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„Zukunftspakt Afrika“ – Geld allein reicht nicht

    8. September 2017 - Gemeinsam mit 33 entwicklungspolitischen NGOS forderte die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt heute von der zukünftigen Regierung bzw. den SpitzenkandidatInnen der wahlwerbenden Parteien einen "Zukunftspakt" für Afrika ein. Eine zusätzliche Entwicklungsmilliarde wäre ein Gebot der Stunde.

    Doch es dürfe nicht nur um mehr Geldmittel gehen, so Jugend Eine Welt Geschäftsführer Reinhard Heiserer: "Wenn Österreich bzw. Europa mithelfen wollen, die Armut und Perspektivlosigkeit in so vielen afrikanischen Ländern zu beenden, die Millionen junge Menschen in die Flucht treibt, müssen auch entschiedene Maßnahmen gegen illegale Geldflüsse, Landgrabbing und die Spekulation mit Lebensmitteln gesetzt werden. Dann braucht es Entschuldungsmaßnahmen für arme Staaten, damit sie ihr Geld in Bildung und Infrastruktur statt in Schulden- und Zinstilgung stecken können. Dann müssten Waffenlieferungen in Konfliktregionen sofort gestoppt und der Kampf gegen den Klimawandel massiv verstärkt werden. Zudem wäre Kohärenz zwischen Handels-, Agrar- und Entwicklungspolitik herzustellen."

    Perspektiven vor Ort schaffen
    Die Hilfsorganisation, die weltweit Bildungs- und Ausbildungsprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche fördert, weist auch auf das riesige Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Afrika hin, dem Kontinent mit dem weltweit größten Bevölkerungswachstum: "Schon 2050 werden in Afrika 2,2 Milliarden Menschen leben, Ende des Jahrhunderts an die vier Milliarden. Sie alle brauchen Perspektiven vor Ort, die gezielt gefördert werden sollten, beispielsweise durch Bildung und berufliche Qualifikation sowie die Stärkung lokaler Märkte."


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