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Kind in indischer Feuerwerksfabrik
(c) India Today

Kinderarbeit bei indischer Feuerwerksproduktion

    Bericht von "India Today" deckt mangelnde Schutzbekleidung und Gesundheitsgefährdung auf

    (29. Dezember 2016) - Indische Feuerwerksfabriken beschäftigen nach wie vor Kinder. Dies ergaben Recherchen des indischen Wochenmagazins und Fernsehsenders „India Today“, der am 19. Oktober diesen Jahres veröffentlich wurde. Gemäß diesem Bericht seien sowohl Kinder als auch erwachsene Arbeiter und Arbeiterinnen  schutzlos gefährlichen Inhaltsstoffen und Sprengstoffen ausgesetzt. Sie würden keine Handschuhe oder Sicherheitsbekleidung tragen. Bereits ein kleines Feuer könne zu Verstümmelungen oder gar zum Tod der Arbeitenden führen oder in den Fabriken eine Katastrophe auslösen.

    Zudem verweist der Bericht von „India Today“ auf eine Untersuchung der indischen Kinderrechtsorganisation NCPCR (National Commission for Protection of Child Rights). Diese habe festgestellt, dass 90% der in der Feuerwerksindustrie in Indien arbeitenden Kinder an Asthma, Augenerkrankungen und Tuberkulose leiden würden. Viel von ihnen seien außerdem Opfer psychischer, physischer und verbaler Misshandlungen.

    Anlass zum Bericht von „India Today“ war ein schwerer Unfall in der Stadt Sivakasi, dem Zentrum der Feuerwerksproduktion in Indien, der zum Tod von acht Menschen führte sowie das hinduistische Lichterfest "Diwali", das Ende Oktober 2016 stattfand.

    Viele der in Österreich erhältlichen Feuerwerkskörper stammen nicht aus Indien, sondern aus China. Derzeit liegen Jugend Eine Welt keine Informationen vor, zu  welchen Bedingungen chinesische Feuerwerkskörper hergestellt werden.

    Tipp:
    Feuerwerke führen zu einem erhöhten Feinstaubausstoß und belasten Wild- und Haustiere. Wer daher auf Feuerwerke nicht verzichten möchte könnte ein öffentliches Feuerwerk aufsuchen.

    Wer trotzdem Feuerwerkskörper kaufen möchte, die unter menschenwürdigen Bedingungen und ohne Kinderarbeit produziert wurden, sollte zu Produkten aus Österreich oder den Nachbarländern, wie z. B. Deutschland  greifen, die auch den gängigen Sicherheitsvorschriften entsprechen.


    Linktipp:


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