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Bald geht’s hinaus in die weite Welt: Die jungen Volontärinnen und Volontäre, Johannes Ruppacher (hintere Reihe links) und das Team von VOLONTARIAT bewegt sowie Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt (vorne links) und P. Petrus Obermüller, SDB/Salesianer Don Boscos (vorne rechts).  Fotocredit: VOLONTARIAT bewegt / Sandra Kemptner

Ein Auslandsjahr, das die eigene Weltsicht verändert

    19 junge ÖsterreicherInnen feierten am vergangenen Samstag im Wiener Salesianum ihre baldige Entsendung in ein Don Bosco Hilfsprojekt: Sie werden ein Jahr lang benachteiligten Kindern in Afrika, Asien und Lateinamerika zur Seite stehen. Möglich machen das VOLONTARIAT bewegt - eine Initiative von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos - sowie die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit.

    (6. Juli 2015) Ecuador, Ghana, Indien, Malawi, Mexiko, Kolumbien und die Republik Kongo sind die Einsatzländer, in denen 19 junge ÖsterreicherInnen in Kürze ihr einjähriges Volontariat bzw. ihren Zivilersatzdienst antreten werden. Am vergangenen Samstag feierten sie im Wiener Salesianum mit Familien und FreundInnen ihre baldige Entsendung in ein Don Bosco Hilfsprojekt für benachteiligte Kinder. Mehr als 100 Menschen nahmen an der von den VolontärInnen selbst gestalteten Heiligen Messe mit Überreichung des Sendungskreuzes teil und nutzten beim anschließenden Fest die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen.

    „Auslandseinsätze sind gefragt wie nie zuvor“, so Johannes Ruppacher, Geschäftsführer von VOLONTARIAT bewegt. „Sie ermöglichen Jugendlichen wichtige Lernerfahrungen in einem internationalen Kontext, die für ihren späteren Lebensweg sehr wertvoll sein können. Dabei sind weniger die Verbesserung von Sprachkenntnissen oder das Zurechtkommen mit einer neuen Kultur entscheidend, sondern Begegnungen und Erfahrungen auf mitmenschlicher Ebene. Wer ein Jahr lang für benachteiligte Kinder und Jugendliche da war und sie durch den Alltag begleitet hat, sieht die Welt anders als zuvor und trägt diese Weltsicht auch in die eigene Gesellschaft zurück.“

    Nein zu „Volontourismus“

    Ohne professionelle Vorbereitung geht es allerdings nicht – ein Volontariat ist keine Ferienreise. VOLONTARIAT bewegt warnt deshalb vor spontanen „Weltrettungs-Aktionen“ und rät, rein wirtschaftlich orientierte „Volontourismus“-Angebote sorgfältig zu prüfen. Johannes Ruppacher: „VolontärInnen, die mit uns ausreisen, haben an drei Seminarwochenenden und einer Seminarwoche teilgenommen. Sie setzen sich schon im Vorhinein mit zahlreichen Aspekten ihres Einsatzes auseinander und wissen, worauf sie sich einlassen. Selbstverständlich lassen wir sie auch während ihres Einsatzes und danach nicht allein.“

    Sorgen macht sich das Team von VOLONTARIAT bewegt angesichts der massiven finanziellen Kürzungen, von denen Projekte der Entwicklungszusammenarbeit leider im „Europäischen Jahr für Entwicklung 2015“ ebenso bedroht sind wie in den vergangenen Jahren. Und auch, dass Jugendliche auf Auslandseinsatz nach wie vor keine Familienbeihilfe erhalten im Gegensatz zu solchen, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Inland entscheiden, wird kritisch gesehen. „Es gibt Signale seitens der Politik, dass diese Ungleichbehandlung bald abgestellt werden soll“, freut sich Ruppacher. Ob die jetzt im Sommer 2015 ausreisenden jungen ÖsterreicherInnen noch eine Chance auf Familienbeihilfe haben werden, bleibt spannend.

    Nähere Informationen über VOLONTARIAT bewegt erhalten Sie auf www.volontariat.at, per E-Mail an info@volontariat.at sowie telefonisch unter 01/879 0707.

    Die nächsten Informations- und Auswahltage finden am 5. September in Wien und am 12. September in Innsbruck statt.

    TIPP: Den Jahresbericht von VOLONTARIAT bewegt können Sie hier downloaden: Zum Jahresbericht 2014


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