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Stufenplan zur Steigerung der österreichischen Entwicklungshilfe war überfällig

    Jugend Eine Welt fordert kohärente entwicklungspolitische Gesamtstrategie

    Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt begrüßt die im heutigen Ö1-Morgenjournal angekündigte "50 prozentige" Erhöhung des österreichischen Budgets für Entwicklungszusammenarbeit bis zum Jahr 2021 als "längst überfälligen Schritt". Sei doch ein Stufenplan zur Erreichung von 0,7 Prozent des BIP bereits im 2014 beschlossenen Regierungsprogramm enthalten, ebenso wie eine Erhöhung des Auslandskatastrophenfonds.

    "Wir appellieren an die Regierung, nun auch eine kohärente entwicklungspolitische Gesamtstrategie zu erarbeiten," so Jugend Eine Welt-Vorsitzender Reinhard Heiserer. "Entwicklungspolitik, Wirtschafts-, Handels- und Umweltpolitik müssen aufeinander abgestimmt werden und an einem Strang ziehen. Wir hoffen, dass sich Österreich dafür auch auf europäischer Ebene stark macht."

    Ein wichtiger Schritt, um diese kohärente Gesamtstrategie zu entwickeln, könne ein Nationaler Aktionsplan zur Umsetzung der im vergangenen Herbst auf UN-Ebene beschlossenen "Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs)" sein, die auch für Österreich gelten. Im Februar wurde eine interministerielle Arbeitsgruppe installiert, die "Lücken" zur Erreichung der SDGs aufdecken soll, die in Österreich noch bestehen. Das Außenministerium kündigte die Miteinbeziehung der Zivilgesellschaft und anderer wichtiger "Stakeholder" zur Erarbeitung eines entsprechenden Umsetzungsplans an.

    Von besonderer Bedeutung für diese Strategie ist aus Sicht von Jugend Eine Welt auch die entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Inland bzw. eine verstärkte Einbeziehung von "Globalem Lernen" im Regelunterricht. "Es braucht nicht nur in der Entwicklungszusammenarbeit eine entschlossene Trendumkehr", ist Reinhard Heiserer überzeugt. "Wer globale Zusammenhänge kennt und weiß, dass das günstige T-Shirt oder der billige Organgensaft nur möglich sind, weil in anderen Ländern Menschen brutal ausgebeutet werden, wird verstärkt zu fairen Produkten greifen und diese auch einfordern. "


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