltgesundheitsorganisation dringend auf, sich stärker zu engagieren. „Wir brauchen ausgebildete Polizisten und Soldaten, die die Quarantäne-Maßnahmen zum Erfolg führen. Wir brauchen Seuchenexperten, mehr Ärzte und Pfleger und medizinische Geräte und Medikamente!“

                                                                Sierra Leone ist aufgrund der Ebola-Epidemie im Ausnahmezustand. Zunehmend bricht die öffentliche Ordnung zusammen, die Preise für Lebensmittel werden immer höher. Vor Kurzem forderte das deutsche Außenministerium deutsche StaaatsbürgerInnen zur Ausreise auf. Doch Bruder Lothar will bleiben: „Ich fühle mich berufen, dort zu helfen, wo die Not am größten ist.  Deshalb werde ich in Freetown bleiben und mithelfen, die Epidemie zu bekämpfen“.

                                                                Unterstützt von Jugend Eine Welt leistet das Kinderschutzzentrum Don Bosco Fambul lebensrettende Aufklärungsarbeit, um eine weitere Ausbreitung der Ebola-Epidemie zu verhindern, u.a. über eine landesweit erreichbare telefonische Hotline. Mitarbeiter gehen mit dem Megafon durch die Straßen der Hauptstadt und informieren über das Virus, auch Radiokampagnen wurden ausgeweitet. Auf Bitten der Regierung nimmt Don Bosco Fambul seit Kurzem zudem Kinder auf, die ihre Eltern durch die Ebola Erkrankung verloren haben oder von ihren Familien ausgestoßen wurden.

                                                                Ebola wird in weiten Teilen der Bevölkerung mit Hexerei in Verbindung gebracht, was dazu führt, dass zahlreiche geheilte Menschen bzw. Kinder aus ihren Dörfern verstoßen werden. Die allgemeine Panik geht so weit, dass jede Erkrankung potenziell als Ebola verdächtigt wird. Lothar Wagner: „Es sterben zurzeit auch viele Menschen an heilbaren Krankheiten wie Malaria und Typhus, weil das medizinische Personal aus Angst vor Ebola zuhause bleibt oder die Menschen die Krankenhäuser meiden. Wir brauchen dringend Hilfe!“

                                                                Bitte helfen Sie uns helfen, damit die Ebola-Epidemie in Westafrika gestoppt werden kann und verwaiste bzw. verstoßene Kinder Hilfe erhalten!

                                                                Spendenkonto Jugend Eine Welt,
                                                                Stichwort „Don Bosco Fambul“
                                                                Raiffeisen Landesbank Tirol
                                                                IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000,
                                                                BIC/SWIFT: RZTIAT22


                                                                Fotos:

                                                                • Salesianerbruder Lothar Wagner, Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul
                                                                • Bruder Lothar besucht Kranke  (Beide Copyright Don Bosco Bonn)

                                                                Ebola in Westafrika: Neues Don Bosco Nothilfeprogramm für verstoßene Kinder

                                                                  (8. August 2014) Don Bosco Kampagne klärt auf -  Ebola ist kein Hexenfluch! Jugend Eine Welt bittet dringend um Spenden. Weiter.

                                                                  Freetown in Sierra Leone

                                                                  Rapider Anstieg der Todesfälle

                                                                    (6. August 2014)  Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bisher 576 Ebolapatienten und 211 Todesfälle in Sierra Leone gemeldet (Stand 5. August 2014). Die Dunkelziffer dürfte sowohl bei den Erkrankungen und sowie bei den Todesfällen weitaus höher liegen, da viele Menschen die Krankenhäuser meiden. Die Lage könnte sich noch weiter verschärfen, da nun nicht mehr nur ländlichen Gebiete von der Ebola-Epidemie betroffen sind, sondern mittlerweile auch die größeren Städte.

