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Weltalphabetisierungstag: Armut ist Ursache Nr. 1 für mangelnde Bildung

    Anlässlich des Weltalphabetisierungstages am 8. September weist Jugend Eine Welt drauf hin, dass Armut immer noch der wichtigste Grund dafür ist, dass Menschen keinerlei Zugang zu Bildung und Alphabetisierung haben, wie der vor kurzem veröffentlichte Weltbildungsbericht der UNESCO neuerlich bestätigt. Umso nötiger sind gezielte Förderungen und Hilfsmaßnahmen wie die von Jugend Eine Welt unterstützten Don Bosco Projekte, die gerade den Ärmsten der Armen die Möglichkeit geben, aus dem Teufelskreis von Armut und mangelnder Bildung auszusteigen.

    Weltweit gelten etwa 758 Millionen Menschen als Analphabeten. Und noch immer können 263 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen. Die meisten von ihnen leben in den ärmsten Ländern der Welt und stammen aus besonders armen Familien. Unter ihnen sind Kinder, die ethnischen Minderheiten angehören, Kinder, die in abgelegenen Regionen oder in überfüllten Slums von Großstädten leben, Kinder mit Behinderungen, KinderarbeiterInnen, Waisenkinder und Kinder, die es offiziell gar nicht gibt, weil ihre Geburt nie registriert wurde.

    Fast 30 Prozent aller Kinder aus den allerärmsten Haushalten in Ländern mit niedrigen Einkommen waren noch nie in einer Schule. Und selbst wenn arme Kinder es schaffen, zur Schule zu gehen, müssen sie ihre Schulausbildung häufig früher beenden als reichere Altersgenossen: Unter den 20 - 24 Jährigen in 101 Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen konnten jene, die aus den ärmsten Familien stammten, durchschnittlich fünf Jahre weniger zur Schule gehen als Töchter und Söhne aus wohlhabenden Familien. Doch Armut ist nicht der einzige Faktor, der den Schulbesuch erschwert: Kinder, die in ländlichen Regionen aufwachsen, gingen um 2,6 Jahre weniger zur Schule als Stadtkinder, Mädchen durchschnittlich um 1,1 Jahre weniger als Jungen.

    Massiv vermindert werden Bildungschancen zudem auch durch kriegerische Konflikte, Umweltkatastrophen, Flucht und Vertreibung. Leider treten oftmals mehrere der Faktoren, die Bildung erschweren, gleichzeitig auf: So sind Mädchen aus armen Familien, die einer ethnischen Minderheit angehören und in abgelegenen Regionen leben, ganz besonders benachteiligt. Laut Weltbildungsbericht beläuft sich die Schulbildung der ärmsten jungen Frauen in Ländern wie Afghanistan, Äthiopien, Benin, Guinea, Pakistan, Südsudan und dem Tschad auf weniger als ein Jahr.

      Don Bosco: Auch die Sprache des Herzens verstehen lernen
      Jugend Eine Welt und seinen Don Bosco Projektpartnern sind gerade jene Kinder und Jugendlichen ein Anliegen, die ohne Unterstützung keine Chance auf Grundschulbildung, geschweige denn auf eine Berufsausbildung hätten. So möchte Jugend Eine Welt künftig die Arbeit von Salesianerpater Dominique Kubuya Luanda im Osten der Demokratischen Republik Kongo unterstützen, der sich ganz besonders für KinderarbeiterInnen und Straßenkinder einsetzt. Im Don Bosco Zentrum in Goma erhalten rund 3.000 benachteiligte Kinder die Gratis-Möglichkeit, Lesen und Schreiben zu lernen. Je nach Begabung und Fleiß können sie nach der Grundschule auch noch eine weiterführende Schule besuchen oder eine Berufsausbildung machen.

      Auf die Frage, wie man mit kleinen "schwarzen Schafen" umgehe, die nach Jahren auf der Straße keine Lust hätten zur Schule zu gehen oder im Unterricht nicht mitkämen, antwortete Pater Dominique lächelnd: "Fußball lieben sie! Und wir würden so gern einen Musikkurs anbieten können. Das Wichtigste für uns ist, mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Und auch wenn jemand nicht lesen kann, heißt das nicht, dass er nicht bei uns eine handwerkliche Kurzausbildung machen kann. Wichtig ist, dass wir alle die Sprache des Herzens verstehen und die Kinder lernen, wieder zu träumen."

      Helfen auch Sie, damit die Kinder in Goma Lesen und Schreiben lernen können!


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