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Weltweit müssen Frauen 51 Milliarden Stunden pro Jahr Wasser schleppen.
Weltweit müssen Frauen 51 Milliarden Stunden pro Jahr Wasser schleppen.

Neue Weltziele bieten historische Chance für Frauenrechte: Damit Frauen nicht mehr 51 Milliarden Stunden pro Jahr Wasser schleppen müssen

    action/2015 und Jugend Eine Welt zum Internationalen Frauentag / Reinhard Heiserer „Bildung hat Schlüsselrolle, um Frauendiskriminierung zu beenden“

    (5. März 2015) Die neuen „Nachhaltigen Entwicklungsziele“, die im Herbst 2015 von der UNO beschlossen werden sollen, sind eine historische Chance, um Frauenrechte endlich Wirklichkeit werden zu lassen.  1.300 Organisationen in 130 Ländern, darunter die österreichische Hilfsorganisation Jugend Eine Welt, appellieren im Rahmen der Kampagne action/2015 an ihre Regierungen, sich engagiert für neue Weltziele einzusetzen, die Armut, Ungleichheit und den Klimawandel bekämpfen.

    Weltstars wie Shakira und Mia Farrow unterstützen action/2015 ebenso wie die 17-jährige Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die ihr Leben für das Recht auf Bildung riskierte. „Zugang zu qualitativer Bildung für alle Mädchen und Jungen ist eine unserer wichtigsten Forderungen für die neuen Weltziele“, so Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt. „Denn Bildung hat eine Schlüsselrolle, was die Beendigung von Armut und Diskriminierung betrifft. 31 Millionen Mädchen schließen derzeit noch nicht einmal eine Grundschulbildung ab. Besonders wichtig ist uns, dass auch Jungen bzw. Männer verstehen, wie wichtig Gleichberechtigung ist und diese aktiv unterstützen. Eine gute Schulbildung kann mithelfen, traditionelle Geschlechterrollen zu hinterfragen und Gewalt gegen Frauen zu beenden.“

    Überall auf der Welt werden Frauen diskriminiert und sind Menschenrechtsverletzungen an ihnen an der Tagesordnung:

    • Rund 70 Prozent aller Frauen erleben Gewalt.
    • Zwei Millionen Mädchen im Alter von fünf bis 15 Jahren werden jährlich Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution oder anderen Formen von sexueller Ausbeutung.
    • Jährlich werden rund 15 Millionen Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet.
    • Täglich sterben 800 Frauen an vermeidbaren Komplikationen rund um Schwangerschaft und Geburt. In Entwicklungsländern sind das die häufigsten Todesursachen bei Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren.
    • Die Müttersterblichkeit könnte um ein Drittel verringert werden, wenn Frauen besseren Zugang zu Methoden der Familienplanung hätten - mehr als 220 Millionen Frauen haben keinen Zugang zu effektiven Verhütungsmethoden bzw. wenden sie nicht an.
    • Jede Minute wird eine junge Frau mit HIV/Aids angesteckt. Geschätzte drei Millionen Mädchen sind jährlich in Gefahr, Opfer von Genitalverstümmelung zu werden.
    • Zahlreiche Gesetze diskriminieren Frauen. So haben Frauen in mehr als 60 Ländern in Bezug auf Staatsbürgerschafts-Angelegenheiten weniger Rechte als Männer.
    • Frauen und Kinder verbringen jährlich 51 Milliarden Stunden damit, Wasser zu holen – Zeit, die sinnvoller verbracht werden könnte, hätte jeder Mensch Zugang zu sauberem Trinkwasser.
    • Im globalen Durchschnitt sind Frauen gegenüber Männern um 40 Prozent im Rückstand, wenn es um wirtschaftliche Beteiligung und Chancengleichheit geht.
    • Es gibt 178 Regierungschefs – und nur 15 Regierungschefinnen.


    Weitere Informationen zur Kampagne action/2015 finden Sie auf http://www.jugendeinewelt.at/action-2015.0.html bzw. auf  www.action2015.org


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