                                                                    Internationale Unterstützung dringend benötigt

                                                                    Fehlende Infrastruktur und mangelnde finanzielle Mittel erschweren den Kampf gegen den Ebola-Virus. So hat Don Bosco Fambul dem Militärkrankenhaus in Freetown zwei kontaktlose Ultraschall-Fieberthermometer zur Verfügung gestellt, da dieses über keines dieser Geräte verfügt. Auch die Quarantänemaßnahmen für die Gebiete Kailahun und Kenema greifen nicht, da wirksame Umsetzung von Polizei und Militär nicht erkennbar ist. So berichteten Sozialarbeiter von Don Bosco Fambul, dass es nur einen Checkpoint gibt, der mit medizinischem Personal besetzt ist. Don Bosco Fambul ruft daher die internationale Gemeinschaft dazu auf professionell geschultes militärisches und medizinisches Personal nach Sierra Leone zu entsenden.

                                                                    Don Bosco Fambul unterstützt die Regierung bei ihrem Kampf gegen den Ebola-Virus.

                                                                    Regierung bittet Don Bosco Fambul um Hilfe

                                                                      (4. August 2014) Seit Ausbruch der Ebola-Krise berät Don Bosco Fambul, die Partnerorganisation von Jugend Eine Welt, die Menschen über die Don Bosco Kinderhotline über die Gefahren des Ebola-Virus. Ca. 200 Anrufe täglich werden von drei MitarbeiterInnen rund um die Uhr beantwortet. Weiters informieren MitarbeiterInnen von Don Bosco Fambul die Menschen bei Hausbesuchen über die Ursachen von Ebola und wie man sich vor dem Virus schützen kann. Don Bosco Fambul ist auch im ständigen Kontakt mit der Regierung des Landes. So wurde etwa der stellvertretende Direktor von Don Bosco Fambul von Präsident Ernest Bai Koroma in die Presidential Task Force gegen die Ebola-Epidemie berufen.  Auf Bitten der Regierung von Sierra Leone beginnt Don Bosco Fambul auch mit der Aufnahme und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die zwar von der Ebola-Erkrankung geheilt werden konnten, aber nicht mehr in ihre Familien zurückkehren können. Die Gründe dafür liegen oft in der Furcht der Familien sich selber mit dem Virus anzustecken. Weiters werden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die durch die Ebola-Epidemie ihre Eltern verloren haben und nun Vollwaisen sind. Ziel ist es diese jungen Menschen in Zukunft wieder in ihren Familien oder Pflegefamilien unterzubringen.

                                                                      Schutz vor dem Virus

                                                                      Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie der MitarbeiterInnen in den Projekten von Don Bosco Fambul wurden spezielle Schutzmaßnahmen ergriffen. Alle Besucher die Don Bosco Fambul besuchen, müssen ein Screening durchlaufen bei dem sie einen Fragebogen ausfüllen müssen und ihre Temperatur mit einem kontaktlosen Infrarot-Fieberthermometer gemessen wird. Zusätzlich müssen die Hände mit Chlorwasser desinfiziert werden. Private Sicherheitskräfte und die Polizei sichern den Eingang  und tragen einen Mundschutz, medizinische Handschuhe und Schürzen um Körperkontakt zu vermeiden und sich selber zu schützen.

                                                                      Trotz der Ebola-Krise laufen die Projekte, wie das Mädchenhaus oder die Betreuung von Jugendlichen im Gefängnis Pademba, wie gewohnt weiter.

                                                                      Plakat  der Don Bosco Kinderhotline

                                                                      Notstand in Sierra Leone: Ebola-Virus breitet sich dramatisch aus

                                                                        Jugend Eine Welt bittet um Spenden für lebensrettende Kinder-Hotline

                                                                        (28. Juli 2014) Angesichts der immer dramatischer werdenden Ausbreitung von Ebola in Westafrika bittet die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt um Spenden für lebensrettende Aufklärungsarbeit. "In Sierra Leone hat das tödliche Virus mittlerweile die Millionenhauptstadt Freetown erreicht -  die Regierung hat den Notstand ausgerufen", berichtet Reinhard Heiserer, Vorsitzender der Hilfsorganisation Jugend Eine Welt. "Um die Epidemie aufzuhalten, ist die Aufklärung der Bevölkerung entscheidend. Doch 70 Prozent der Leute sind Analphabeten, das heißt, sie sind auf mündliche Informationen angewiesen. Unsere Projektpartner von "Don Bosco Fambul" nutzen daher ihre gut funktionierende Kinder-Hotline, um über Ebola aufzuklären."


