Spendenbutton

    Fotocredit: Raoul Kowolik

    …nur mal kurz die Welt retten?

      Jugend Eine Welt beim Don Bosco Forum in Bonn

      (26. Jänner 2015) „In welcher Welt wollen wir leben?“ Diese Frage stand im Zentrum des diesjährigen Don Bosco Forums in Bonn, das in weiten Teilen von den TeilnehmerInnen einer siebentägigen Jugendkonferenz gestaltet wurde. Rund 40 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt - darunter Jasmin Güngör (27) von Jugend Eine Welt – diskutierten über Zukunftsvisionen und setzten sich u.a. mit Themen wie Partizipation oder Multikulturalität auseinander. Mit der Gestaltung eines eindrucksvollen Bühnenbildes drückten sie ihre Wünsche für eine gerechte, menschliche Zukunft aus.

      1,2 Millionen Menschen weltweit sind heute zwischen 15 und 24 Jahre alt. 90 Prozent von ihnen leben in Entwicklungsländern. Die soziale Lage und politischen Umstände, in denen viele Jugendliche weltweit leben, führen dazu, dass ihre Stimme oft nicht gehört wird. Und auch im Rahmen moderner Entwicklungszusammenarbeit werden sie leider häufig nicht als Zielgruppe wahrgenommen.

      „Im Sinne der christlichen Sozialethik und der Pädagogik Don Boscos müssen wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen“, machte Dr. Friedrich Kitschelt, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) deutlich und stellte fest: „Wenn Jugendliche ihre Fähigkeiten entfalten können, entwickeln sie ein Bewusstsein dafür, wie die Welt aussehen soll, in der sie leben möchten. So wächst aus Bildung Verantwortung!“

      Nur mit jungen Menschen könne die Zukunft gelingen. Deshalb müssen sie an den politischen und gesellschaftlichen Prozessen beteiligt werden. Doch wie werden sie zu verantwortungsvollen Weltbürgern? Wie können sie sich heute in Politik und Gesellschaft einbringen? Mit diesen Fragen befassten sich Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller und der Generalökonom der Salesianer Don Boscos, Jean Paul Muller. Beiden ging es nicht um eine kurze (Welt-)Rettungsaktion, sondern um langfristige und nachhaltige Wirkung. „Die Gestaltung einer gerechten Welt ist Alltag für viele Engagierte weltweit“, so Muller. „In diesem Alltag sind die Jugendlichen unser Motor und Potential. Wir müssen ihnen und ihren Fähigkeiten vertrauen.“ Die Entscheidungsträger müssten sich ständig hinterfragen, ob sie der Jugend genügend Raum geben, um an der Gestaltung der Einen Welt tatsächlich partizipieren zu können.

      Ganz still wurde es unter den 600 Gästen in der Aula des Hauptgebäudes der Universität Bonn, als das ehemalige philippinische Straßenkind Cindy seine Geschichte erzählte und Don Bosco Schwester Maria Victoria Sta. Ana die täglichen Herausforderungen ihrer Arbeit im „Laura Vicuña Kinderschutzzentrum“ in Manila schilderte. Beide waren auf Einladung von Jugend Eine Welt anlässlich des Tags der Straßenkinder am 31. Jänner nach Europa gekommen und wurden von Reinhard Heiserer nach Bonn begleitet. Sie legten eindrucksvoll Zeugnis dafür ab, wie gut die ganzheitliche Pädagogik des italienischen Priesters und Sozialpädagogen Don Bosco heute in mehr als130 Ländern funktioniert und benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Zukunftsperspektive gibt.


      drucken  DRUCKEN     versenden  SEITE ALS MAIL VERSENDEN     spenden  JETZT SPENDEN