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Dieses Projekt wird unterstützt durch das Land Tirol.

    Benin: Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

      Das vorliegende Projekt stellt eine Antwort auf die weit verbreitete Gewalt an Frauen in Benin dar. 2011 wurde bereits eine Sensibilisierungskampagne gestartet, die nun fortgeführt werden soll. Die bisher geleistete Sensibilisierungsarbeit diente dazu über Frauenrechte und den Schutz der Frauen vor sexueller Gewalt aufzuklären und ein Problembewusstsein zu schaffen. Trotz der guten Rezeption der Botschaften gegen Gewalt an Frauen, die vermittelt wurden, ist das Problem nicht so leicht zu lösen, da es tief in der Gesellschaft verwurzelt ist. Die Frauen wissen zumeist nicht, wo sie sich über ihre Rechte informieren können bzw. welche Schritte sie im Falle einer an ihnen verübten Gewalt setzen oder ganz einfach wo sie Hilfe bekommen können.

      Die Kampagne richtet sich an die gesamte Bevölkerung mit einem Schwerpunkt auf den Mädchen und Frauen auf dem Markt von Dantokpa (Stadtteil von Cotonou), die hauptsächlich als Verkäuferinnen arbeiten. Mit diesem Projekt soll die Lebenssituation von Frauen und Mädchen in Cotonou durch Verringerung von sexuellem Missbrauch und Gewalt an ihnen verbessert werden.

      Konkrete Projektziele sind die Sensibilisierung eines Teils der Bevölkerung der Hauptstadt Cotonou für Gewalt und Missbrauch an Frauen und die Aufklärung über Rechte und den gesetzlichen Rahmen der Strafverfolgung.

      Projekthintergrund:

      In der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Benin, Cotonou, sind die Projektpartnerinnen von JUGEND EINE WELT, die Don Bosco Schwestern, im Armenviertel Zogbo angesiedelt. Gemeinsam mit den Bewohnern des Viertels suchen sie nach Strategien zur Verbesserung ihrer Lebenssituation, vor allem der von Armut und Ausgrenzung betroffenen Kinder und Jugendlichen. Der Schwerpunkt der Arbeit der Don Bosco Schwestern liegt auf der Unterstützung und Förderung von Mädchen und jungen Frauen, die von Missbrauch und Gewalt betroffen sind.

      Frauen sind für die Entwicklung eines Landes ein wesentlicher Faktor: Schulbildung der Kinder, Hygiene, Kinderrechte und ihre eigenen Rechte können ohne die aktive Teilnahme der Frauen nicht gelöst werden. Dennoch wird ihre Meinung in vielen Familien nicht geschätzt und berücksichtigt, ja nicht einmal zugelassen. Noch schlimmer ist, dass sie häufig Opfer von Gewalt sind, was nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch verletzend und erniedrigend.

       
      Frauen erstatten nur in sehr seltenen Fällen von Gewalt Anzeige. Sie kennen ihre Rechte und die Gesetzeslage nicht. Außerdem wissen sie oft nicht um die Einrichtung zu ihrem Schutz, die sie in Anspruch nehmen könnten. Hinzu kommen die Angst und die vorherrschende Meinung nach der alle Konflikte oder Probleme in der Familie geregelt werden müssen. Die Gewaltausübenden wissen, dass sie keine Anzeige riskieren und ahnen nicht einmal, dass ihr Vergehen gesetzlich verboten ist und Strafen nach sich ziehen würde. Es handelt sich also darum, einerseits gegen die Ignoranz und die Angst der Frauen zu kämpfen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Aggressoren anzuzeigen ohne dass sie selbst sich damit in Gefahr begeben und andererseits die Männer in Hinblick auf die Gesetze und die strafrechtliche Verfolgung zu sensibilisieren.

      Die Sensibilisierungsarbeit erlaubt es, das Vertrauen der Frauen in sich selbst zu stärken: durch die Schaffung von Bewusstsein über die Herausforderungen im Zusammenhang mit Gewalt, werden sie sicherer, stärker und sind dadurch besser in der Lage, Unterdrückung und Gewalt abzuschütteln. Die Frauen erlangen die Fähigkeit zu argumentieren und zu überzeugen, was ihnen eine Stimme und erhöhten Einfluss verleiht.

      Es ist notwendig, die gesamte Bevölkerung über den Schutz und die Strafverfolgung zu sensibilisieren, um sowohl Männer als auch Frauen dazu zu bringen, ihr Verhalten grundlegend zu verändern.

      Zusammenarbeit mit Don Bosco Schwester Hanni Denifl

        JUGEND EINE WELT verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit der Tiroler Don Bosco Schwester Hanni Denifl, die dieses Projekt gemeinsam mit ihren Mitschwestern durchführt. Die Kampagne ist ein weiterer Baustein in der Sensibilisierungsarbeit der Don Bosco Schwestern gegen Kinderhandel, Missbrauch und Gewalt.

        Hier finden Sie noch mehr zum Thema Kindersklaverei und über Schwester Hanni Denifl


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