                                                                        Die "Don Bosco Childline" mit der Nummer 116 ist über jeden Netzbetreiber in Sierra Leone kostenfrei erreichbar. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das Personal kurzerhand von zwei auf fünf Personen aufgestockt. Geschulte Sozialpädagogen gehen auf die Fragen von Kindern und Jugendlichen rund um Ebola ein. Zudem führt "Don Bosco Fambul" seit Ausbruch der Ebola-Epidemie Informationsveranstaltungen auf Marktplätzen und in Schulen durch bzw. gehen Mitarbeiter von Haus zu Haus und verteilen Flugblätter mit selbsterklärenden Bildern. Sämtliche Aktionen - die bis Ende des Jahres weiter verstärkt werden sollen - finden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Gesundheit, anderen Hilfsorganisationen sowie der Weltgesundheitsorganisation statt.

                                                                        Die Salesianer Don Boscos bzw. "Don Bosco Fambul", eine Einrichtung, die sich vor allem um Straßenkinder und Jugendliche in Not kümmert, sind in Freetown seit Jahren vor Ort und genießen in der Bevölkerung hohes Vertrauen - im Gegensatz zu vielen Krankenhäusern, in denen es in der Vergangenheit zu Fällen von Korruption und Fehldiagnosen kam.

                                                                        Ebola gilt als eine der ansteckendsten und tödlichsten Krankheiten weltweit - neun von zehn Menschen überleben das Virus nicht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 2014 bereits 660 Menschen an Ebola-Infektionen gestorben, davon 219 in Sierra Leone.

                                                                        Hintergrund: Das Ebola-Virus

                                                                          Die Bezeichnung geht auf den Fluss Ebola (im heutigen Kongo) zurück, an dem das Virus 1972 zum ersten Mal aufgetreten ist. Ebola wird von Tieren wie Affen oder Fledermäuse auf Menschen übertragen, etwa durch den Verzehr oder durch Bisse. Die Erkrankung verläuft in 50 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich. Da es eine Tiererkrankung ist, führen die ersten Ansteckungen fast immer zum Tod. Dann passt sich das Virus an und mit dem Voranschreiten der Epidemie verringern sich die Todesfälle. Für ein Virus ist es nämlich unvorteilhaft, seinen Wirt zu töten. Es gibt fünf verschiedene Erreger. Darunter auch einen Stamm, der nicht tödlich ist. Das Furchterregende einer Ebolaerkrankung ist ihr Verlauf. Die ersten Symptome ähneln einer beginnenden Grippe. Dann folgen hohes Fieber mit inneren Blutungen (hämorrhagisches Fieber), Kreislaufzusammenbrüche, Krämpfe und Lähmungserscheinungen, Übelkeit mit Erbrechen und viele Leiden mehr. Nach und nach zerstört die Infektion den ganzen Organismus. Von Mensch zu Mensch wird das Ebolavirus durch Schmier- und Tröpfcheninfektion übertragen. Je kränker ein Mensch, desto größer die Ansteckungsgefahr. Seit 1972 ist das Virus 23 Mal ausgebrochen. Die Angaben zur Inkubationszeit schwanken zwischen zwei und 21 Tagen. Es gibt bisher keine wirkungsvolle Therapie gegen Ebola. Das Fieber gehört zu den sogenannten "vernachlässigten" Infektionskrankheiten. Das Leiden tritt zeitllich begrenzt mit einer verhältnismäßig geringen Fallzahl und vorrangig in „Entwicklungsländern“  auf. So lohnt sich eine Medikamentenentwicklung für die Pharmaindustrie kaum (Informationen: Wikipedia, Welt.de, katholisch.de).


                                                                          drucken  DRUCKEN     versenden  SEITE ALS MAIL VERSENDEN     spenden  JETZT SPENDEN