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Beschämende OECD-Zahlen: Österreichische Entwicklungshilfe sollte durch BKA-Sonderbudget aufgebessert werden!

      Mit 0,3 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) haben die öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (ODA) Österreichs im Jahr 2017 einen neuerlichen beschämenden Tiefstand erreicht, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute berichtete.

      Leider lassen die jüngsten Budget-Ankündigungen aus dem Finanzministerium weitere Verschlechterungen für die Jahre 2018 und 2019 erwarten: Bei internationalen Verpflichtungen, beispielsweise an die UNO, soll künftig noch mehr gespart werden als schon bisher. Und die seit Jahren stiefmütterlich dotierte bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wird erst 2019 um 10 Millionen Euro angehoben, obwohl 2016 ihre Verdoppelung bis 2021 angekündigt wurde. Das ginge sich nur aus, wenn das Budget jährlich um 15,5 Millionen angehoben würde.

      Appell ans Bundeskanzleramt, rettend einzuspringen
      Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt appelliert angesichts dieses traurigen Szenarios an das Bundeskanzleramt, rettend einzuspringen und das ODA-Budget für 2018 und 2019 zumindest durch das vor Kurzem zugesagte "Sonderbudget für Internationales" von 31 Millionen Euro ein wenig aufzubessern.

      "Österreich muss dringend auf die zahlreichen globalen Herausforderungen reagieren, die sehr ernst zu nehmen sind, und seine Entwicklungshilfe so rasch wie möglich substanziell erhöhen. Es braucht endlich einen gesetzlich verankerten Stufenplan zur Erreichung des internationalen Ziels von 0,7 des BNE für Entwicklungsleistungen und eine bessere Abstimmung zwischen wirtschaftlichen, außenpolitischen, Umwelt- und Entwicklungszielen - dies auch im Zusammenhang mit den Nachhaltigen Entwicklungszielen, die bis 2030 umgesetzt werden müssen", so Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer. "Eine entsprechende Koordinationsstelle für einen ehrgeizigen Umsetzungsplan der "Agenda 2030" könnte im Bundeskanzleramt angesiedelt sein und ebenfalls aus dem internationalen Sonderbudget finanziert werden."

        Zum Thema: Presseaussendung der Globalen Verantwortung (Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe)


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