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    Sr. Hildegard Litzlhammer im Gespräch mit den Oberösterreichischen Nachrichten.

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          Eine Grundschule für die Ärmsten - mit einer Bäckerei

            Eine Schule für die ärmsten Kinder aus Kinshasa, deren Betrieb mit Hilfe einer Bäckerei finanziert wird. Das ist das jüngste Projekt der aus Österreich stammenden Don Bosco Schwester Hildegard Litzlhammer. Dafür bittet Sr. Hildegard um Hilfe und Unterstützung.

              Seit 1983 ist Don Bosco Schwester Hildegard Litzlhammer in der Demokratischen Republik Kongo tätig. "Mein Prinzip ist - man braucht Hilfe, um etwas aufzubauen, aber dann muss man sich selbst erhalten, wir können nicht immer von Spenden leben", sagt Sr. Hildegard. Zahlreiche Hilfsprojekte hat die tatkräftige Oberösterreicherin, die aus Eggerding bei Schärding stammt, dank großzügiger Hilfe aus Österreich schon erfolgreich umgesetzt, immer wieder auch mit Unterstützung durch Jugend Eine Welt.

              Nun benötigt sie dringend Hilfe für ihr neuestes Projekt im ärmsten Stadtteil der Hauptstadt Kinshasa: eine Grundschule für rund 1.000 allerärmste Jungen und Mädchen sowie eine "Nachholschule", in der rund 200 Mädchen im Alter von 11 - 20 Jahren ihre Grundschulbildung nachmachen können.

              Mittelfristig soll die Finanzierung für beide Projekte über eine angeschlossene Bäckerei gewährleistet werden, in der Schulabsolventen das Bäckerhandwerk erlernen können. Doch noch reichen die Einnahmen der Bäckerei nicht aus, um den Schulbetrieb sicherzustellen.

                "Die größte Armut ist, keine Schulbildung zu haben"
                Für Schwester Hildegard ist es noch viel schlimmer, wenn Kinder keine Chance auf Schulbildung haben, als wenn sie Hunger leiden. "Irgendetwas zum Essen finden sie meistens, aber wenn sie nicht in die Schule dürfen, ist das eine Katastrophe für ihr Leben". Rund 80 Prozent der Bewohner des Stadtteils Kimbanseke sind Analphabeten, der Großteil der Bevölkerung lebt vom Kleinhandel oder ist arbeitslos. Aufgrund der bitteren Armut erlauben viele Eltern ihren Kindern den Schulbesuch nicht. Zudem gibt es zahlreiche Kinder, die ihre Eltern verloren haben, beispielsweise durch HIV/Aids, und die nun bei Verwandten oder Freunden der Familie aufwachsen. Sie hätten keinerlei Chance auf Schulbildung - gäbe es nicht die Schule der Don Bosco Schwestern.

                  Hier können arme Kinder sechs Jahre lang kostenlos oder zu ganz geringen, mehr oder weniger symbolischen Beiträgen zur Schule gehen. Nach der staatlich anerkannten Abschlussprüfung haben sie die Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen oder bei Don Bosco eine zweijährige Berufsausbildung zum Bäcker, Konditor, Kellner oder Koch abzuschließen. "Die Chancen, danach eine Arbeitsstelle zu erhalten, liegen bei 80 - 85 Prozent!", freut sich Sr. Hildegard.

                  "Nachholschule" für Mädchen in Risikosituationen
                  Ganz besonders am Herzen liegt der österreichischen Don Bosco Schwester ein Projekt, in dem Mädchen im Alter von 11 - 20 Jahren, die noch nie zur Schule gegangen sind, im Rahmen eines dreijährigen Intensivkurses ihre Grundschulbildung nachholen können. Sr. Hildegard: "Da haben wir zwei Mädchen, die eine 12, die andere 14, mir kommen fast die Tränen, wenn ich an sie denke. Schon wenn man ihre vorstehenden Schlüsselbeine anschaut, weiß man, die haben wenig zu essen, die haben es sehr schwer... Beide Eltern sind gestorben, sie leben bei einer Freundin ihrer Mutter, die selbst sechs Kinder hat. Sie behandelt die Kinder gut, aber die Situation in der Familie ist sehr schwierig. Als die beiden Mädchen zu uns kamen, waren sie Analphabetinnen. Jetzt gehen sie zur Schule und sind überglücklich! Auch in den Ferien kamen sie zu uns, halfen ein wenig mit und bekamen ein gutes Mittagessen - Fisch, Gemüse und Fufu (Maisbrei; Anm.). Wir gaben ihnen auch immer Brot vom Vortag für die Familie mit."

                  Einnahmen aus kleiner Bäckerei reichen noch nicht
                  An die Schule angeschlossen ist eine kleine Bäckerei. Hier arbeiten mehrere Schulabsolventinnen gemeinsam mit einem erfahrenen Lehrer in zwei Schichten, von denen die erste um Mitternacht beginnt. "Wir backen, Brot, Weißbrotwecken, Semmeln und Baguettes, die sind am meisten gefragt. Auch Kuchen mit Früchten gibt es und Muffins, aber nur ganz selten Torten. Die können sich die Leute nicht leisten, Schlagobers oder gar Buttercreme sind bei uns sehr teuer," so Sr. Hildegard.

                  Langfristig ist geplant, dass die Einnahmen der Bäckerei die Erhaltungskosten der Schule abdecken helfen, aber noch ist das Projekt in der Startphase. Besonders dankbar wäre Sr. Litzlhammer für die Übernahme einer "Schulpatenschaft": Mit EUR 3.000 kann das Jahresgehalt eines Lehrers bzw. einer Lehrerin sowie der Antritt zur staatlich anerkannten Schlussprüfung für ein Kind bzw. junges Mädchen bezahlt werden.

                  Herzlichen Dank, wenn Sie mit uns helfen können, den Schulbetrieb langfristig aufrecht zu erhalten!
                  Spendenkonto Jugend Eine Welt
                  Raiffeisen Landesbank Tirol
                  IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000
                  Kennwort: Schule Sr. Hildegard Litzlhammer


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