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    Lothar Wagner, Salesianer Don Boscos und Direktor von Don Bosco Fambul sowie Moijeh Kaikai, Sozialminiser von Sierra Leone. Copyright: Don Bosco Fambul

    Ebola in Sierra Leone: Immer mehr verzweifelte Kinder am Notruf-Telefon – Kinderkrankenhaus geschlossen

      Don Bosco Fambul fordert dringend mehr Labore und Isolationsstationen

      (6. Oktober 2014) Die katholische Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos hat in einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Regierung von Sierra Leone mehr internationale Hilfe für junge Menschen, die von der Ebola-Epidemie betroffen sind, erbeten.  "Unsere bisherigen Hilfsleistungen reichen bei weitem nicht aus, wir sind auf internationale Hilfen angewiesen", so  Salesianerbruder Lothar Wagner,  Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul in Freetown, das von der österreichischen Hilfsorganisation Jugend Eine Welt unterstützt wird.

      Nach Auskunft von Sozialminister Moijeh Kaikai wurden in Sierra Leone bereits 307 Kinder durch Ebola zu Vollwaisen. 608 Kinder befinden sich derzeit in Quarantäne und 54 sind an der Erkrankung verstorben (Stand 30.09.2014). Nach wie vor würden die Zahlen ständig ansteigen.  Besonders dramatisch sei laut Bruder Lothar zudem die Situation von Kindern,  die von ihren Familien im Zusammenhang mit Ebola verstoßen wurden. Da es nicht ausreichend Labore und Isolationsstationen gäbe, um zu überprüfen, ob diese Kinder mit Ebola infiziert sind, würden die Don Bosco Mitarbeiter bei ihrer Aufnahme ein extrem hohes Risiko eingehen. Zudem würden immer mehr Kinder, die an Malaria oder Thypus erkrankt seien, ins Don Bosco Kinderhaus kommen - das lokale Kinderkrankenhaus musste geschlossen werden, weil es über keine Isolationsstation verfügte. Nun sei es ein Gebot der Stunde, dieses Krankenhaus beim Aufbau einer Isolationsstation zu unterstützen. „Nicht hinnehmbar“ sei die Entscheidung der deutschen Regierung, dieses Vorhaben nicht zu fördern, weil ein entsprechender Antrag formalen Kriterien nicht entsprochen hatte. "Das kostet weitere Kinderleben, was durch rechtzeitige und unbürokratische Hilfen hätte vermieden werden können", so Bruder Lothar.

      Immer mehr verzweifelte Kinder am Telefon

       "Vor drei Monaten haben viele Kinder unsere landesweite und kostenfreie Telefonberatung angerufen, um mehr über Ebola zu erfahren – an welchen Symptomen man die Krankheit erkennt und wie man sich schützen kann,“ berichtete der 41-jährige Salesianerbruder. „Heute rufen uns täglich mehr als 200 Kinder an, die in irgendeiner Weise direkt von Ebola betroffen sind und nach Hilfe rufen. Wir schaffen es selbst nicht, allen Kindern zu helfen und melden ihre Nöte an die lokale Regierung sowie an die zahlreichen Organisationen der Vereinten Nationen vor Ort. Dennoch erhielt ein Großteil der Kinder die zugesagte Hilfe nicht. Wir brauchen mehr Helfer vor Ort, die direkte Hilfe leisten und nicht nur von ihrem Büro aus die Epidemie ständig kommentieren!", äußerte sich der sichtlich emotional berührte Ordensmann zur Rolle einiger UN-Organisationen.

      Don Bosco Hilfe vor Ort

      Die von Jugend Eine Welt unterstützte lokale Nichtregierungsorganisation Don Bosco Fambul beschäftigt derzeit 91 Ordensleute und Mitarbeiter, meist Sozialarbeiter. Neben der mobilen Straßensozialarbeit unterhält die Einrichtung eine stationäres Rehabilitationsprogramm für ehemalige Straßenkindern, eine Familienberatung, zwei Jugendzentren, ein Mädchen- bzw. Frauenhaus, eine Betreute Wohnform, ein Job Center sowie die landesweite Kinder- und Jugendtelefonberatung.

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      BIC/SWIFT: RZTIAT22

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