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      Zukunft für Afrikas Jugend


      Ausbildung von Fachkräften

        Kinfes Erfolg nach dem Kursbesuch


        Story

            Die Kraft der Sonne nutzen

              Das Jugend Eine Welt Solarprogramm in Äthiopien: Jugendliche werden zu Solartechnikern ausgebildet
              Technischer Leiter des Solar-Programms ist Bruder Christof Baum, Diplomingenieur für Elektrotechnik
              Technischer Leiter des Solar-Programms ist Bruder Christof Baum, Diplomingenieur für Elektrotechnik
              Technischer Leiter des Solar-Programms ist Bruder Christof Baum, Diplomingenieur für Elektrotechnik

                Strom aus der Steckdose, jederzeit und überall - in Europa eine Selbstverständlichkeit. Anders ist das jedoch in vielen Ländern Afrikas - hier verfügen viele Menschen über gar keine oder oft nur eine unregelmäßige, instabile Stromversorgung. In Äthiopien leben fast drei viertel der Bevölkerung ohne Strom, am Land sind es bis zu 90 Prozent.

                Erneuerbare Energien sind daher in Äthiopien wie in einer Reihe anderer afrikanischer Länder ein wachsender Wirtschaftssektor. Sie bieten der Bevölkerung auch fernab staatlicher Leitungsnetze eine sichere und - gerade in Hinblick auf den Klimawandel - umweltschonende Stromversorgung. Mit Hilfe von Solarenergiesystemen die "Kraft der Sonne nutzen" ist am afrikanischen Kontinent naheliegend. Am Anfang stehen zwar zunächst relativ hohe Anschaffungskosten, der Betrieb ist jedoch im Vergleich zu anderen Methoden günstig.

                Um Solarsysteme (flächendeckend) zu installieren, sie zu warten und wenn nötig zu reparieren sind Fachkräfte notwendig - und diese müssen jeweils lokal vorhanden sein und entsprechend ausgebildet. Das fördert die lokale wirtschaftliche Entwicklung in Ländern wie Äthiopien und ebnet vor allem jungen Menschen den Weg aus der Armut und verhindert so auch die Flucht in andere Weltregionen wie Europa.

                  Neues Solarzentrum
                  Die langjährigen Projektpartner von Jugend Eine Welt, die Salesianer Don Boscos, betreiben in 37 afrikanischen Ländern insgesamt 98 Berufsausbildungszentren, sechs davon alleine in Äthiopien. In vier dieser äthiopischen Zentren (in Adwa, Addis Abeba, Gambela und Dilla) werden Jugendliche etwa zu Elektrotechnikern ausgebildet. Eine schon länger vorhandene Idee nahm hier jüngst konkrete Formen an: Das Programm "13 Monate Sonnenenergie" bietet eine zusätzliche Ausbildung zum Solartechniker, die für den langsam boomenden Solar-Markt im Lande die notwendigen Fachkräfte liefert. Das von Jugend Eine Welt direkt unterstützte Solarprogramm wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (Austrian Development Agency) auf drei Jahre zu 80 Prozent kofinanziert.

                  Technischer Leiter des Solar-Programms ist Bruder Christof Baum, Diplomingenieur für Elektrotechnik, der neben viel Afrika-Erfahrung großes Engagement mitbringt. Am Standort in Adwa/Nordäthiopien hat er 2016 erfolgreich das Programm gestartet. Nun wird es auf die drei anderen Standorte übertragen. Das neue Solarzentrum in Adwa besteht aus einem Klassenraum samt Büro und ist für den Unterricht mit Photovoltaik-Equipment (Module, Laderegler, Batterien, Inverter, Werkzeug, Lehrmaterial und Bücher) ausgestattet worden. Photovoltaik-Installationen am Flachdach sorgen für Sonnenstrom im Klassenraum und dienen zugleich als Lehrinstallationen für die StudentInnen. Gemeinsam mit engagierten Schülern hat Baum sogar schon ein "Don Bosco Solar Team" initiiert, das in der Umgebung bestehende Solaranlagen erfolgreich reparieren konnte.

                  Theorie und viel Praxis
                  In den Solarwerkstätten werden jährlich 20 Lehrer und 120 Studentinnen und Studenten sowie bereits im Berufsleben befindliche Elektrotechniker in Photovoltaik ausgebildet. "Die Teilnehmer waren schon sehr begeistert, da nicht nur Theorie sondern auch viel Praxis vermittelt wird", erzählt Irita Opara, zuständig für die internationalen Programme bei Jugend Eine Welt sowie Expertin für erneuerbare Energien. Sie war erst vor kurzem in Äthiopien, um den weiteren Ausbau des Programmes zu begutachten. Denn ab 2019 soll das Solarprogramm auch auf Don Bosco Ausbildungszentren in anderen afrikanischen Staaten wie Malawi, Uganda, Kenia, Tansania und in Westafrika ausgeweitet werden.

                    Kooperationen mit Firmen aus Österreich
                    "Auf erneuerbare Energien zu setzen sind wir über Pilotprojekte in Nepal und Mosambik gekommen", sagt Hannes Velik, Direktor internationale Programme bei Jugend Eine Welt. Die Trainingscenter in Äthiopien sind, so Velik, mit einer HTL in Österreich vergleichbar: "Wir wollen die Leute marktorientiert ausbilden - deshalb versuchen wir mit lokalen Firmen ebenso wie mit internationalen Firmen etwa aus Österreich, die schon in Äthiopien engagiert sind oder es vorhaben, zu kooperieren." Unternehmen etwa aus dem Solarbereich sollen als Partner gewonnen werden, die zum einen Know-How für die Ausbildung beisteuern können und dadurch andererseits wieder selbst am Markt durch gute Mitarbeiter profitieren.

                    Gerade für den Einstieg von (europäischen) Firmen in solchen Ländern wie Äthiopien sei es besonders wichtig, darauf zu achten, dass "lokale Fachkräfte von Beginn an miteinbezogen werden bzw. auch entsprechend ausgebildet sind." Salopp gesagt (Velik) "braucht man ja Leute vor Ort, die etwa die importierte Technik hier auch zusammenschrauben."

                      Informationen über das Solarprogramm finden sich auch auf dieser website (Englisch)

                      Bitte helfen Sie mit, das Solar-Programm weiter auszubauen! Für die Zukunft von Afrikas Jugend

                      Spendenkonto Jugend Eine Welt 
                      Raiffeisen Landesbank Tirol 
                      IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000

                        Das Jugend Eine Welt Solarprogramm wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (Austrian Development Agency) auf drei Jahre zu 80 Prozent kofinanziert.


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