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Ausführlicher Bericht von Elisabeth Resch


Als Jugenddelegierte bei der UN-Generalversammlung

    Eine junge Österreicherin war beim Beschluss der neuen Weltziele live dabei

    Obwohl sie in den vergangenen Tagen kaum zum Schlafen gekommen ist, hat uns Elisabeth Resch, die von Jugend Eine Welt als österreichische Jugenddelegierte für die Eröffnungssitzung der UN-Generalversammlung in New York nominiert wurde, einen ausführlichen Bericht über ihre Zeit bei der UNO geschickt. Die junge Österreicherin arbeitete seit März als Praktikantin im Team von Amina  Mohammed, der Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für die neuen „Weltziele“. Am vergangenen Wochenende war sie live dabei, als die „Agenda 2030“ – 17 nachhaltige Entwicklungsziele, die bis 2030 umgesetzt werden sollen und die auch für Österreich gelten -  verabschiedet wurde. Anlässlich dieses Beschlusses von weltpolitischer Bedeutung waren nicht nur Staatsoberhäupter aus aller Welt, sondern auch Papst Franziskus und zahlreiche Prominente vor Ort, darunter Friedensnobelpreisträgerin Malala, Shakira und Ed Sheeran.

    Schon im Vorfeld der UNO Generalversammlung hatte Jugend Eine Welt gemeinsam mit der Bundesjugendvertretung ein Schreiben an die offizielle österreichische Delegation unter der Leitung von Bundespräsident Fischer gerichtet und ihnen Wünsche und Erwartungen österreichischer Jugendlicher an die neuen Weltziele mit auf den Weg gegeben.

    „Ich fühle mich unglaublich geehrt, die Chance gehabt zu haben, bei einem Event von derart weltpolitischer Bedeutung so involviert gewesen zu sein“, schrieb uns Elisabeth Resch und zitierte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der zu den Jugendlichen gesagt hatte, sie wären die erste Generation, die die Mittel dazu hätte, die weltweite Armut zu beenden  - und die letzte Generation, die es in der Hand hätte, die katastrophalen Konsequenzen des Klimawandels zu verhindern. “Und als diese Generation fühle ich mich verpflichtet, 110 Prozent zur Erfüllung der Entwicklungsziele zu geben und „the world we want“ – die Welt, die wir uns wünschen -  zu erreichen,“  so Elisabeth Resch.

    Nachhaltige Entwicklungsziele - Wünsche Jugendlicher an die UNO

      Jugend Eine Welt und Bundesjugendvertretung gaben österreichischer Delegation Wünsche von Jugendlichen mit auf den Weg zur UNO-Generalversammlung

      „Für 2030 wünsche ich mir eine Welt, die auf Nachhaltigkeit, Solidarität und Inklusion beruht und nicht mehr auf Ausbeutung des globalen Südens und dem Glauben an unbegrenztes Wachstum!“
      Das ist der Wunsch der 22-jährigen Sophie an die 17 neuen "Nachhaltigen Entwicklungsziele" (Sustainable Development Goals/SDGs), die kommenden Freitag von den UN-Mitgliedstaaten in New York beschlossen werden und bis 2030 umgesetzt werden sollen.

      Im Rahmen des UNO-Jugenddelegiertenprogramms der Bundesjugendvertretung wurden in den letzten Monaten viele Jugendliche in Österreich gefragt, was sie sich von den neuen Weltzielen erhoffen. Aus ihren Statements wurde ein „Zukunftskoffer“ zusammengestellt. Zitate daraus gaben BJV und Jugend Eine Welt der österreichischen Delegation mit auf den Weg nach New York.
       
      Gleichzeitig verwiesen sie auf das Schicksal von Millionen Kindern und Jugendlichen weltweit, die unter unmenschlichsten Bedingungen aufwachsen, keine Chance auf Schulbildung oder einen guten Job haben und Krankheit, Ausbeutung und Gewalt schutzlos ausgeliefert sind. Die neuen Weltziele sollen das ändern – doch vorerst stehen sie nur auf dem Papier.
       
      „Der Beschluss der neuen Weltziele kann zu einem historischen Meilenstein werden, wenn es gelingt, sie aus dem Elfenbeinturm politischer Deklarationen, von deren Existenz kaum jemand in der breiten Öffentlichkeit Notiz nimmt, herauszuholen,“ ist Jugend Eine Welt-Vorsitzender Reinhard Heiserer überzeugt. „Für Österreich wünschen wir uns einen konkreten Umsetzungsplan, der mit allen Ressorts und Bundesländern sowie der Zivilgesellschaft gemeinsam erarbeitet wird.“
       
      Auch nach dem Beschluss der SDGs wird der Einsatz heimischer Jugendlicher bei der UNO nicht vorbei sein. UN Jugenddelegierte Julia Rainer wird sich ab Oktober in New York aktiv für die Interessen junger Menschen einsetzen. Sie wird sich besonders der Themen Bildung, Integration und Nachhaltigkeit annehmen. "Diese Themen werden im Moment stark debattiert und haben einen enormen Einfluss auf junge Menschen. Deshalb sollten sie insbesondere hier Mitspracherecht und eine Vertretung haben," erklärt Julia ihre Schwerpunktsetzung.

       


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