Spendenbutton
Logo Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum
Logo Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum
Logo Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum
Logo Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum 
©Paulo Freire Zentrum

Die Zukunft der Bildung

    Neue Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit beleuchtet Rolle der Bildung in den Nachhaltigen Entwicklungszielen

    (28. April 2015) Kommenden September wird die UNO neue „Nachhaltige Entwicklungsziele“ (SDGs) beschließen, die die 2015 auslaufenden  „Millennium-Entwicklungsziele“ ablösen sollen, jedoch im Gegensatz zu ihnen viel breiter angelegt sind und für alle Länder der Welt gelten werden – auch für Österreich. Welche Rolle die neue Entwicklungs-Agenda für Bildung vorsieht, war am 27. April Thema einer Diskussionsveranstaltung im Wiener C3 - Centrum für Internationale Entwicklung. Bei diesem Anlass stellte sich die von entwicklungs- und bildungspolitischen Organisationen gegründete Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor.

    Blauäugiger Bildungsoptimismus kritisch hinterfragt

    "Bildung ist ein Schlüssel für eine gerechtere Welt",  so der Text der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs), die 2015 auslaufen. Doch ist das immer so? Laut Xavier Bonal, Bildungssoziologe an der Universitat Autònoma de Barcelona, kann Bildung auch zur Aufrechterhaltung ungerechter Strukturen beitragen und sollte - trotz aller Wichtigkeit - nicht als entwicklingspolitisches "Allheilmittel" gesehen werden.  Er warf spannende Fragen nach dem Dahinter von Bildungszielen auf - "Wer bestimmt eigentlich, was gute Bildung ist?"  Die neuen SDGs sieht er grundsätzlich als große Chance, wenn auch mit vielen Herausforderungen verbunden: "Universeller Zugang zu Bildung, das Bildungshauptziel der alten Millennium-Entwicklungsziele, wird hoffentlich auch in den neuen SDGs wichtig bleiben. Zudem sollte alles getan werden, um jede Form von Bildungsausschluss und Diskriminierung zu verhindern. Eine besondere Herausforderung wird sein, eine einfache Agenda zu schaffen, die realistisch und gleichzeitig tiefgreifend und tranformativ ist", so Bonal.

    Nafisa Baboo, Beraterin bei Licht für die Welt und selbst sehbehindert, verbindet mit den neuen Nachhaltigen Entwicklungszielen große Hoffnungen: "Das vorgesehene 4. Ziel -´Sicherstellung von inklusiver, gleichberechtigter und qualitativer Bildung und Förderung von lebenslangen  Möglichkeiten des Lernens für alle´ - könnte zu signifikanten Verbesserungen führen und wesentlich dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen nicht mehr "zurückgelassen werden".

    Pier Paulo Pasqualoni (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) wies darauf hin, dass Bildungschancen auch in Österreich nach wie vor ungleich verteilt sind, so seien beispielsweise Kinder mit Deutsch als Zweitsprache benachteiligt. Er forderte: "Wir müssen Initiativen zum Globalen Lernen in allen Bildungsbereichen stärken. Dadurch würden Kompetenzen von SchülerInnen sichtbar, die im gegenwärtigen Bildungssystem weder wahrgenommen noch wertgeschätzt werden."

    Lydia Walter war im vergangenen Jahr UN-Delegierte der Bundesjugendvertretung. Sie berichtete davon, dass die meisten anderen Jugenddelegierten aus europäischen Ländern stammten - nur eine einzige Jugendvertreterin sei aus einem afrikanischen Land nach New York gekommen. "Junge Menschen müssen mit am Verhandlungstisch sitzen, wenn es um so wichtige Entscheidungsprozesse auf UN-Ebene geht wie bei den neuen "Weltzielen". Schließlich geht es um ihre Zukunft!", forderte Walter.

    Bildung muss gerecht verteilt sein, sie muss Qualität für alle bieten und sie muss ganzheitlich, über alle Bildungsebenen und -formen hinweg, gefördert werden – so die zusammenfassenden Schlussworte von Margarita Langthaler (ÖFSE), die den Abend moderierte.

    Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit

    Die Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit versteht sich als offener Zusammenschluss österreichischer Organisationen, die sich für Bildungsgerechtigkeit in globaler Perspektive einsetzen und internationale Bildungsdiskurse aus dem globalen „Süden“ und „Norden“ kritisch hinterfragen bzw. zusammenführen möchten.

    Gründungsmitglieder sind:  Bundesjugendvertretung, Jugend Eine Welt, Kindernothilfe Österreich, Licht für die Welt, ÖFSE, Paulo Freire Zentrum sowie die Südwind Agentur.
     
    Nähere Informationen und Kontaktadressen finden Sie im Mission Statement. Zum Mission Statement (PDF)


    drucken  DRUCKEN     versenden  SEITE ALS MAIL VERSENDEN     spenden  JETZT SPENDEN