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Welttag der Kinderrechte: Jugend Eine Welt plädiert für mehr Globales Lernen im Bildungssystem

    17. November 2017 - Der Nationalrat und die künftige Bundesregierung müssen sich in der kommenden Legislaturperiode engagiert für Kinder- und Jugendrechte einsetzen: Das fordert das "Netzwerk Kinderrechte Österreich", ein Zusammenschluss von 44 Mitgliedsorganisationen, anlässlich des Welttages für Kinderrechte am 20. November in einem "Offenen Brief".

    Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, selbst Mitglied im Netzwerk Kinderrechte, weist in diesem Zusammenhang insbesondere auf wichtige Forderungen im Bildungsbereich hin: So sollten Kinder- und Jugendrechte in österreichischen Lehrplänen und in der Lehrerausbildung stärker verankert werden. Alle Kinder und Jugendlichen sollten gleichberechtigten Zugang zu Primär- und Sekundärbildung erhalten und die Schulsozialarbeit flächendeckend ausgebaut werden.

    Die Forderung des Netzwerks Kinderrechte nach politischer Bildung als einem eigenen Schulfach bzw. verstärkter Bewusstseinsbildung zu Kinder- und Jugendrechten ergänzt Jugend Eine Welt noch weiter: "Wir wünschen uns, dass der Bereich Globales Lernen bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung im österreichischen Bildungssystem bzw. in der außerschulischen Bildungsarbeit verstärkt wird, so wie das die 2015 auf UN-Ebene beschlossenen Nachhaltigen Entwicklungsziele vorsehen. Es reicht nicht, über einzelne Kinderrechte in der Theorie Bescheid zu wissen - jedes österreichische Kind sollte auch ein kritisches Bewusstsein dafür entwickeln, wie sich Kinderrechtsverletzungen in der Praxis auswirken und was das mit unserem Leben hier in Österreich zu tun hat," so Jugend Eine Welt Geschäftsführer Reinhard Heiserer.

    Beispielsweise stecke in zahlreichen Produkten des alltäglichen Gebrauchs missbräuchliche Kinderarbeit - darunter Schokolade, Tabak, Haselnüsse, Schmuck, Handys oder Natursteine. Auch die Nachhaltigen Entwicklungsziele bzw. die "Agenda 2030" selbst sollten nicht erst "im Jahre Schnee" in österreichische Schulmaterialien Eingang finden, vielmehr sollte zu ihrer Bekanntmachung baldmöglichst eine Bildungs- bzw. Kommunikationsoffensive gestartet werden.

    Der "Offene Brief" des Netzwerkes Kinderrechte ist hier zu finden
    oder direkt auf der Website des Netzwerks Kinderrechte: www.kinderhabenrechte.at



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