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Gebete gegen Bulldozer - Mauerbau im Cremisantal hat begonnen

    Christliche Familien und Don-Bosco Einrichtungen im Heiligen Land werden von ihrem Land abgeschnitten

    Seit Jahren wehren sich christliche Gemeinschaften im Heiligen Land, ihre internationalen Partner sowie Vertreter des Vatikans gegen den von Israel geplanten Bau einer Trennmauer im Cremisan-Tal. Dadurch würden 58 christliche Familien sowie zwei Einrichtungen der Salesianer und Don Bosco Schwestern im „christlichen Dreieck“ Bethlehem, Beit Jala und Beit Sahur von ihrem Land abgeschnitten. Zudem käme es zur  Zerstörung einer landwirtschaftlichen Region, in der seit biblischen Zeiten Oliven, Obstbäume und Wein gepflanzt werden. 

    Nun hat der Bau der umstrittenen Sperranlage begonnen: Am 17. August rückten die ersten Bulldozer an und entwurzelten mehrere hundert Olivenbäume. Auf dem Land von fünf palästinensischen Familien wurden erste Baumaßnahmen realisiert – weder die Familien noch die zuständige Gemeindeverwaltung von Beit Jalla hatten eine Vorwarnung erhalten.  

    Als Reaktion auf den Beginn der Bautätigkeiten feierten die Christen von Beit Jala am 18. und 19. August gemeinsam mit katholischen Priestern auf offener Straße die Heilige Messe. Berichten zufolge wurde der Gottesdienst am Morgen des 19. Augusts gestört, ein Priester attackiert und zwei Personen vorläufig festgenommen.

    Berühmtes Weingut und Schule für 400 Kinder 

    Im Cremisan-Tal befindet sich ein Konvent sowie das berühmte Weingut der Salesianer Don Boscos. Hier werden seit über 150 Jahren edle, traditionsreiche Weine angebaut, die in Österreich über die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt bezogen werden können. Aus dem Erlös werden Don Bosco Hilfsprojekte für benachteiligte Jugendliche im Heiligen Land finanziert. In unmittelbarer Nähe zum Cremisan-Weingut befindet sich ein Konvent der Don Bosco Schwestern sowie eine Schule, die von 400 Kindern besucht wird. 

    Die Mauer, deren Bau bereits im Jahr 2004 durch den Internationalen Gerichtshof für völkerrechtswidrig erklärt wurde, trennt schon jetzt Betlehem und weitere Gebiete im Westjordanland von Jerusalem. Noch im April dieses Jahres war der geplante Verlauf der Mauer durch das Cremisan-Tal vom Obersten Gerichtshof Israels für illegal erklärt worden. Doch im Juli gab das Gericht der Armee schlussendlich doch grünes Licht für den Bau, mit der Auflage dass ein 200 Meter langes Stück rund um die Einrichtungen der Salesianer und Don Bosco Schwestern ausgespart werden müsse.

     

    Wein trinken und Gutes tun:

    Bitte unterstützen Sie die Salesianer Don Boscos und ihre Bildungsarbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Heiligen Land in dieser schwierigen Situation durch den Kauf von Wein aus Cremisan.  

    Informationen und Bestellmöglichkeit auf www.cremisan.at bzw. bei Jugend Eine Welt,  Tel. +43 1 879 07 07, office@jugendeinewelt.at


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