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Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga SDB

„Größte humanitäre Krise seit Zweitem Weltkrieg“

    (23. September 2014) Laut Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga SDB, Präsident des Caritas-Weltdachverbands (Caritas Internationalis/CI),  ist die Weltgemeinschaft derzeit mit der „größten humanitären Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“ konfrontiert. In seiner Eröffnungsrede eines hochrangigen Caritas-Treffens, das am 22. September im Vatikan stattfand, wies der Kardinal auf das Leid der Kinder hin, die momentan aus ihrer syrischen Heimat fliehen müssen. Ebenso erinnerte er an die Kinder, die in Gaza nicht zur Schule gehen können und an das schwere Schicksal der Christen im Nordirak, deren Häuser mit den Initialen des Wortes „Nazarener“ markiert werden, um sie zu identifizieren.


    Der Westen reagiere auf das Böse, das da geschieht, mit der Bildung einer Militärallianz und der Entsendung von Kampfflugzeugen und Drohnen nach Syrien und in den Irak. Doch Gewalt könne niemals die richtige Antwort sein, so der Kardinal. „Sie wird nur zu noch mehr sinnlosem Schlachten führen, wie schon Papst Benedikt XV. im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg voraussagte.“

    Keine Waffenlieferungen in Kriegsregionen!

    Kardinal Rodriguez mahnte, statt Militär mehr humanitäre Hilfe in die Krisenregion zu schicken. Die humanitären Herausforderungen seien enorm, mit immer geringeren Ressourcen müsse an immer mehr Krisenschauplätzen Hilfe geleistet werden. Zudem würden mehrere Länder, darunter Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, Waffen und Munition in die Kriegsregionen liefern. „Viele der Regierungen, die sich jetzt vor ihrer Verpflichtung zur humanitären Hilfe drücken, gehören zu den größten Waffenlieferanten. Es scheint, dass es für beides gleichzeitig nicht genug Geld gibt und dass die Not der Menschen weniger ernst genommen wird als die politische Agenda.“
    Um endlich dauerhaften Frieden in der Region zu schaffen, müssten nach Meinung des Kardinals sämtliche Waffenlieferungen in Kriegsregionen gestoppt werden;  die israelische Blockade des Gaza Streifens müsste beendet werden;  Israel müsste den Staat Palästina anerkennen und die zwei Staaten-Lösung bzw. die Grenzen von 1967 müssten wiederhergestellt werden. Im Irak und an anderen Kriegsschauplätzen müsse Frieden geschlossen werden – doch dieser Friede könne nicht mit Gewalt von außen kommen, sondern müsse von innen her entwickelt werden.
    Der Kardinal schloss seine Rede, in dem er jeden Einzelnen einlud, für den Frieden zu beten.

    Jugend Eine Welt hilft in Syrien

    Jugend Eine Welt unterstützt Don Bosco Hilfsprojekte für Not leidende Familien in mehreren syrischen Städten und ermöglicht benachteiligten Jugendlichen eine qualifizierte Berufsausbildung. Weitere Information zum Projekt.

     


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