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Weltklimaabkommen: (Aus-)Bildung spielt Schlüsselrolle bei Bekämpfung des Klimawandels

    Jugend Eine Welt fördert verstärkt klimarelevante Hilfsprojekte wie die Ausbildung von Solartechnikern in Äthiopien

    Im Zusammenhang mit dem neuen Weltklimaabkommen erinnert die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt an die große Bedeutung von Bildung bzw. Ausbildung für die Bekämpfung des Klimawandels und kündigt eine verstärkte Förderung klimarelevanter Projekte an. "Umweltbildung sowie die Ausbildung in "Green Jobs" werden in Zukunft noch wichtiger werden - in Österreich und weltweit", ist Jugend Eine Welt Vorsitzender Reinhard Heiserer überzeugt.

    Die Hilfsorganisation plant ab Jänner 2016 die Implementierung eines Solartechniker-Ausbildungsprogramms in Äthiopien mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. In den Solar-Werkstätten sollen künftig 20 Lehrer und 120 Studentinnen und Studenten pro Jahr in Solartechnik ausgebildet werden. Diese Zusatzqualifikation soll die Jobchancen der jungen Menschen erhöhen und das Bewusstsein in der Bevölkerung für nachhaltige Energie stärken. Durch die Installation von Solarsystemen können in Zukunft zahlreiche Familien im ländlichen Raum Strom generieren, Bewässerungsanlagen betreiben und die Schüler sitzen bei ihren Hausaufgaben nicht mehr im Dunkeln. "Im Zuge des neuen Klimaabkommens sollen Länder des Südens, die vom Klimawandel schon jetzt massiv betroffen sind, verstärkt Hilfe erhalten, um sich an seine Auswirkungen anzupassen bzw. von vornherein die Fehler der Industrieländer zu vermeiden und saubere Energie einzusetzen. Dabei wird neben Technologie-Transfer auch essenziell sein, das Know How vor Ort im Umgang mit dieser Technologie zu stärken. Denn die beste Solaranlage bleibt nutzlos, wenn keine Ersatzteile verfügbar sind und es niemanden gibt, der sie warten kann", so Heiserer.

    Photovoltaik und Biogas im Kinderdorf


    Schon jetzt wird der sorgsame Umgang mit natürlichen Ressourcen in zahlreichen Don Bosco Projekten großgeschrieben. Beispielsweise im Don Bosco Kinderdorf "Chiguru" nahe der indischen Großstadt Vijayawada, wo rund 150 Kinder unter 14 Jahren untergebracht sind. Lebensmittelverschwendung ist hier tabu: Die Kinder werden dazu angehalten, bei den Mahlzeiten alles aufzuessen bzw. weniger zu nehmen, wenn der Hunger nicht so groß ist oder es weniger schmeckt. Auf mehreren Dächern sind Photovoltaikanlagen installiert und in der Küche wird mit Biogas gekocht, das aus dem Dung der Projekt-eigenen Kühe gewonnen wird, die wie überall in Indien als heilig gelten. Kleidung wird von den Mädchen des Projektes genäht und unter den Kindern weitergegeben. Ein Großteil der Nahrung wird im eigenen Garten angebaut. Häufig dienen Bananenblätter als Teller. Spielsachen werden selbst hergestellt: Kreisel aus Karton, Drachen aus Zeitungspapier, "Pfidschipfeile" aus Kokosnüssen. Zahlreiche Materialien wie Glas und Papier werden von vorbeikommenden Sammlern abgeholt und weiterverarbeitet. Und für sauberes Wasser sorgt eine Regenwasser-Aufbereitungsanlage. Kein Wunder, dass das Umweltbewusstsein der hier aufwachsenden Kinder um vieles ausgeprägter ist als sonst in der Region üblich!

    Weitere Informationen zum Projekt "Die Kraft der Sonne nutzen" gibt es hier


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