Spendenbutton

Versprochen! Gebrochen?

    (14. Juli 2015) Versprochen! Gebrochen? Unter diesem Motto demonstrierten Jugend Eine Welt und 38 weitere Mitgliederorganisationen des Dachverbandes Globale Verantwortung erneut vor dem Bundeskanzleramt in Wien für den seit langem versprochenen Plan der Bundesregierung zur Erhöhung der Auslandshilfe.


    Passend zum letzten Ministerrat vor der Sommerpause und gleich als „Serviceleistung“ wurde von den Organisationen ein realistischer Stufenplan zur Erhöhung der Auslandshilfe überreicht – als Erinnerung an das gegebene Versprechen, einen solchen Stufenplan bis zum Sommer vorzulegen. Österreich liegt derzeit mit 0,26 Prozent des BIP für die offizielle Auslandshilfe bei einem beschämend niedrigen Wert. 0,7 Prozent zu erreichen wäre das langfristige Ziel.

    „Es ist nicht nur höchst an der Zeit sondern längst schon überfällig, dass dieses Versprechen endlich eingelöst wird“, sagt Reinhard Heiserer, Vorsitzender von Jugend Eine Welt.

    Aus dem Außenministerium war indes wieder lediglich zu hören, dass die Erreichung des 0,7-Prozent-Ziels bis 2030 - 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) auszugeben - „Ziel der Bundesregierung“ sei. Eine solche Steigerung solle bei den Budgetpfadverhandlungen für den nächsten Bundesfinanzrahmen ein „Thema sein“.

    Eine seit langem bestehende zentrale Forderung aller an der Kampagne beteiligten  NGOs dürfte hingegen diesmal in Erfüllung gehen: Die jeweils zuständigen Minister sollen sich nun geeinigt haben, den Auslandskatastrophenfonds ab 2016 von derzeit fünf Millionen auf 20 Millionen Euro aufzustocken. „Immerhin, das ist endlich ein erster positiver Schritt“, kommentiert Reinhard Heiserer. Die Mittel für eine nachhaltige Entwicklung fehlen damit aber weiterhin.


    drucken  DRUCKEN     versenden  SEITE ALS MAIL VERSENDEN     spenden  JETZT SPENDEN