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Weltalphabetisierungstag: Flüchtlingskinder brauchen bessere Bildungschancen

    Weltweit gelten laut UNESCO 758 Millionen Erwachsene, von denen rund zwei Drittel weiblich sind, als Analphabeten. Es braucht international verstärkte Anstrengungen, um das ehrgeizige Ziel 4.7. der UN-Weltziele zu erreichen, demzufolge "bis 2030 sichergestellt werden soll, "dass alle Jugendlichen und ein erheblicher Anteil der männlichen und weiblichen Erwachsenen lesen, schreiben und rechnen lernen", so die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt anlässlich des Weltalphabetisierungstages am 8. September.

      "Wer als Kind nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen gelernt hat, holt das oft lebenslang nicht mehr auf", sagt Jugend Eine Welt Geschäftsführer Reinhard Heiserer. "Er bzw. sie hat in der Regel schlechtere Jobchancen, verminderte Partizipationsmöglichkeiten im gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich, lebt bzw. ernährt sich ungesünder und kann seinen eigenen Kindern nicht bei den Schulaufgaben helfen. Kurz gesagt: Fehlende Bildung bringt einen Teufelskreis in Gang, der für die gesamte Gesellschaft schädlich ist."

      Mädchen bzw. junge Frauen in Ländern des Südens, die häufig schon früh verheiratet oder aus der Schule genommen werden, sind überdimensional stark betroffen. Verminderte Chancen auf Grundschulbildung haben aber etwa auch Kinder aus besonders armen Familien, Kinder aus sozialen Randgruppen, Kinder mit Behinderungen, Kinder in Regionen, die von Konflikten oder Naturkatastrophen betroffen sind sowie Kinder auf der Flucht.

        Flüchtlingskinder haben viel zu geringe Bildungschancen
        Laut eines Berichts des Overseas Development Institute (ODI, 2016) ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Flüchtlingskind zur Schule gehen kann, um vier Fünftel reduziert im Vergleich zu einem Kind, das in seinem Heimatland in Frieden aufwächst. Angesichts von derzeit mehr als 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht ist die Gefahr riesig, dass Millionen Kinder und Jugendliche als Analphabeten oder mit nur rudimentärer Bildung aufwachsen.

        "Wir appellieren an die Österreichische Bundesregierung, dem Bereich Bildung in der humanitären Hilfe künftig verstärkte Aufmerksamkeit zu schenken, beispielsweise durch großzügige Beiträge zum neu geschaffenen internationalen Bildungsfonds "Educaction cannot wait", aber auch durch die verstärkte Förderung von Einzelprojekten, die von Österreich aus gestaltbar sind", so Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt.

        Die Hilfsorganisation unterstützt Don Bosco Bildungsprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und dem Nahen Osten, darunter auch in Krisenregionen wie Afghanistan, Syrien oder dem Südsudan.

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