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Junge Menschen brauchen berufliche Perspektiven

    Jugend Eine Welt zum Internationalen Tag der Jugend: Lehrlingspaten für Ausbildungszentrum in Kolumbien gesucht 

      Keine adäquate berufliche Ausbildung, zu wenige gute Arbeitsplätze, kaum Chancen zum Aufbau einer eigenen Existenz. Ein Teufelskreis: Jeder dritte Jugendliche in Ländern des Globalen Südens lebt in Armut, obwohl er Arbeit hat. Selbst bescheidene Erwartungen auf ein besseres Leben werden so nicht erfüllt. Was junge Menschen anfällig für extremistische Bewegungen macht oder sie aus ihrer Heimat in vermeintlich bessere Weltregionen flüchten lässt.

      "Junge Menschen haben ein Recht auf Bildung, auf Ausbildung und Arbeit", sagt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der internationalen Hilfsorganisation Jugend Eine Welt anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August. Dieser wurde zur Förderung der Jugend und des Austausches mit ihr von den Vereinten Nationen 1999 eingeführt. Zu den Prioritäten des Welttages gehören neben dem Kampf gegen Hunger, Armut und Kriminalität vor allem der Bereich Bildung und Beschäftigung. "Investitionen in die Aus- und Fortbildung junger Menschen lohnen sich absolut", so Heiserer. Denn ohne Chancen für die Jugend ist eine Gesellschaft nicht gerecht, bleiben Staaten politisch nicht stabil und können sich so nicht weiterentwickeln.

      Paten für das Ausbildungszentrum Juan Bosco Obrero
      Seit 20 Jahren investiert Jugend Eine Welt weltweit stark in berufliche Ausbildungsstätten, organisiert etwa für benachteiligte Jugendliche Ausbildungsstipendien oder kooperiert mit österreichischen Firmen, um zum Beispiel spezifische Ausbildungsprogramme für Jugendliche zu finanzieren. Heiserer: "Nur mit gezielten, an lokale Gegebenheiten angepassten Initiativen lassen sich ausgegrenzte Jugendliche zurück in die Gesellschaft holen."

      Eine der jüngst gestarteten Initiativen betrifft das Berufsausbildungszentrum "Juan Bosco Obrero" in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá. Das Zentrum im "Ciudad Bolívar", dem bevölkerungsreichsten und zugleich ärmsten Stadtteil Bogotás, wurde von unseren Partnern, den Salesianern Don Boscos, gegründet. Vor allem Jugendliche aus den Slums, denen oft Ausbildungsmöglichkeiten verwehrt bleiben, erhalten hier eine umfassende Schulung.

      Zur Zeit werden rund 2000 Jugendliche in jeweils einjährigen Kursen zu Facharbeitern in insgesamt 17 Berufen ausgebildet. Wie IT- und Netzwerktechniker, Schweißer, Dreher, Industrie-und KFZ-Mechaniker oder Köche, Bäcker, Musiker.

      Neben fachlichen Qualifikationen werden ganzheitliche Kompetenzen hinsichtlich Arbeitshaltung, Persönlichkeit, Teamfähigkeit und Motivation vermittelt. Eine eigene Abteilung für Job-Placement begleitet die Jugendlichen dann in weiterer Folge, um sie erfolgreich im Arbeitsmarkt zu integrieren. Die "Erfolgsquote" liegt hier bei derzeit 85 Prozent.

      "Die Kapazität des Zentrums soll auf bis zu 3.500 Lehrlinge gesteigert werden", erklärt Reinhard Heiserer. Um die Lehrergehälter sowie die laufenden Kosten des Schulbetriebes finanzieren zu können, sucht Jugend Eine Welt nun "Lehrlingspaten" bzw. Partner für die Schule. Die Ausbildungskosten für einen Lehrgang mit 30 Lehrlingen betragen rund 70.000 Euro (1 Jahr). Oder anders gerechnet: Ein Lehrling "kostet" pro Kursmonat 200 Euro. Heiserer: "Neben der damit möglichen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit leisten unsere Paten und Partner damit in Hinblick auf die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 einen wertvollen Beitrag für ihre eigene CSR-Bilanz."

      Mehr Informationen zur Lehrlingspatenschaft hier


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