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500 junge Österreicher auf Auslandseinsatz

    Volontariat bewegt, Jugend Eine Welt und die Salesianer Don Boscos feierten mit ehemaligen Freiwilligen und Fördergebern 20 Jahre erfolgreiches Volontariatsprogramm

    Die Nachfrage nach internationalen Freiwilligeneinsätzen steigt bei jungen Menschen in Österreich beständig an. Eines der erfolgreichsten Volontariatsprogramme in Österreich ist „VOLONTARIAT bewegt“, eine gemeinsame Initiative von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos, die von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert wird. Schon 500 junge Österreicher haben sich in den vergangenen 20 Jahren in Hilfsprojekten der Don Bosco Schwestern und Salesianer Don Boscos in Afrika, Asien und Lateinamerika engagiert. Zum runden Jubiläum luden VOLONTARIAT bewegt und seine Trägerorganisationen alle ehemaligen Volontäre am vergangenen Samstag zu einem großen Fest ins Wiener Salesianum.

    Jugendliche aus ganz Österreich nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam zu lachen, zu tanzen und Rückblick auf eines der wichtigsten Jahre ihres Lebens zu halten. „Ich habe viele wertvolle Erfahrungen gemacht“, so die 20-jährige Tamina Lewitsch aus Wien, die vor kurzem aus Äthiopien zurückkehrte. „Vor allem, dass die Menschen in Äthiopien gar nicht so unterschiedlich sind wie die in Österreich."

    Don Bosco – ein verlässliches Netzwerk in 132 Ländern
    Bei einem Festakt im Don Bosco Haus am 28. Oktober erinnerte Pater Petrus Obermüller, Provinzial der Salesianer Don Boscos, an die Geburtsstunde des Volontariats: „Vor 20 Jahren hat es klein angefangen – eine Gruppe von fünf Personen ist nach Ecuador aufgebrochen, um in einem Straßenkinderprojekt der Salesianer mitzuarbeiten. Die beiden ersten Zivilersatzdiener wurden 1997 entsendet. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung des Vereins „Jugend Eine Welt“ durch zurückgekehrte Volontäre, Salesianer, Entwicklungshelfer und wesentlich durch Reinhard Heiserer.“

    In den Folgejahren war das Volontariatsprogramm bei Jugend Eine Welt beheimatet, bis es 2013 an den neu gegründeten Verein „VOLONTARIAT bewegt“ übertragen wurde. Insgesamt waren bisher 209 Zivilersatzdiener sowie 291 Freiwillige in Don Bosco Hilfsprojekten im Einsatz. „Dabei ist ein Vorteil, dass wir auf das weltweite Netz der Salesianer und Don Bosco Schwestern zurückgreifen können, die mit etwa 15.000 bzw. 13.000 Ordensleuten in 132 Ländern vor Ort sind und die jungen Leute nicht nur beherbergen und ihnen die Möglichkeit bieten, mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sondern sie auch aktiv bei ihrem Einsatz begleiten,“ so Pater Obermüller.

    Familienbeihilfe künftig auch bei Auslandseinsätzen
    Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt, ging auf aktuelle Entwicklungen ein: „Es braucht faire Rahmenbedingungen, damit junge Menschen aus ihrem österreichischem „Wohlfühleck“ herauskommen und sich auf einen herausfordernden Auslandseinsatz einlassen. Wir freuen uns sehr, dass unsere langjährige Forderung, dass Auslandsvolontäre den Anspruch auf Familienbeihilfe nicht verlieren, mit der Novellierung des Freiwilligengesetzes nun endlich erfüllt werden soll. Das ist vor allem für nicht begüterte Familien wichtig.“ Schwierig sei allerdings die vom neuen Auslandsfreiwilligendienstegesetz geforderte Einschränkung der Tätigkeitszeiten. „Kann es als Tätigkeits- bzw. Arbeitszeit gewertet werden, wenn ein Volontär mit „seinen“ Kindern Fußball spielt oder ist das schon Freizeit? Hier werden die Grenzen oft fließend sein und ist Pragmatismus gefragt.“

    Ein Muss: Qualitätssicherung
    Eine der zentralen Herausforderungen, der sich Volontariatsprogramme gegenüber sehen, ist die Sicherung qualitätsvoller Vorbereitung, Einsatzbegleitung und Nachbetreuung bei ständig steigenden Kosten. „Auf einen einjährigen Einsatz in einer völlig anderen Lebensrealität kann man sich nicht in einem 3-Tages-Crashkurs vorbereiten“, betonte Johannes Ruppacher, Geschäftsführer von VOLONTARIAT bewegt. Umso wichtiger und dankenswerter sei die finanzielle Unterstützung durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, die seit 2004 wichtigster Fördergeber des Volontariat-Programms ist.

    Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, gratulierte herzlich zum runden Jubiläum und bekräftigte: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, Menschen in Österreich zu motivieren, sich aktiv mit Entwicklung auseinanderzusetzen. Unsere neue Initiative „MITMACHEN! Österreich weltweit engagiert“ soll dabei helfen und zeigt auch verschiedene Möglichkeiten von Volontariatseinsätzen auf. Jeder, der einen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten möchte, soll bei uns fündig werden. Denn die Zukunft liegt in unser aller Händen.“


     


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