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    Tag der Straßenkinder am 31.Jänner - jedes Kind verdient eine 2. Chance!

      Jugend Eine Welt blickt auf 20 Jahre erfolgreiche Projektarbeit in Ecuador zurück / Referendum am 4. Februar über Unverjährbarkeit von sexueller Gewalt gegenüber Kindern

        Im Zentrum der Kampagne "Tag der Straßenkinder" von Jugend Eine Welt steht heuer Ecuador, ein Land, mit dem die Hilfsorganisation seit ihrer Gründung im Jahr 1997 ganz besonders verbunden ist. Die Anzahl der dort lebenden Straßenkinder bzw. Kinderarbeiter konnte in den vergangenen 20 Jahren - insbesondere während der Präsidentschaft von Rafael Correa - deutlich reduziert werden.

        Erheblichen Anteil an diesem Erfolg hatte das von Jugend Eine Welt geförderte landesweite Don Bosco-Programm "Chicos de la Calle" (Kinder der Straße), das tausende Kinder von der Straße holte. Doch trotz aller Anstrengungen müssen noch immer geschätzte 360.000 Minderjährige zum viel zu geringen Familieneinkommen beitragen. Und noch immer zählen Kinder, die Schuhe putzen, Süßigkeiten verkaufen oder betteln, zum gewohnten Straßenbild.

        Schwester Narciza auf Besuch in Österreich
        "Die Armut ist riesig, viele Familien haben einfach nicht genügend zu essen und sind auf den Zuverdienst der Kinder angewiesen", so Sr. Narciza Pazmiño, diesjähriger Ehrengast der Kampagne "Tag der Straßenkinder", bei einer Veranstaltung in den "Breitenseer Lichtspielen" in Wien. Sie ist Direktorin der von Jugend Eine Welt geförderten "Don Bosco Herberge" in Ambato, in der bereits 50 österreichische Volontäre einen einjährigen Auslandseinsatz leisteten. Hier erhalten rund 230 Kinder und Jugendliche aus allerärmsten Familien täglich eine warme Mahlzeit, Lernbetreuung sowie Angebote für sinnvolle Freizeitgestaltung. Kinder aus von Gewalt geprägten Familien finden ein neues Zuhause. Und für alle gibt es die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu machen und psychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen - vor allem für Kinder, die Gewalt bzw. sexuelle Gewalt erlitten haben, eine wichtige Hilfe.

          Referendum am 4. Februar: Kein Pardon bei Kindesmissbrauch
          Kindesmissbrauch bzw. sexuelle Gewalt gegenüber Kindern sind in Ecuador weit verbreitet, wie das UN-Kinderrechtskomitee im Herbst 2017 scharf kritisierte. Die neue Regierung von Präsident Lenín Moreno will nicht nur Betteln auf den Straßen eindämmen und Kinderarbeit bis 2021 völlig beenden - was laut Jugend Eine Welt und Schwester Narciza nicht wirklich realistisch ist - sondern auch sexuelle Gewalt gegenüber Kindern schärfer ahnden.

          So soll bei einem für 4. Februar anberaumten Referendum neben hochpolitischen Fragen darüber abgestimmt werden, dass solche Verbrechen künftig nicht mehr verjähren können. Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer dazu: "Dass die Regierung Kinderrechte verstärkt schützen will, ist grundsätzlich positiv zu sehen, auch wenn wir uns fragen, warum zu diesem Thema eine Volksbefragung nötig ist. Neben konsequenter Strafverfolgung sollte auch verstärkt auf Gewalt-Prävention gesetzt werden." So seien Kinder aus armen Familien zunehmend in Gefahr, Opfer des organisierten Menschenhandels zu werden.

          Für Sr. Narciza Pazmiño ist vor allem wichtig, dass erfolgreiche Programme der Vergangenheit weitergeführt und durch sinnvolle neue Initiativen ergänzt werden: "Es gibt Bereiche, wo die Regierung und ihre Kontrollbeamten bisher nie hingekommen sind und wo noch viel zu viele Kinder leiden: in Privathaushalten, bei der Landarbeit, in Prostitution und Pornografie. Es geht nicht nur darum, schöne Dinge zu sagen, die gut klingen. Man muss auch in den Schuhen des anderen gehen und verstehen, was er wirklich braucht. Es ist nötig, Türen und Herzen zu öffnen, wie Papst Franziskus sagt."

          Im Don Bosco-Zentrum in Ambato sind die Türen und Herzen jedenfalls ganz weit offen und Gäste aus Österreich jederzeit herzlich willkommen - auch, aber nicht nur im Rahmen eines freiwilligen Auslandseinsatzes.

          Bitte helfen Sie gemeinsam mit Jugend Eine Welt, Straßenkindern und Kinderarbeitern durch Bildung und Ausbildung eine neue Lebensperspektive zu geben!

          Spendenkonto Jugend Eine Welt
          IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000
          Stichwort "Tag der Straßenkinder"

            Mehr Infos zum Tag der Straßenkinder hier


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