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Wenn der Schulbeginn ausfällt ...

    Für Millionen Kinder bleibt Schule ein unerreichbarer Traum

    (04. September 2015) Am Montag öffnen die Schulen im Osten Österreichs, im Westen eine Woche später. Für Tausende Kinder ist das der Start in ein neues, aufregendes Abenteuer. Doch freier Zugang zu Bildung und die Chance, sich in einem sicheren Umfeld kindgerecht entwickeln zu können, sind alles andere als selbstverständlich: Obwohl die Weltgemeinschaft Anfang des Jahrtausends versprochen hat, bis zum Jahr 2015 Grundschulbildung für alle Menschen sicherzustellen, gehen noch immer 58 Millionen Kinder überhaupt nicht zur Schule und schließen rund 100 Millionen nicht einmal die Grundschule ab.

     

    Allein im Nahen Osten und in Nordafrika können derzeit etwa 13 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen, wie UNICEF am 3. September berichtete. Aus Angst vor den Kämpfen haben Tausende LehrerInnen in den Konfliktregionen ihre Arbeit aufgegeben und schicken viele Eltern ihre Kinder nicht mehr zur Schule – soweit diese überhaupt noch existiert: In Syrien, im Irak, im Jemen und in Libyen wurden fast 9.000 Schulen zerstört oder können nicht mehr für den Unterricht benutzt werden.

    Um zu verhindern, dass ihre Kinder ohne jegliche Schulbildung ein Leben lang im Teufelskreis der Armut gefangen bleiben, entschließen sich viele Familien zur Flucht in die Nachbarländer oder das vermeintlich sichere Europa. Und auch für tausende Jugendliche, die ihre Heimat auf sich allein gestellt verlassen, ist die Chance auf Schulbildung eine wichtige Motivation.

    Don Bosco: Schulbildung auch in Krisenregionen

    In zahlreichen Konfliktregionen der Welt versuchen christliche Ordensgemeinschaften auch inmitten von Bürgerkrieg und Zerstörung einen geregelten Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. So versorgen die Salesianer Don Boscos in Bangui, der Hauptstadt der krisengeschüttelten Zentralafrikanischen Republik, seit Jahren täglich mehr als 1.500 SchülerInnen, die nicht nur Unterricht, sondern auch regelmäßige Mahlzeiten erhalten. In Kakuma, einem der größten Flüchtlingslager der Welt an der kenianischen Grenze, unterstützt und unterrichtet Don Bosco – mit Hilfe von Jugend Eine Welt - 1.200 Mädchen und Jungen. Sie erlernen Berufe, die es ihnen ermöglichen, später in ihre Heimat zurückzukehren und für ihre Familien zu sorgen. Und auch in Syrien und seinen Nachbarländern wie dem Libanon oder der Türkei sind die Salesianer und Don Bosco Schwestern seit vielen Jahren aktiv. In Österreich kümmert sich Jugend Eine Welt gemeinsam mit den Salesianern und Don Bosco Schwestern über das von ihnen getragene „Don Bosco Flüchtlingswerk“ um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

     


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